Archiv der Kategorie: Konsumferien

Konsumferien – 2. Woche –

Hallo ihr Lieben,

herzlich Willkommen in der zweiten Wochen der Konsumferien. Wie ist es euch ergangen? Habt ihr etwas, in Bezug auf den Konsum, erlebt, was ihr gern los werden möchtet?

Schreibt eure Gedanken doch gern in die Kommentare. :-) 

In dieser zweite Woche war mein Thema u.a der „Über-Konsum“. Denn Konsum ist ja nicht nur die Tatsache, dass man Dinge einkauft, sondern auch etwas, was wir täglich tun.

Wir konsumieren Soziale Medien, das Internet generell, Süßigkeiten, Erlebnisse etc. pp. 

Mein Über-Konsum ist das Thema „Baden“. Verdammte Axt, ich liebe es zu baden und wenn ich ganz ehrlich bin, ich tue es fast täglich.

Baden, mein Laster…

Baden hat sich für mich als „Auszeit“ vom Tag entwickelt. Es ist meine Form der Entspannung. Und auch wenn diese Form der Entspannung sehr schön ist, sie ist weder nachhaltig, noch umweltverträglich, noch in irgendeiner Weise „grün“. 

Es ist ja nicht nur der Wasserverbrauch, sondern auch die Tatsache, dass es für mich so super „normal“ geworden ist. Abends fix in die Badewanne, gar kein Problem. Manchmal nutze ich das Wasser auch ausgiebig und verweile min. 1 Stunde in der Wanne, aber an anderen Tagen bin ich nach 15 Minuten wieder aus ihr heraus. Völlig Quatsch und das ist mir mehr als bewusst. 

Konsumferien

Wie könnten diese Konsumferien also besser gefüllt werden, als mit der Aufgabe „Nur noch einmal in der Woche baden.“?  Ja, für mich ist das echt eine Aufgabe, denn ich muss für mich diese Routine neu füllen, sie in meinem Kopf umprogrammieren. 

Als ich am Montag mein letztes – tägliches – Bad nahm, war ich ein wenig wehleidig. Es wäre gelogen, wenn ich das nicht zugeben würde. 

Zum Ende der Woche stellt ich – ein wenig deprimiert – fest, dass ich doch 3 mal gebadet hatte. Warum? Ganz einfach, Bauch- und Rückenschmerzen (gleichzeitig) auf Grund meiner Periode, dazu extremes Einmuckelverhalten (auch auf Grund meiner Periode) und vor allem die typische „man ist es ja so gewohnt“ Einstellung. Auf ganzer Linie versagt, all diese „Probleme“ hätte ich auch anders lösen können. 

Daran werde ich in der nächsten Woche weiter arbeiten und höre jetzt auf mir weiter Vorwürfe zu machen. 

500 Euro, mal eben weg…

Ansonsten habe ich, fallt jetzt bitte nicht vom Stuhl, knapp 500 Euro für meine Firma ausgeben müssen. Mir ist z.B. eine Festplatte kaputt gegangen, neue Visitenkarten mussten bestellt werden etc. pp. Nur, das ist eben mein Business, das Geld muss ich ausgeben um wieder neues Geld zu verdienen und vor allem um meine Qualität halten zu können. Von daher teilweise unschön ungeplant, aber notwendig. 

Die Sache mit dem Kleiderschrank…

Natürlich – wie hätte es anders sein können – ging mir (schön als Paradebeispiel) ein Kleidungsstück kaputt. Und natürlich ein Teil, welches ich wirklich ersetzen musste, weil ich es sehr oft trage. Ein neues langes Unterhemd musste her. Davon habe ich auch nicht mehr viele, genau genommen 2 Stück. Nach meinem große Ausmisten im letzten Jahr, bin ich mit meiner Kleidung sehr hart vorgegangen und habe lediglich die Teile behalten, die ich wirklich regelmäßig trage. So viele waren das nicht. 

