Konsumferien – 3. Woche –

Hallo ihr Lieben,

verzeiht, dass dieser Beitrag erst heute online geht. Gestern war ich (ich hatte es ein wenig vergessen) auf einer Messe und erst so spät daheim, dass mir einfach nicht mehr danach war zu schreiben. 

Und wenn ich ganz ehrlich bin, ich hatte ein wenig die Angst, dass euch dieser Beitrag etwas langweilen würde. Denn so richtig viel passiert ist in der letzten Woche einfach nicht.

Konsumferien

Die 3. Woche der Konsumferien ist um. Eine Woche in der ich NICHTS, aber auch gar nichts kaufte. Wie fühlte sich das an? 

Ich muss gestehen, dass ich diese Woche gar keinem bestimmten Gefühl zuordnen konnte. Denn auf der einen Seite war das alles sehr befreiend, auf der anderen Seite fühlte ich mich ziemlich gefesselt. 

Gefesselt vor allem deswegen, weil selbst nötige Dinge einfach ein paar Tage (auf den Einkauf am Samstag) nach hinten geschoben werden mussten. Das war allerdings kein Drama, aber schlichtweg unkomfortabel und vor allem ungewohnt.

Was war schön? 

Schön war die Tatsache, dass man die Mahlzeiten wieder viel kreativer gestaltete und vor allem auch viel selbst machte. Reste wurden verbraucht und der Kühlschrank & das Gefrierfach leerten sich zum Ende der Woche schon wirklich merklich. Weg geschmissen habe ich dabei fast gar nichts.

Wenn man nicht darf, dann will man…

Tja, aber die andere Seite war dann eben die, dass zu keinem Zeitpunkt die Möglichkeit bestand neue Dinge zu besorgen. Ja, ihr sagt jetzt “Ist nur eine Woche”, ihr habt auch total recht, aber kennt ihr diese Momente, in denen ihr kurz denkt “Ach verdammt, das hab ich vergessen, nicht im Haus, darauf hab ich jetzt gerade SO Lust.”

Tatatataa, solche Momente überkommen einen – natürlich – in so einer Woche öfter.
Logo, wenn man nicht darf, dann will man. :-D 

Lustigerweise aber nur im Bereich der Lebensmittel bzw. der alltäglichen Dinge. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Bedürfnis, dass ich eine Zeitschrift, ein Kleidungsstück oder sonst was brauchen würde. (Ich habe nicht einmal auf meiner “must have” Liste gesammelt) 

So ganz konsumfrei war es dann aber doch nicht…

Tatsächlich gab es aber doch einen Konsum in dieser Woche.  Einen Konsum, welchen ich – auf Grund des Aufwands – schlichtweg nicht einstellen konnte und was soll ich euch da auch anlügen? Unsere Gemüsekiste kam nämlich. Die kommt bei uns alle 14 Tage, am Donnerstagabend, ins Haus. Und ich würde lügen, wenn ich verschweigen würde, dass ich mich auf diese Kiste enorm freute. Denn schon zum Mittwoch ließ der Vorrat der frischen Lebensmittel einfach merklich nach. 

Vielleicht werdet ihr lachen, aber auch nach diesen wenigen Tagen “Ich kaufe nix” fühlte sie diese wunderbare Kiste schon wie purer Luxus an. Und ist es nicht ein schönes Gefühl, dass man sich wieder richtig auf seine Lebensmittel freut? Allein dafür war diese Woche Gold wert. 

Mein Fazit lautet, dass dieses “Experiment” wirklich ok war, es hat mir – so richtig arg – an nix gefehlt. Trotzdem war diese Woche etwas unkomfortabel und kein Zustand, der beibehalten werden wird. Zumindest nicht mit diesem totalen Verbot.

ABER was ich mitgenommen habe ist die Tatsache, dass ich nicht jedem “Ich hab jetzt aber Lust auf XY” oder “Ich brauch das aber doch im Haus” Drang nachgeben werde. Denn schlussendlich kann doch vieles immer mal ein paar Tage warten.

Wie läuft es bei euch so? :-) 

Ich werde in dieser – vorerst letzten – Woche der Konsumferien ein wenig in mich gehen und all die neu erlangten Erfahrungen reflektieren und anwenden. Mal sehen, was dabei so herum kommt. 

Habt eine wundervolle Woche! 

Eure Franzi 

Konsumferien – 1. Woche – 
Konsumferien – 2. Woche – 

Konsumferien – 2. Woche –

Hallo ihr Lieben,

herzlich Willkommen in der zweiten Wochen der Konsumferien. Wie ist es euch ergangen? Habt ihr etwas, in Bezug auf den Konsum, erlebt, was ihr gern los werden möchtet?

Schreibt eure Gedanken doch gern in die Kommentare. :-) 

In dieser zweite Woche war mein Thema u.a der “Über-Konsum”. Denn Konsum ist ja nicht nur die Tatsache, dass man Dinge einkauft, sondern auch etwas, was wir täglich tun.

