fixe Preiselbeerschnecken zur Teezeit

Hallo ihr Lieben,

Seitdem wir, also der Mann und ich, öfter in Ostfriesland waren, schätze ich die Teezeit enorm. 

Diese kurze Auszeit am Nachmittag, in der man den Tag einmal – ganz im Stillen – reflektieren kann, einen Moment Ruhe gewinnt und sich etwas süßes gönnt, gefällt mir einfach enorm gut.

Leider findet sich viel zu selten die Zeit dafür. 

PreiselbeerschneckenAbsolute Empfehlung, wenn euch das Thema “Teatime” interessiert. Das Buch “Vintage Tea Party“*

Dabei sollten wir uns alle, zumindest an freien Tagen, mal so eine Teezeit gönnen. Einen guten Tee aufsetzen, das schönste (!!!) Geschirr auf den Tisch stellen, liebe Menschen einladen und eine Kleinigkeit backen. 

Preiselbeerschnecken PreiselbeerschneckenTee-Geschirr aus der “Alt Luxenburg” Serie von Villeroy & Boch* Meine absolute Lieblingsserie der Marke! 

Ihr habt keine Lust etwas zu backen? Es ist einfach zu aufwendig?

Diese Ausrede zählt bei meinen fixen Preiselbeerschnecken nicht. Die sind innerhalb von 5 Minuten zubereitet und kommen dann nur noch für schlappe 15 Minuten in den Ofen. Keine Chance für Ausreden!

Sie sind perfekt für jeden spontanen Besuch der liebsten Freundinnen oder eine wunderschöne Untermalung für jede schöne Teezeit zu zweit, oder auch einfach mal allein. 

Und wer keine Preiselbeermarmelade im Haus hat, der nimmt einfach die, die da ist. 

Preiselbeerschnecken

Für 8 fixe Preiselbeerschnecken braucht ihr:

1 Packung (veganen) Blätterteig
5-6 EL Preiselbeermarmelade
4 TL Zimt-Zucker Mischung

Heizt euren Ofen auf 180°C Umluft vor.

Den Blätterteig vorsichtig ausrollen und großzügig mit der Preiselbeermarmelade bestreichen. 

Jetzt nur nochZimt Zucker Mischung auf der Marmelade verteilen und den Blätterteig – von der kurzen Seite aus – zusammen rollen. Die Rolle, mit einem scharfen Messer, in 8 Teile schneiden und die Schecken auf ein Backblech mit Backpapier legen. 

Die Preiselbeerschnecken nun für ca. 15-20 Minuten (bis sie goldbraun sind) im Ofen backen.

Kurz abkühlen lassen und mit einer schönen Tasse Tee genießen.

PreiselbeerschneckenFlockt zwar nicht so schön wie echte Sahne, aber Sojasahne ist eine feine Alternative, wenn man Tee mit Milch bevorzugt.

Lasst es euch schmecken! :-) 

*Das Geschirr der Alt Luxenburg Serie wurde mir von Villeroy & Boch für diesen Beitrag zur Verfügung gestellt. Der Beitrag entstand nach meiner Idee. 1000 Dank an Villeroy & Boch! 

*Affiliate Link, falls ihr das Buch kauft, bekomme ich eine kleine Provision. Für euch ändert sich nichts. Das Buch wurde mir vom DuMont Buchverlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Kürbis aus dem Ofen

Hallo ihr Lieben,

Kürbis findet man im Winter, zum Glück, ja wirklich an jeder Ecke. Kaum ein anderes Gemüse kann so gut gelagert werden, wie diese runden Kugeln voller Genuss. 

Und so steht Kürbis bei mir, ab dem Herbst bis zum Frühjahr, ziemlich oft auf der Speisekarte. In den meisten Fällen ganz simple als Ofengemüse. Schnell, einfach, lecker.Kürbis aus dem OfenIch kaufe hierfür gern den Sweet Dumpling, klassische den Hokkaido oder auch den Butternut. Der große Vorteil bei diesen Sorten ist, dass die Schale dran bleiben kann. Einzig bei den Exemplaren, die einige harte Stellen an der Schale vorweisen, sollte man doch über das Schälen nachdenken. Sonst wird es später etwas körnig und unangenehm knusprig im Mund. ;-) 

Kürbis aus dem Ofen Kürbis aus dem Ofen

Für 2 Portionen “Kürbis aus dem Ofen” braucht ihr: 

  • 2 kleine Sweet Dumpling Kürbisse 
  • 1 kleinen Hokkaido
  • 4 EL Olivenöl
  • Salz und Pfeffer zum abschmecken
  • ca. 100 g Cashew Kerne

Den Ofen auf 200° C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Die Kürbisse gründlich waschen, vierteln und die Kerne – mit einem Löffel oder der Hand – heraus holen. 