Nun, das neue Hemd musste gekauft werden und ich fand ein schönes, in guter Qualität, sogar um 50 % reduziert. Allen anderen Teilen widerstand ich. Auch wenn ich hier und da schaute und auch einmal in die Hand nahm. Ich kaufte nichts.

Was mir dabei aber enorm auffiel war, dass ich in den nächsten Monaten auf jeden Fall meinen Kleiderschrank überarbeiten muss. Denn ich stellte, nicht zum ersten Mal, fest, dass ich mich in meinen Kleidungsstücken kaum noch wohl fühle. Stil, Passform etc. irgendwie ist es unrund und ich fühl mich einfach nicht gut damit.

Ein Teil meines Kleiderschranks beim Mädchenflohmarkt.

Diesen „Überarbeitungs-Plan“ habe ich damit gestartet, dass ich einige Dinge zum Verkauf online gestellt habe. Einige Kleidungsstücke habe ich auch schon in eine „Spende ich“ Tüte gesteckt, andere wiederum muss ich demnächst noch bügeln und dann auch zum Verkauf vorbereiten. Erst danach werden neue Kleidungsstück einziehen und der Kleiderschrank einmal um 180°C gedreht werden. Weiter wird aber gelten „Es kommt nur rein, wenn es wirklich getragen wird.“ 

Bis dahin sammele ich übrigens auf einer „must have“ Liste Ideen und auch gezielt Kleidungsstücke. Wenn die mir im März immer noch gefallen, dann werde ich sie kaufen. 

Guter und schlechter Konsum…

Nebenher unterhielt ich mich mit einer Freundin über „guten und schlechten Konsum“, irgendwie unterscheide ich immer öfter danach. Meine Freundin nahm es sich selbst ein wenig übel, dass sie in letzter Zeit viel zum Essen mit Freunden verabredet war und nur noch wenig daheim aß. Dem gegenüber stand aber, dass sie sich – jetzt im Winter – einfach oft auch sehr einsam allein daheim fühlte und sonst kaum Geld für „unnötige“ Dinge ausgab. Ist es also wirklich ein schlechter Konsum sich mit Freunden zum Essen zu treffen? Dabei glücklich zu sein und sich wohl zu fühlen? Natürlich, man könnte nach Hause einladen und es wäre nicht nötig essen zu gehen, aber sollte man sich manche Freuden nicht auch einfach gönnen?

Ich weiß nicht wie ihr es seht, aber für mich zählt das zum „guten Konsum“.

Solltet ihr euch ansehen…

…wenn ihr euch für das Thema Lebensmittelverschwendung interessiert.

Ein erschreckender Fakt: 313 Kilo Lebensmittel werden PRO SEKUNDE aussortiert und weggeworfen. Mir blieb kurz der Mund offen stehen.

Ihr Lieben, auch wenn diese Woche nicht so ganz DAS war, was ich mir erhofft hatte, ich habe wieder enorm viel für mich selbst mitgenommen. Viel über mich selbst gelernt und darüber warum ich etwas konsumiere, wie ich es konsumiere.

Und diese Woche hat mich zu dem Entschluss gebracht, dass ich von heute bis zum Freitag nichts, aber wirklich gar nichts kaufen werde. Auch keine Lebensmittel.

Konsumferien

Ich werde in dieser Woche aufbrauchen, Reste verwerten und einfach mal den Luxus des „nichts kaufen müssen“ genießen. Zumindest hoffe ich sehr, dass ich nicht in die Verlegenheit kommen werden. 

Mal sehen, was diese Woche so bringt. :-) 

Konsumferien – 1. Woche –

Konsumferien Woche 1 – 01.02 – 05.02.2017

Der 1. Tag der Konsumferien fängt damit an, dass ich mein gesamtes Kameraequipment einpacke, zum Nikon-Servicepoint nach Norderstedt fahre und schon vorab davon ausgehe, dass es diesmal teuer werden wird. Mich tröstet nur, dass eine meiner Kameras ein Versicherungsschaden sein wird, da sie mir vor ein paar Tagen herunter gefallen ist.