Wir konsumieren Soziale Medien, das Internet generell, Süßigkeiten, Erlebnisse etc. pp. 

Mein Über-Konsum ist das Thema “Baden”. Verdammte Axt, ich liebe es zu baden und wenn ich ganz ehrlich bin, ich tue es fast täglich.

Baden, mein Laster…

Baden hat sich für mich als “Auszeit” vom Tag entwickelt. Es ist meine Form der Entspannung. Und auch wenn diese Form der Entspannung sehr schön ist, sie ist weder nachhaltig, noch umweltverträglich, noch in irgendeiner Weise “grün”. 

Es ist ja nicht nur der Wasserverbrauch, sondern auch die Tatsache, dass es für mich so super “normal” geworden ist. Abends fix in die Badewanne, gar kein Problem. Manchmal nutze ich das Wasser auch ausgiebig und verweile min. 1 Stunde in der Wanne, aber an anderen Tagen bin ich nach 15 Minuten wieder aus ihr heraus. Völlig Quatsch und das ist mir mehr als bewusst. 

Konsumferien

Wie könnten diese Konsumferien also besser gefüllt werden, als mit der Aufgabe “Nur noch einmal in der Woche baden.”?  Ja, für mich ist das echt eine Aufgabe, denn ich muss für mich diese Routine neu füllen, sie in meinem Kopf umprogrammieren. 

Als ich am Montag mein letztes – tägliches – Bad nahm, war ich ein wenig wehleidig. Es wäre gelogen, wenn ich das nicht zugeben würde. 

Zum Ende der Woche stellt ich – ein wenig deprimiert – fest, dass ich doch 3 mal gebadet hatte. Warum? Ganz einfach, Bauch- und Rückenschmerzen (gleichzeitig) auf Grund meiner Periode, dazu extremes Einmuckelverhalten (auch auf Grund meiner Periode) und vor allem die typische “man ist es ja so gewohnt” Einstellung. Auf ganzer Linie versagt, all diese “Probleme” hätte ich auch anders lösen können. 

Daran werde ich in der nächsten Woche weiter arbeiten und höre jetzt auf mir weiter Vorwürfe zu machen. 

500 Euro, mal eben weg…

Ansonsten habe ich, fallt jetzt bitte nicht vom Stuhl, knapp 500 Euro für meine Firma ausgeben müssen. Mir ist z.B. eine Festplatte kaputt gegangen, neue Visitenkarten mussten bestellt werden etc. pp. Nur, das ist eben mein Business, das Geld muss ich ausgeben um wieder neues Geld zu verdienen und vor allem um meine Qualität halten zu können. Von daher teilweise unschön ungeplant, aber notwendig. 

Die Sache mit dem Kleiderschrank…

Natürlich – wie hätte es anders sein können – ging mir (schön als Paradebeispiel) ein Kleidungsstück kaputt. Und natürlich ein Teil, welches ich wirklich ersetzen musste, weil ich es sehr oft trage. Ein neues langes Unterhemd musste her. Davon habe ich auch nicht mehr viele, genau genommen 2 Stück. Nach meinem große Ausmisten im letzten Jahr, bin ich mit meiner Kleidung sehr hart vorgegangen und habe lediglich die Teile behalten, die ich wirklich regelmäßig trage. So viele waren das nicht. 

Nun, das neue Hemd musste gekauft werden und ich fand ein schönes, in guter Qualität, sogar um 50 % reduziert. Allen anderen Teilen widerstand ich. Auch wenn ich hier und da schaute und auch einmal in die Hand nahm. Ich kaufte nichts.

Was mir dabei aber enorm auffiel war, dass ich in den nächsten Monaten auf jeden Fall meinen Kleiderschrank überarbeiten muss. Denn ich stellte, nicht zum ersten Mal, fest, dass ich mich in meinen Kleidungsstücken kaum noch wohl fühle. Stil, Passform etc. irgendwie ist es unrund und ich fühl mich einfach nicht gut damit.

Ein Teil meines Kleiderschranks beim Mädchenflohmarkt.

Diesen “Überarbeitungs-Plan” habe ich damit gestartet, dass ich einige Dinge zum Verkauf online gestellt habe. Einige Kleidungsstücke habe ich auch schon in eine “Spende ich” Tüte gesteckt, andere wiederum muss ich demnächst noch bügeln und dann auch zum Verkauf vorbereiten. Erst danach werden neue Kleidungsstück einziehen und der Kleiderschrank einmal um 180°C gedreht werden. Weiter wird aber gelten “Es kommt nur rein, wenn es wirklich getragen wird.” 

Bis dahin sammele ich übrigens auf einer “must have” Liste Ideen und auch gezielt Kleidungsstücke. Wenn die mir im März immer noch gefallen, dann werde ich sie kaufen. 

