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Zum Test im Gemüseregal: Bring mir Bio

Hallo ihr Lieben :-) 

wie ihr wisst, beziehe ich seit vielen Jahren eine regionale Öko-Kiste. Diese Kiste gehört zu den Heiligtümern meines Lebens, ehrlich ich liebe sie so sehr. :-) Da ich diese Kiste ab und an auch hier einmal zeige, erreichten mich schon oft Mails mit dem Inhalt „Liefern die auch deutschlandweit?“ „Kannst du jemanden empfehlen in meiner Nähe?“ oder „Hier gibt es keine Öko-Kiste, ich hätte aber so gern eine, kennst du da was?“ 

Bis vor Kurzem musste ich da leider oft verneinen, ich kenne selbst nur wenige regionale Anbieter und auch ich war schon in der Situation, dass ich als Überraschung für eine liebe Freundin, einen Anbieter gesucht habe, es in der Region aber leider keinen gab. 

Also habe ich mich in der letzten Zeit ein wenig umgehört und bin dabei auf bring-mir-bio gestoßen. Bring-mir-Bio liefert deutschlandweit, so dass auch die noch nicht regional versorgten Interessenten die Möglichkeit auf eine solche Öko-Kiste haben. 

Vorab habe ich mich mit vielen Leuten über die Idee solch einer Kiste unterhalten, denn ich persönlich bevorzuge natürlich IMMER die regionalen Anbieter, aber ich habe eben auch dieses Glück, dass ich so einen regionalen Anbieter habe.

Wie oben schon geschrieben, es gibt viele Gegenden, in denen das nicht der Fall ist. In diesen Gegenden gibt es dann meist nicht mal einen Bioladen im nahen Umkreis. Man muss erst mal ein paar Kilometer in die nächste Stadt fahren um überhaupt einen Laden zu finden der Demeter, Naturland oder Bioland Qualität anbietet.

Deswegen entschloss ich mich, für euch die Bring-mir-Bio Kiste zu testen, denn im Prinzip nimmt es sich nicht viel ein Paket zugeschickt zu bekommen oder 30 km in die nächste Stadt zu fahren.
(Bei all den Infos vergesst nicht, dass ich mich jetzt nur auf die Menschen beziehe, die wirklich keine Möglichkeit auf nahe regionale Anbieter haben.) 

Auf der Homepage von Bring-mir-Bio findet ihr eine enorme Auswahl an Kisten: Mischkisten, Obstkisten und Gemüsekisten…
Die jeweiligen Kisten sind dann noch mal in verschiedene Kategorien getrennt, z.B. Probierpaket, Familie „S“ (kleine Kiste), Familie „M“ (mittlere Kiste), Rohkostkisten, kunterbunte Vielfalt etc. (schaut euch dort selbst mal um, es ist wirklich interessant) 

Auch könnte ihr euch für eine „deutsche Ernte“ Kiste entscheiden. Bei diesen Kisten bekommt ihr dann wirklich nur Obst und Gemüse aus deutschem Anbau. 

Ihr seht, ihr habt euren Kisteninhalt absolut selbst in der Hand und könnt euch eure Kiste nach euren ganz persönlichen Vorstellungen zusammen stellen lassen. 

Bring-mir-Bio liefert in den Kisten wirklich nur Produkte  die Demeter- Naturland – Bioland – Gäa oder EG-Bio zertifiziert sind, dabei setzt die Firma auf Kooperationen mit kleinen Familienunternehmen. Mehr dazu könnt ihr hier lesen: Bring-mir-Bio Transparenz 

Besonders schön finde ich ja, dass die Firma auch ein ca. 2,5 h Ackerfläche ihr Eigen nennen kann und dort u.a. alte Gemüsesorten wie Erdbeerspinat und Butterkohl anbaut. Gerade im Sommer wird man wohl in den Kisten auch alte Gemüsesorten finden und genießen können. 

Für diesen Test habe ich mir das Probierpaket bestellt, mit diesem kann man sich eine bunte Mischung bestellen und für sich selbst testen. Dieses Testpaket kostet 25 Euro zuzüglich 4,00 Euro Versandkosten.

Der Versand geht wirklich fix, gestern ging meine Kiste in den Versand, heut um 10:00 Uhr kam sie mit DHL bei mir an. 