Der Check&Clean Termin bei Nikon ist immer Segen und Fluch gleichzeitig. Segen, weil danach alles wieder strahlt und einwandfrei funktioniert. Fluch, weil es bisweilen teuer werden kann, wenn kleine Schäden nicht mehr in die Garantie oder Kulanz fallen. 

(Mittlerweile habe ich den Kostenvoranschlag vor mir liegen und musste fast laut lachen, als ich eine Summe von 122 Euro sah. Noch einmal Glück gehabt!) 

Nun den, es gehört nicht zum Konsum, es gehört zu meiner Firma und meiner Arbeit. Es sind Kosten, die dazugehören und nicht unnötig anfallen.

Nach der Abgabe meiner Schätze, mache ich mich mit meiner Freundin Tina auf nach Hamburg. Besser gesagt in die Europapassage. Innenstadt. Mein persönlicher Albtraum. Diese vielen Menschen, das Gedränge… Dinge, die mir einfach immer wieder zu viel sind. 

Heute geht es allerdings, zumindest für eine Stunde. Tina erledigt ihre Dinge und ich stöbere hier und da. Zwei Produkte fallen mir in die Augen, die ich tatsächlich brauche bzw. demnächst eh nachkaufen möchte. Mein Shampoo von Lush und eine kleine 18-in-1 Naturseife von Dr. Bronner`s. Die Seife brauche ich nicht unbedingt sofort, aber ich wasche mit ihr gern mein Obst und Gemüse und ich konnte sie schon seit Wochen nicht nachkaufen, weil es sie hier einfach nirgends gibt.   Konsumferien

Geht das klar? Absolut, das waren Dinge, die ich regelmäßig gebrauche und die schlichtweg nachgekauft wurden. :-) 

Geärgert habe ich mich allerdings, dass ich bei Lush nicht schnell genug reagierte, als die Verkäuferin die Seife verpackte. Darauf hätte ich gern verzichtet. 

Ausgeben habe ich für diese beiden Produkte: 12,94 Euro

Konsumfalle Smoothieregal 

Der pure Konsum hat mich allerdings erwischt, als ich völlig k.o. nach dem Essen (und vor allem von diesen vielen Menschen!) bei „Boussi Falafel“ (gespeist wurde inkl. Getränk für 6,10 Euro) kurz zu Rewe huschte um nach einem bestimmten veganen Käse zu suchen.

Mich erwischte er eiskalt am Smoothieregal, da komme ich so unfassbar schlecht vorbei. Gerade in so (für mich) stressigen Situationen, mit einem Süßhunger nach dem Mittag.

Nun ja, ein Smoothie musste mit. Die 1,69 Euro haben sich nicht gelohnt. Lecker war er nicht. 

Mir fiel wieder stark auf, dass es so viel einfacher wäre, wenn man sich auf so einen Tag etwas vorbereiten würde. Eine kleine Flasche Wasser und ein süßer Snack passt ja eigentlich in jede Handtasche, ich bereute wirklich sehr, dass ich daran nicht dachte. 

Früher gab es mal Zeiten, da bin ich nie ohne Wasser und einen kleinen Snack los. Das war nicht nur günstiger, sondern auch enorm praktisch. 

Den gesuchten „Käse“ fand ich sehr schnell, dazu landeten noch zwei Avocados auf dem Band. Beide schlussendlich nicht zu gebrauchen. Ich hätte es besser wissen müssen, denn sie waren im Angebot. Leider ist das selten die beste Ware. Beide fühlten sich sogar gut an und wiesen unter ihren Nöpseln eine schöne grüne Farbe auf. Nur eine war komplett braun, die andere innen komplett hart.

1,58 Euro im Müll. Juhu…

Raus aus dem Stress…

Als wir Hamburg den Rücken kehrten, da war ich enorm froh. Je näher wir der Heimat kamen um so entspannter wurde ich auch wieder. Ein kurzer Stopp in der Domäne Fredeburg, für einen geplanten Einkauf, brachte mir dann final meine Entspannung zurück. 