Das Fruchtfleisch in mundgerechte und nicht zu dicke Stücke zerteilen. 

Die Stücke in eine ofenfeste Form legen und mit 4 EL Olivenöl begießen. Etwas Salz und Pfeffer dazu geben und die Zutaten gut miteinander vermengen. 

Bei 200° C Ober- und Unterhitze für ca. 20-25 Minuten in den schon vorgeheizten Ofen stellen. 

In der Zwischenzeit die Cashew Kerne, in einer Pfanne ohne Öl, vorsichtig anrösten. 

Die Cashew Kerne vor dem Servieren über den Kürbis geben. 

Wer mag, der serviert noch einen Dip aus (Soja-)Quark und frischen Kräutern dazu. 

Ich wünsche euch einen wunderschönen Tag und lasst es euch schmecken! :-)  

Konsum als Trost und der Weg hinaus

Hallo ihr Lieben,  heute las ich bei Jenni von “Mehr als Grünzeug” den Beitrag “Wie sich meine Beziehung zum Besitz verändert hat”. Ein wunderbarer Beitrag, den ich euch sehr ans Herz legen möchte. 

Dieser Beitrag, der ist nicht nur wunderbar zu lesen, der hat in mir auch wahre Stürme ausgelöst. Die Gedanken rotierten und machte neben Reisen in die Vergangenheit auch Reisen in die Zukunft. Reisen in denen ich visualisierte, was sich in meinem Leben noch ändern soll, Reisen in denen ich final begriff WO mein Problem in Bezug auf den Konsum schon immer lag.

All about “Konsum”.

Und dann fing ich an zu schreiben, denn das Thema Konsum, das umgibt uns. Seit dem wir alle denken können, dreht sich in unserem Leben enorm viel um Konsum. 

Ob es der tägliche, oder wöchentliche Einkauf von Lebensmitteln ist, die Shoppingtour in die Stadt “Nur mal gucken.” und man kommt heim mit vier vollen Tüten. Der interessierte Gang in die Drogerie um zu sehen “Was es denn für Neuheiten gibt, nur mal gucken.” (und die Produkte, die man dann natürlich unbedingt braucht). Die Zeitschriften, die im Regal lauern und laut rufen “Kauf mich und lies mich nie, aber ich hab die schönsten Bilder”. 

Was geh denn jetzt  gerade in eurem Kopf vor? Denkt ihr “Oh Gott, erwischt?!”, ja dann geht es euch wie mir. Sich selbst zu reflektieren ist schon Fluch und Segen gleichzeitig. Denn obwohl ich, gerade im letzten Jahr, schon so viel geändert und reflektiert hatte, gibt es jetzt wieder Dinge die zurück gekommen sind. Sich hinterrücks eingeschlichen haben, oder ganz neu aufgebrochen sind. 

Konsum

Zurück in die Vergangenheit.

Ich erinnere mich daran, dass ich als Jugendliche, zusammen mit einer Freundin, einmal im Monat, los zog, ab in die Stadt zum shoppen. Beide mit je 20 Mark ausgestattet. Ich war zu dem Zeitpunkt sehr nach Schnäppchen und Hauptsache viel und günstig aus, mein Leitspruch war “Lieber viele Teile, als zu wenig.” Woher ich diese Einstellung hatte? Ich habe keine Ahnung, wirklich. Es war nicht so, dass ich sagen könnte “Die Mama hat es so gemacht.” Denn dem war nicht so. 

Konsum als Trost.

Allerdings, ich betrachtete Konsum als Trost und Lob zugleich. Mir etwas zu kaufen, das tröstete mich ungemein und gleichzeitig belohnte ich mich damit. Für was auch immer. 

Meine Freundin hingegen, die kam oft mit 15 Mark im Geldbeutel zurück. Sie war es gewohnt mit Hintergedanken und Bedacht einzukaufen, sie brauchte diese Art des Trostes nicht.

Damals fiel mir das gar nicht so bewusst auf, heute denke ich mir “Hättest du dir mal etwas von ihr abgeschaut.” 