Der erste Eindruck und die Beigaben: 

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In meiner Kisten waren folgende Produkte enthalten: 

– 500 g Rosenkohl
– 1 mittelgroßer Blumenkohl
– 1 Salatgurke
– 250 g Cherrytomaten
– 1 kg Mangold 
– 250 g Steinchampignons 
– 1 kg Äpfel (Pinova)
– 1 kg Clementinen
– 4 Bananen
– 1 Sweetie
– 1 Kaki 
– 2 kleine Salatköpfe 
– 500 g Möhren

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Eine schöne Zusammenstellung, oder? Ich bin wirklich begeistert. Mangold ist zwar nicht so mein liebstes Gemüse, aber auch der wird verbraucht werden und der Rest sowieso, alles Lebensmittel, die ich so oder so im Haus habe, oder gern einkaufe. :-) 

Kommen wir einmal zum leidigen Thema Müll. Es ist klar, bei so einem Versand fällt Müll an, da gewinnt natürlich deutlich die regionale Kiste,
denn diese wird immer in einer Pfand-Kunststoffkiste geliefert, ohne zusätzliches Papier, Plastik etc., trotzdem auch die Bring-mir-Bio Kiste ist im Vergleich zu anderen Koch-Kisten wirklich noch akzeptabel, was das Thema Müll betrifft.

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Natürlich, auch hier fällt ein Teil Plastik für die Verpackung des Salates und des Mangolds an (in Papier gehüllt sähen diese Lebensmittel leider heute auch nicht mehr so frisch aus), der Rest ist jedoch Papier und wenn man dieses einmal kompakt zusammen knüllt, sieht es schon gar nicht mehr so schlimm aus und ist – gelegentlich – vertretbar. Besser als jede Billig Plastiktüte im Supermarkt ist es allemal. 

Oben schrieb ich ja schon, dass die Kiste sehr zügig geliefert wurde, dies sieht man auch an der Qualität der Produkte, sie sind alle frisch und haben zwar (und das liebe ich) ein paar typische Bio-Macken, aber genau das ist doch wundervoll. Raus aus der Norm, die Clementinen haben keine perfekt glatte Schale? Egal, was ändert das am Inhalt? Der Mangold hat ein Loch im Blatt? Na und? Ist doch wundervoll. :-) Ihr seht, ich bin wirklich begeistert von dieser Kiste und kann sie wirklich jedem, der keinen regionalen Anbieter hat, ans Herz legen. 

Was mir jedoch fehlt, ist tatsächlich ein Beiblatt, auf welchem Infos zu den Produkten zu finden sind. Ich würde sehr gern wissen, woher das Obst und das Gemüse kommt, bei welchem Bauern es heran gezogen wurde und – wenn es nicht aus Deutschland kommt – aus welchem Land es kommt. 
edit: Ich habe den Lieferschein übersehen, dort sind alle Infos zu finden! ;-) 

Wie seht ihr die Idee hinter dieser Kiste, wäre es für euch – und vor allem für die, die keinen regionalen Anbieter haben – eine Option? Ich bin gespannt auf eure Meinungen. :-) 

PS: Gerade jetzt, wo ich diesen Bericht geschrieben habe, mampfe ich die ersten Clementinen. Lecker! Frisch, saftig, süß…nom! :-) 

PPS: Die Kiste wurde mir von der Firma Bring-mir-Bio kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. 1000 Dank dafür! :-) 

 

Jeden Tag ein Buch II – Tag 5: Biokisten Kochbuch

 

Schon der 5. Tag der „Jeden Tag ein Buch“ Woche. Nachdem ich zu Anfang sagte, dass ich ggf. nur die Hälfte überhaupt schaffe, bin ich doch gerade sehr gut dabei, oder? ;-)  

Heute stelle ich euch ein Buch vor, welches sich folgendes zum Ziel gesetzt hat: 

„Spargel im November, Himbeeren an Weihnachten und Tomaten rund ums Jahr – All das ist heute möglich, und wir könnten das ganze Jahr hindurch fast das Gleiche essen. Aber wollen wir das wirklich? Nehmen wir uns damit nicht eine ganze Menge an Genuss und Freude?“ 

Ich darf euch vorstellen, das…

Biokisten Kochbuch * 

  • Gebundene Ausgabe: 144 Seiten
  • Verlag: Kosmos 
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3440122488
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 19,2 x 1,4 cm
    Preis: 14,95 Euro

 …kommt als Softcover daher und liegt nett und weich in der Hand. Streicht man über das Cover, fühlt man, dass die Buchstaben des Titels hervorgehoben wurden. Ich mag so etwas und streichel das gern öfter drüber *hust* 

Auf dem Cover ist eine Kiste, wie ich sie für unsere Biokiste auch gern hätte, aus Holz.
In der Realität sind sie – sicher auch aus Kostengründen – aus Kunststoff. Wer jetzt also denkt, dass die „echten“ Biokisten aus Holz sind und romantisch vor der Tür stehen, der irrt ein wenig. Trotzdem, ein schöne Bild auf dem Cover, ich mag es. :-) 