Kosten dieses Einkaufs: 18,05 Euro

Konsumferien

Mir fiel – während der Autofahrt und einiger Gespräche mit Tina – sehr auf, dass ich, trotzdem auch ich manchmal unnütz konsumiere, doch nicht der typische Konsumtyp bin. Ich mag es nicht zu shoppen. Ehrlich, es gibt für mich kaum schlimmeres. 

Es gibt Tage, an denen ich mal schön stöbern kann, auch mal was außer der Reihe finde und daran dann auch echt Spaß habe. Im Grundding aber find ich shoppen doof. Ich mag es nicht durch überheizte und zu laute Geschäfte zu drängen und ich mag es schon dreimal nicht, dass man ständig angerempelt wird. 

Geht euch das auch so, oder steh ich damit fast allein da? 

Aber ich konsumiere unnötige Dinge bzw. konsumiere die Dinge über. Dazu werde ich aber in der nächsten Woche mehr schreiben.

Die nächsten zwei Tage verliefen relativ ruhig, es stand viel Homeoffice an und der Besuch von ein paar Freunden. Wir trafen uns – nicht wie sonst – im Restaurant sondern bei mir daheim und ich kochte für uns. Es war deutlich gemütlicher und auch noch viel leckerer. 

Einzig der Freitagabend fand in einem Restaurant statt, allerdings war dieser Besuch schon etwas länger geplant und galt auch der Unterstützung eines örtlichen vegetarisch-veganen Restaurants. Dieses öffnete nämlich zum ersten Mal am Abend die Pforten und wir genossen köstliche Burger mit Ofengemüse.

Kosten hierfür: 20 Euro pro Person inkl. Burger, Getränk, Nachtisch und Trinkgeld 

Einkaufen mal wieder anders…

Konsumferien

Ich kaufe schon seit einiger Zeit wieder deutlich bewusster ein als z.B. im letzten Jahr. Ich verbrauche unsere Vorräte und lasse sehr wenig wirklich verkommen. Das gefällt mir enorm gut, es fühlt sich tatsächlich sehr angenehm an die Dinge wirklich zu verbrauchen.

Dazu bin ich in der Küche wieder kreativer geworden und probiere einfach aus. Meist klappt das sehr gut. ;-)

Seit dieser Woche schreibe ich auch wieder einen Essensplan und muss gestehen, dass mir das etwas schwer fällt. Es fällt mir nicht schwer die Ideen zu finden, aber es fällt mir schwer den Plan einzuhalten. Das wird nächste Woche hoffentlich etwas besser.

Der Wochenendeinkauf fiel diesmal relativ klein aus und ich reiße mich – ganz bewusst – sehr zusammen nur die Dinge zu kaufen, die auf dem Zettel stehen. Ich gebe lediglich 28,45 Euro aus, die Rechnungen der letzten Samstage belief sich eher auf 50 – 70 Euro.

Vor allem bei den frischen Lebensmitteln muss ich einmal durchatmen und denke mir „Nein, da ist noch genug zuhause. Erst mal aufessen.“ (Am Donnerstag kam unserer Biokiste und war gefüllt mit lauter leckeren Dingen. Kosten hierfür 19,10 Euro.) 

Die wunderschöne Mango, die mich nebenher so laut ruft, ich lasse sie liegen. 

Und lauf noch einmal zurück um sie zu holen. Dreh wieder um und lass sie doch da. Eine schöne reife Mango liegt eh noch daheim im Obstkorb.

Alles in allem war die erste Woche doch ziemlich entspannt, weder habe ich das Gefühl, dass ich etwas versäumt hätte, noch das Gefühl, dass ich irgendwo unbedacht gewesen wäre. Immerhin. 

Wir werden sehen, was die nächste Woche bringt. 

