gebratener Pilz an Zucchini Spaghetti

Dass mich ein gebratener Pilz an Zucchini Spaghetti kulinarisch einmal so verführen würde, ihr Lieben DAS hätte ich wahrlich nicht gedacht. :-) 

Aber ein so tolles und einfaches Gericht mit super Zutaten, die einfach grandios schmecken und vor allem super sättigen, das kann eigentlich nur glücklich machen. Oder? 

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Den Porto Bella Pilz (eine Art zu großer und flacher Champignon) entdeckte ich vor ein paar Tage in einem Großmarkt und er wanderte sehr schnell in mein Körbchen mit der Idee „Das wird ein Pilzschnitzel“. Der Rest ergab sich dann daraus, dass ich in dem Markt auch geräucherten Knoblauch kaufte und daheim noch Zucchini liegen hatte, die dringend verwertet werden mussten. 

So, nun hab ich genug geredet. Ihr wollt sicher wissen, wie man dieses Gericht zubereitet.

Für zwei Portionen „gebratener Pilz an Zucchinispaghetti“ braucht ihr:

2 Porto Bella Pilze
2 kleine Zucchini
1 EL Sojamehl plus 4 EL Wasser
ca. 50 g Semmelbrösel
Salz & Pfeffer
1 kleine Tomate
1 Zehe geräucherten Knoblauch
Sprossen
Olivenöl 

Reinigt die Pilze vorsichtig mit einem Stück Küchenpapier. Gebt in eine kleine Schüssel das Sojamehl, ca. 4 EL Wasser, Salz und etwas Pfeffer und vermixt es gut. In eine weitere Schüssel gebt ihr das Paniermehl. 

Wendet die Pilze nun zuerst im Sojamehl Wasserbad und dann im Paniermehl. Gebt ordentlich Paniermehl auf den Pilz. Wenn ihr das Gefühl habt es wäre zu wenig, dann schüttet ruhig noch etwas nach. 

Gebt einen sehr großzügigen Schluck Olivenöl in eine gut erhitzte Pfanne. Die Pilze nun von allen Seiten knusprig braten. 

In der Zwischenzeit wascht die Zucchini und schneidet sie mit einem Spiralschneider* in die Spaghettiform. Wer keinen Spiralschneider zur Hand hat, der schneidet die Zucchini einfach per Hand zu einer Art „Bandnudel“. 

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Die Tomaten waschen und vierteln.

Schält die geräucherte Knoblauchzehe und schneidet sie in feine Würfel.

Sobald die Pilze fertig gebraten sind, nehmt sie aus der Pfanne und gebt etwas frisches Öl hinein. 

Bratet den Knoblauch an und gebt die Zucchini Spaghetti ( oder Bandnudeln) hinzu. Gut verrühren und leicht anbraten lassen. Mit etwas Salz würzen und zum Schluss die Tomaten dazu geben. 

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Und schon ist alles fertig, lasst es euch schmecken und habt noch einen wundervollen Tag! :) 

PS: Nächste Woche fliege ich mit Ecover nach Amsterdam. Auf meiner Facebookseite sammele ich gerade eure Fragen zum Thema „Plastik in den Gewässern“. Wer also etwas wissen möchte, auf meiner Seite habt ihr die Möglichkeit eure Fragen zu stellen. Ich leite sie in der nächsten Woche an Ecover weiter. :-) 

*Affiliatelink 

Mein Nachhaltigkeitsversprechen an mich selbst

Ihr Lieben,

mein Start in den Tag war heut ein Start, der völlig anders war als sonst. Ich bin kurz nach fünf aufgestanden, hab mich schnell angezogen, mich ins Auto gesetzt und bin zur Domäne Fredeburg gefahren. Um viertel vor sechs stand ich, noch etwas müde, auf dem Hof und winkte meiner Freundin Susanne fröhlich zu. Mit ihr war ich zum fotografieren verabredet.