Denn mein Verhalten, das zog sich ziemlich weit in mein Leben hinein. Ich hatte lieber meine Beutel mit Klamotten voll, als mal darauf zu achten, dass ich Dinge mit Bedacht und Wert einkaufen würde. Ich brauchte viel Zeug um mich herum. Ob es Bücher, Klamotten, Deko oder was auch immer war. Ich brauchte all diese Dinge, um mich einzuhüllen und wahrscheinlich auch um mich zu “schützen”. 

Konsum als Schutz.

Dieses Verhalten brach erst auf, als ich mich schlussendlich gar nicht mehr schützen musste. Als ein Schicksalsschlag dazu verhalf, dass ich keine Angst mehr haben brauchte. Meine Seele heilte nach und nach, ich kaufe kaum noch neue Dinge, dafür viele alte Dinge z.B. auf Flohmärkten. Ich betrachte es als “Nicht so schlimm, ist ja alt und gebraucht.” und kaufte auch dort wieder zu viel, denn unbewusst suchte ich nun wohl den Schutz in den “früher war alles besser” Sinnbildern. 

Mir war nicht bewusst, dass sich der Konsum einfach nur verschoben hatte. Er war nicht weg, er war einfach nur woanders, in einer Ecke, in der ich ihn als “gar nicht so schlimm” betrachtete. 

Erst als meine Seele vollständig heilte, ich anfing mich wirklich und vor allem ehrlich zu reflektieren, verstand ich WAS genau da eigentlich schief lief in meinem Verhalten. Zu diesem Zeitpunkt verstand auch meine Seele, dass sie keinen Besitz brauchte um sich zu schützen oder sich wohl zu fühlen. Es lief wirklich gut. 

Konsum

Alles RAUS…

Ich räumte aus. Verkaufte, verschenkte, warf weg. Ich minimierte mein Leben um gut 50 %. Ich brauchte diesen freien Raum wie die Luft zum atmen, am Liebsten hätte ich 90 % aus dem Haus gebracht. Nur, da muss man dann auch mal neutral reflektieren, das wäre sinnlos gewesen.

Doch dann kam diese unsäglich doofe Zeit im letzten Jahr. Ich fing wieder an – mehr unbewusst als bewusst – zum Trost und auch aus Trotz zu konsumieren. Hier ein Buch (was immer noch auf dem Stapel liegt), dort eine Zeitschrift (die ich nie las) und auch mein Vorhaben nur noch wenige Kleidungsstücke zu kaufen, das drohte zu scheitern. Teils auch daran, dass ich mich zeitweise (auf Grund meiner Magenprobleme) so unwohl fühlte, dass sich das natürlich auch morgens beim anziehen bemerkbar machte. Nichts saß so wirklich (ich nahm wieder stark zu, da ich zeitweise außer Nudeln und weißem Brot nichts essen konnte), nichts gefiel so wirklich und ich wollte nur noch “NEU NEU NEU, alles neu.” Ich wollte austauschen und es gab nur noch wenige Dinge in meinem Leben, die ich im letzten Jahr wirklich behalten wollte. Dazu zählten mein liebster Mann, mein Beruf, meine Freunde und meine Familie. 

Und dieses Gefühl, das hält ein wenig an. Ich habe in den letzten Monaten nicht sehr bedacht konsumiert, viel nach Gefühl gekauft und wenig darauf geachtet, ob ich es denn wirklich brauchen würde. (Trotzdem, es lief alles weitaus weniger schlimm, als die Jahre zuvor.)

Trotzdem gab und gibt es jetzt einen entscheidenen Vorteil.  Ich weiß mich zu reflektieren, ich habe das blöde Spiel meiner Seele endgültig durchschaut und kann aktiv dagegen angehen. 

Und (das finde ich arg wichtig), ich kaufe schon lange nicht mehr billig um zu kaufen, das hat sich enorm verlagert. Das macht es vom Grundding her aber nicht wirklich besser.

Yeah, du kannst mich mal du doofes Konsumverhalten! 

Konsum

Wie ich mich diesmal wieder auf die Spur bringe? Mit einer Konsumauszeit im Februar (zu der mich die liebe Romy  von “Zu den Wurzeln” animiert hat).

Mehr Infos und meine Regeln für diese Zeit, die folgen schon bald und ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mich im Februar aktiv begleiten werdet. Vielleicht habt ihr Lust dabei zu sein und selbst auch aktiv mitzumachen? 

Und die wichtigste Frage, wie seht ihr denn euer persönliches Konsumverhalten? Kennt ihr diese Trostkäufe? Berichtet mir gern in den Kommentaren, ich bin gespannt was ihr so zum Thema Konsum zu sagen habt!