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Gegliedert ist das Kochbuch wie folgt: 

  • Vorwort
  • Saisonkalender
  • Frühling
  • Sommer
  • Herbst
  • Winter
  • Register
  • Akteure und Impressum

Gleich zu Anfang findet ihr diesem Buch einen Saisonkalender, grandios! In einer gut übersichtlichen Tabelle könnt ihr gezielt nach eurem liebsten Gemüse suchen und schauen, wann es Saison hat und wann man lieber die Finger davon lässt. 

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Die Unterpunkte Frühling, Sommer, Herbst und Winter sind noch einmal in diese Unterkategorien gegliedert: 

  • (jeweilige Jahreszeit)-gemüse kennenlernen und zubereiten
  • Special: z.B. im Frühling die Kräuterkunde
  • Rezepte 

Die Rubrik „Gemüse kennenlernen und zubereiten umfasst je 3 Seiten und stellt die einzelnen saisonalen Produkte mit den Sätzen „Das ist wichtig“ und „Das kann man damit machen“ vor.
Eine schöne Übersicht, das könnte man öfter in Büchern finden!

Die wundervolle bebilderten Rezepte sind in übersichtlichen Schritten beschrieben, zu fast jedem Rezept gibt es ein Infokasten „Das ist wirklich wichtig“. In diesen Infokästen wird z.B erklärt wie man das Gemüse vor der Zubereitung behandelt, Tricks und Kniffe zur einfacheren Handhabung etc.

Was mir fehlt sind Bilder zu jedem Rezept. Ein paar Rezepte müssen mit der puren Beschreibung auskommen. Das ist kein Drama, stört mich aber sehr oft in Kochbüchern.
Gerade in diesem Buch, wo es so schöne Bilder gibt, hätte man auch den unbebilderten Rezepten eines geben können. ;-) 
(Das sollte euch trotzdem nicht davon abhalten euch diese Buch einmal anzuschauen, denn es sind wirklich nicht viele Rezepte ohne Bild) 

Biokisten_Kochbuch_2

Das Biokisten Kochbuch ist SEHR Vegetarierfreundlich, es sind zwar Gerichte mit Fleisch und Fisch dabei, aber die halten sich wirklich in Grenzen (es gibt mittlerweile auch das komplett vegetarische Biokisten Kochbuch, das werde ich euch in den nächsten Wochen hier vorstellen).

Die vegetarischen Gerichte lassen sich leicht in ein veganes Gericht umgewandeln (mit ein bisschen Fantasie und Können).

Wirklich Schade finde ich jedoch, dass ich ein Rezept gefunden habe, in welchem „Pizzateig aus dem Kühlregal“ empfohlen wird. Das passt nicht zum Konzept und ist für mich in so einem Buch eher ein „No Go“, denn wer – mit Überzeugung – eine Biokiste bezieht und auch nur ein klein wenig danach lebt, der kommt eher selten auf die Idee einen Fertig Teig aus dem Supermarkt zu kaufen. Ein Rezept für einen guten Hefeteig wäre hier die besser Wahl gewesen. 

Wieder gut macht es allerdings die Tatsache, dass es Rezepte gibt, in denen es zwar grundsätzlich um Fleisch geht, dort aber steht „ODER Tofu…“. Das kann man wirklich nur loben, das läd ein dieses Rezept zu probieren und schließt nicht aus! :-) 

Auf meine Nachkochliste wandert: 

Frühlingszwiebelsuppe (vegetarisch) S. 17
Spargel mit Kerbel-Knoblauch-Pfannkuchen (vegetarisch) S. 21
Rhabarber Cantuccini Schichtdessert (vegetarisch) S. 39
Auberginenpüree mit Joghurt und Kräutern (vegetarisch) S. 51
Fenchelpizza mit Rucola (vegetarisch) S. 55
Maiskolben mit Chili-Zitronen Butter (vegetarisch) S. 69
Weisskohlsalat mit Ingwer (grundsätzlich vegetarisch / Fischsauce weg lassen) S. 81
Bandnudeln mit Pastinaken- und Kohlstreifen (vegetarisch) S. 98 
Schwarzwurzeln in Orangensauce (vegetarisch) S. 121
Brat-Topinamburg (vegetarisch) S. 129

Auch wenn ich einige Punkte bemängelt habe, dieses Buch ist sein Geld wert und hat mir schon viel Inspiration geliefert! :-) 

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