Kühe in der glitzernden Morgensonne. :-)

Die Kälber waren, zu dieser frühen Stunde, schon sehr aktiv. Das Frühstück bei Mutter Kuh stand ja an. (In der Demeter Landwirtschaft in Fredeburg ist es schon seit Jahren so, dass die Kälber so lange wie nötig und möglich bei der Mutter oder einer Amme trinken).  Und so muhte und hüpfte es munter in diesem offnen und großen Stall. 

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Noch nie war ich in einem Kuhstall, in dem es so gut roch. Mehr als Stroh und ein minimaler Hauch nach frischen Kuhfladen war nicht zu riechen. Da fühlt Kuh sich wirklich wohl und tagsüber geht es eh raus auf die vielen Weiden nahe der Domäne.

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Ich traf unter anderem die zauberhaft Kuh Else, die von der gestrigen Geburt ihres Kalbes noch etwas geschwächt war und viele Streicheleinheiten bekam. Außerdem eine „Ammen Kuh“, die gleich drei Kälber versorgte und mit ihren 14 Jahren so eine richtig Mutti war. Es war ein Erlebnis ihr zuzusehen. Mich überkam mehr als einmal eine Gänsehaut. Wie schön, dass die Kühe an so einem schönen Ort so alt werden können. 

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Überhaupt fühlt es sich in diesem Stall so an, als wäre alles ein großes Miteinander. Natürlich, grundsätzlich sind es auch Nutztiere und der ethische Teil in mir mag dieses Wort einfach nicht. Aber eines finde ich schön und auch wichtig. In Fredeburg leben die Tiere sehr gut, sie dienen nicht allein dem Zweck des Essens. Ihr Arbeitseinsatz wird geschätzt, ist wertvoll und genau das wird ihnen auch vermittelt. Allein schon damit, dass dort jede Kuh ihren Namen trägt. Von Else bis Oregano über Nutella ist so ziemlich alles dabei. 

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Als ich im Stall stand, ein Kalb streichelte, mir alles so ansah, da machte ich mir – wir sehr oft in der letzten Zeit – mächtig Gedanken. Über mich selbst, mein Leben und meine Einstellung zum großen Ganzen. 

Das Gemüseregal war früher einmal explizit ein Blog über Nachhaltigkeit, ökologisches Leben und vegetarisches Essen. Irgendwann beschloss ich das Gemüseregal komplett vegan zu betreiben und was ich nie verheimlicht habe, ich selbst war nur kurze Zeit wirklich komplett vegan und bin sonst „nur“ streng vegetarisch. 

Schon oft war ich etwas unglücklich über das Ganze, bloggte nicht weil das Rezept nicht komplett vegan war, blockierte mich ein wenig selbst und war unschlüssig „Was denken meine Leser eigentlich darüber.“ 

Heute Morgen wurde mir klar, dass mein Weg mit dem Gemüseregal wieder genau zu den Ursprüngen des Ganzen zurück kommen muss. Sonst blockiere ich mich persönlich weiterhin selbst und bin sehr sicher, dass ich irgendwann die Lust verlieren werde. 

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Konkret heißt das, dass es hier weiterhin viele, viele vegane Rezepte geben wird. Aber nicht mehr ausschließlich. Es wird auch wieder vegetarisch (ausgewählt und bedacht) werden und es wird wieder um das gehen was mir wichtig ist. Die nachhaltige und ökologische Ernährung. DAS war immer mein Thema und ich persönlich schaffe es zum jetzigen Zeitpunkt nicht, weder mit Leidenschaft noch einem 100 % dahinterstehen, das Gemüseregal und mein Leben komplett vegan zu halten. 

Ich kann total nachvollziehen, dass sich einige von euch jetzt an den Kopf fassen, die Seite schließen und nie wieder kommen. Das ist völlig ok, ich schätze eure veganen Werte sehr und wünsche euch für euren Weg nur das Beste und bitte macht weiter, die vegane Bewegung ist so wichtig. Nur hat sich mein Weg wieder etwas anders entwickelt, mir geht die Nachhaltigkeit über eine 100 % vegane Ernährung.