PS: Diesen informativen Beitrag zum Thema „Konsum“ solltet ihr euch ansehen. Auch deswegen, weil die wunderbare Santa und Anna von FindingSustainia zu sehen sind! 

Konsum als Trost und der Weg hinaus

Hallo ihr Lieben,  heute las ich bei Jenni von „Mehr als Grünzeug“ den Beitrag „Wie sich meine Beziehung zum Besitz verändert hat“. Ein wunderbarer Beitrag, den ich euch sehr ans Herz legen möchte. 

Dieser Beitrag, der ist nicht nur wunderbar zu lesen, der hat in mir auch wahre Stürme ausgelöst. Die Gedanken rotierten und machte neben Reisen in die Vergangenheit auch Reisen in die Zukunft. Reisen in denen ich visualisierte, was sich in meinem Leben noch ändern soll, Reisen in denen ich final begriff WO mein Problem in Bezug auf den Konsum schon immer lag.

All about „Konsum“.

Und dann fing ich an zu schreiben, denn das Thema Konsum, das umgibt uns. Seit dem wir alle denken können, dreht sich in unserem Leben enorm viel um Konsum. 

Ob es der tägliche, oder wöchentliche Einkauf von Lebensmitteln ist, die Shoppingtour in die Stadt „Nur mal gucken.“ und man kommt heim mit vier vollen Tüten. Der interessierte Gang in die Drogerie um zu sehen „Was es denn für Neuheiten gibt, nur mal gucken.“ (und die Produkte, die man dann natürlich unbedingt braucht). Die Zeitschriften, die im Regal lauern und laut rufen „Kauf mich und lies mich nie, aber ich hab die schönsten Bilder“. 

Was geh denn jetzt  gerade in eurem Kopf vor? Denkt ihr „Oh Gott, erwischt?!“, ja dann geht es euch wie mir. Sich selbst zu reflektieren ist schon Fluch und Segen gleichzeitig. Denn obwohl ich, gerade im letzten Jahr, schon so viel geändert und reflektiert hatte, gibt es jetzt wieder Dinge die zurück gekommen sind. Sich hinterrücks eingeschlichen haben, oder ganz neu aufgebrochen sind. 

Konsum

Zurück in die Vergangenheit.

Ich erinnere mich daran, dass ich als Jugendliche, zusammen mit einer Freundin, einmal im Monat, los zog, ab in die Stadt zum shoppen. Beide mit je 20 Mark ausgestattet. Ich war zu dem Zeitpunkt sehr nach Schnäppchen und Hauptsache viel und günstig aus, mein Leitspruch war „Lieber viele Teile, als zu wenig.“ Woher ich diese Einstellung hatte? Ich habe keine Ahnung, wirklich. Es war nicht so, dass ich sagen könnte „Die Mama hat es so gemacht.“ Denn dem war nicht so. 

Konsum als Trost.

Allerdings, ich betrachtete Konsum als Trost und Lob zugleich. Mir etwas zu kaufen, das tröstete mich ungemein und gleichzeitig belohnte ich mich damit. Für was auch immer. 

Meine Freundin hingegen, die kam oft mit 15 Mark im Geldbeutel zurück. Sie war es gewohnt mit Hintergedanken und Bedacht einzukaufen, sie brauchte diese Art des Trostes nicht.

Damals fiel mir das gar nicht so bewusst auf, heute denke ich mir „Hättest du dir mal etwas von ihr abgeschaut.“ 

Denn mein Verhalten, das zog sich ziemlich weit in mein Leben hinein. Ich hatte lieber meine Beutel mit Klamotten voll, als mal darauf zu achten, dass ich Dinge mit Bedacht und Wert einkaufen würde. Ich brauchte viel Zeug um mich herum. Ob es Bücher, Klamotten, Deko oder was auch immer war. Ich brauchte all diese Dinge, um mich einzuhüllen und wahrscheinlich auch um mich zu „schützen“. 

Konsum als Schutz.