Guter und schlechter Konsum…

Nebenher unterhielt ich mich mit einer Freundin über “guten und schlechten Konsum”, irgendwie unterscheide ich immer öfter danach. Meine Freundin nahm es sich selbst ein wenig übel, dass sie in letzter Zeit viel zum Essen mit Freunden verabredet war und nur noch wenig daheim aß. Dem gegenüber stand aber, dass sie sich – jetzt im Winter – einfach oft auch sehr einsam allein daheim fühlte und sonst kaum Geld für “unnötige” Dinge ausgab. Ist es also wirklich ein schlechter Konsum sich mit Freunden zum Essen zu treffen? Dabei glücklich zu sein und sich wohl zu fühlen? Natürlich, man könnte nach Hause einladen und es wäre nicht nötig essen zu gehen, aber sollte man sich manche Freuden nicht auch einfach gönnen?

Ich weiß nicht wie ihr es seht, aber für mich zählt das zum “guten Konsum”.

Solltet ihr euch ansehen…

…wenn ihr euch für das Thema Lebensmittelverschwendung interessiert.

Ein erschreckender Fakt: 313 Kilo Lebensmittel werden PRO SEKUNDE aussortiert und weggeworfen. Mir blieb kurz der Mund offen stehen.

Ihr Lieben, auch wenn diese Woche nicht so ganz DAS war, was ich mir erhofft hatte, ich habe wieder enorm viel für mich selbst mitgenommen. Viel über mich selbst gelernt und darüber warum ich etwas konsumiere, wie ich es konsumiere.

Und diese Woche hat mich zu dem Entschluss gebracht, dass ich von heute bis zum Freitag nichts, aber wirklich gar nichts kaufen werde. Auch keine Lebensmittel.

Konsumferien

Ich werde in dieser Woche aufbrauchen, Reste verwerten und einfach mal den Luxus des “nichts kaufen müssen” genießen. Zumindest hoffe ich sehr, dass ich nicht in die Verlegenheit kommen werden. 

Mal sehen, was diese Woche so bringt. :-) 

Biokiste vegan – weißes Chili aus Wintergemüse

Hallo ihr wunderbaren Menschen, 

heute zeige ich euch, ganz exklusiv, eines meiner jahreszeitlichen Rezepte aus meinem neuen Buch “Biokiste vegan”*. Das Buch ist am letzten Donnerstag erschienen und wurde in den letzten Tagen an die Buchhandlungen und Onlineshops ausgeliefert, sprich ihr könnt es jetzt auch überall erwerben. 

Das Rezept, für das weiße Chili mit Wintergemüse, ist eines meiner allerliebsten Rezepte aus meinem Buch und vor allem eines, welches man je nach Jahreszeit enorm gut variieren und somit wirklich das ganze Jahr über genieße kann. 

Biokiste vegan

Ihr könnte das weiße Chili wunderbar erweitern und vor allem auch in großen Mengen kochen. Besonders gut schmeckt es, wie so ziemlich jeder Eintopf, am nächsten Tag. :-) 

Für 2 Portionen weißes Chili braucht ihr: 

  • 300 g Blumenkohl
  • 1 kleine Pastinake 
  • 1 kleine Steckrübe
  • 1/2 rote Chilischote
  • 1/2 grüne Chilischote
  • 1/2 Glas weiße Bohnen
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 25 g vegane Butter
  • 1 EL feines Dinkelmehl
  • 80 ml Sojamilch 
  • 1 TL gemahlenen Kreuzkümmel
  •  Meersalz zum abschmecken 

Die äußeren Blätter des Blumenkohl entfernen. Den Blumenkohl in kleine Röschen teilen, waschen und abtropfen lassen. Pastinaken und die Steckrüben schälen, waschen und in kleine Stücke schneiden. Chilischoten waschen und in feine Ringe schneiden. 

In einem Topf die Gemüsebrühe erhitzen. Blumenkohl, Pastinaken, Steckrüben, Chilischoten und weiße Bohnen dazugeben und für ca. 20 – 25 Min. bei mittlerer Hitze bissfest garen. 

Zwischenzeitlich in einem kleinen Topf die vegane Butter schmelzen. Topf vom Herd nehmen, das Mehl mit einem Schneebesen unterrühren, mit der Sojamilch ablöschen und klümpfchenfrei verrühren. Den Topf zurück auf den Herd stellen, die Mehlschwitze aufkochen und unter Rühren kurz köcheln und andicken lassen. 

Die Mehlschwitze zum Gemüse geben und gut unterrühren. Das Chili nochmals 5 Min. köcheln lassen, mit Meersalz und Kreuzkümmel abschmecken. 

Biokiste vegan

 

Habt einen wunderschönen Tag und lasst es euch ordentlich gut schmecken! :-) 

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