Und ich bin eigentlich sehr froh, dass diesen Text hier schreibe, denn dieses Thema schlummerte so lange in mir und nahm mir so viel Kraft für schöne Dinge, die ich hier zeigen könnte, dass ich mich jetzt einfach nur sehr leicht und wohl fühle. Denn wenn ich ehrlich bin, dann nervt mich vor allem dieses – Kathrin schrieb es mal so schön – „Ene mene muh wie vegan bist du.“ Ding. Ich hab das Gefühl man kann es eh niemandem Recht machen, irgendwer wird es immer besser machen und das auch laut kundtun und damit all das Gute unterbinden, was man selbst vielleicht geschaffen hat und unterstützen will.

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Zu meinen Gedanken der Nachhaltigkeit gehört z.B. auch, dass ich den Imker unterstützte, der seit gefühlt 100 Jahre in einem Naturschutzreservat hier in der Nähe lebt, dort wundervolle Bienen um sich herum hat, sie hegt und pflegt und den besten Honig herstellt, den ich je gegessen habe. Honig ist ein so gutes und wertvolles Produkt und komplett darauf zu verzichten ist in meinen Augen nicht die Lösung. Bewusst darauf schauen WOHER kommt er, was passiert dort mit den Bienen und wer steckt eigentlich dahinter…in meinen Augen ist dies ein Ansatz, der uns auf die Dauer mehr bringt. Trotzdem, ich überlasse da jedem seine eigenen Meinung. :-) 

Ihr Lieben, ich freue mich über jeden von euch, der bis hierhin gelesen hat und freue mich besonders auf den „neuen alten“ Weg und auf das, was hier noch so kommen mag. :-) 

All dies und der Wechsel zum „alten Thema“  ist daher mein ganz persönliches Nachhaltigkeitsversprechen an mich selbst und dieses Versprechen mach mich sehr froh! 

Mit Keimling rohköstlich in Berlin

Ihr Lieben,

gerade liege ich mit qualmenden Füßen und völlig k.o. in meinem Bett in einem schönen Berliner Hotel. Ein langer Tag war das. Zusammen mit meiner lieben Bloggerkollegin und Freundin Hannah von „Projekt gesund leben“ machte ich mich heut morgen auf den Weg ins wundervolle Berlin.

Keimling (Onlinehandel für Natur- und Rohkost) lud uns und auch einige andere Blogger zu einem rohköstlichen Kochevent in den botanischen Salon ein (ein zauberhafte Location mit so unglaublicher toller Blumendeko). Mit dabei auch Attila Hildmann. Auf ihn werde ich hier nicht näher eingehen, bei FB gab es vorhin schon eine sehr arge Diskussion. Ich möchte dazu sagen, dass jeder seine Meinung haben darf, ich mich aber nicht dafür rechtfertigen werde, dass ich bei einem Event teilnahm, bei dem auch er zugegen war. 

Verköstigt wurden wir so so so so so so gut und hätte mehr in meinen Magen gepasst, ich hätte gleich die doppelte Portion verlangt. Die Produkte von Keimling sind wirklich sehr gut, zu der Feststellung kam ich nicht heute, aber sie hat sich noch einmal verstärkt.

Auf dem Speiseplan standen Zucchininudeln mit einer pikanten Tomatensauce, Sushi aus Blumenkohl und Vanille-Chia Pudding mit Mango und Erdbeeren. Ich hab mir vorgenommen daheim alles noch einmal nach zu kochen, so köstlich war es. :) 

Einen sehr schönen Abend mit tollen Gesprächen und Bekanntschaften verbrachten wir und ich lernte endlich (nach Jahren) den guten Arne von „The Vegetarian Diaries“ kennen und Ute von „Nordisch roh„, die ich sofort ins Herz schloss und mich in ihren Blog verliebte. 

Genug geschrieben, ich lass nun Bilder sprechen. Da könnt ihr euch eh den besten Eindruck machen und euch vielleicht auch ein wenig mit mir freuen, denn ich bin sehr dankbar, dass ich diesen schönen Abend in meinem geliebten Berlin erleben konnte und noch dankbarer für die tollen Menschen, die ihn so schön gemacht haben. :-) 

Danke vor allem an die tollen Mädels von sieben&siebzig, die die PR für Keimling übernommen haben und dieses tolle Event ins Leben riefen! :-) 

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