Dieses Verhalten brach erst auf, als ich mich schlussendlich gar nicht mehr schützen musste. Als ein Schicksalsschlag dazu verhalf, dass ich keine Angst mehr haben brauchte. Meine Seele heilte nach und nach, ich kaufe kaum noch neue Dinge, dafür viele alte Dinge z.B. auf Flohmärkten. Ich betrachte es als „Nicht so schlimm, ist ja alt und gebraucht.“ und kaufte auch dort wieder zu viel, denn unbewusst suchte ich nun wohl den Schutz in den „früher war alles besser“ Sinnbildern. 

Mir war nicht bewusst, dass sich der Konsum einfach nur verschoben hatte. Er war nicht weg, er war einfach nur woanders, in einer Ecke, in der ich ihn als „gar nicht so schlimm“ betrachtete. 

Erst als meine Seele vollständig heilte, ich anfing mich wirklich und vor allem ehrlich zu reflektieren, verstand ich WAS genau da eigentlich schief lief in meinem Verhalten. Zu diesem Zeitpunkt verstand auch meine Seele, dass sie keinen Besitz brauchte um sich zu schützen oder sich wohl zu fühlen. Es lief wirklich gut. 

Konsum

Alles RAUS…

Ich räumte aus. Verkaufte, verschenkte, warf weg. Ich minimierte mein Leben um gut 50 %. Ich brauchte diesen freien Raum wie die Luft zum atmen, am Liebsten hätte ich 90 % aus dem Haus gebracht. Nur, da muss man dann auch mal neutral reflektieren, das wäre sinnlos gewesen.

Doch dann kam diese unsäglich doofe Zeit im letzten Jahr. Ich fing wieder an – mehr unbewusst als bewusst – zum Trost und auch aus Trotz zu konsumieren. Hier ein Buch (was immer noch auf dem Stapel liegt), dort eine Zeitschrift (die ich nie las) und auch mein Vorhaben nur noch wenige Kleidungsstücke zu kaufen, das drohte zu scheitern. Teils auch daran, dass ich mich zeitweise (auf Grund meiner Magenprobleme) so unwohl fühlte, dass sich das natürlich auch morgens beim anziehen bemerkbar machte. Nichts saß so wirklich (ich nahm wieder stark zu, da ich zeitweise außer Nudeln und weißem Brot nichts essen konnte), nichts gefiel so wirklich und ich wollte nur noch „NEU NEU NEU, alles neu.“ Ich wollte austauschen und es gab nur noch wenige Dinge in meinem Leben, die ich im letzten Jahr wirklich behalten wollte. Dazu zählten mein liebster Mann, mein Beruf, meine Freunde und meine Familie. 

Und dieses Gefühl, das hält ein wenig an. Ich habe in den letzten Monaten nicht sehr bedacht konsumiert, viel nach Gefühl gekauft und wenig darauf geachtet, ob ich es denn wirklich brauchen würde. (Trotzdem, es lief alles weitaus weniger schlimm, als die Jahre zuvor.)

Trotzdem gab und gibt es jetzt einen entscheidenen Vorteil.  Ich weiß mich zu reflektieren, ich habe das blöde Spiel meiner Seele endgültig durchschaut und kann aktiv dagegen angehen. 

Und (das finde ich arg wichtig), ich kaufe schon lange nicht mehr billig um zu kaufen, das hat sich enorm verlagert. Das macht es vom Grundding her aber nicht wirklich besser.

Yeah, du kannst mich mal du doofes Konsumverhalten! 

Konsum

Wie ich mich diesmal wieder auf die Spur bringe? Mit einer Konsumauszeit im Februar (zu der mich die liebe Romy  von „Zu den Wurzeln“ animiert hat).

Mehr Infos und meine Regeln für diese Zeit, die folgen schon bald und ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mich im Februar aktiv begleiten werdet. Vielleicht habt ihr Lust dabei zu sein und selbst auch aktiv mitzumachen? 

Und die wichtigste Frage, wie seht ihr denn euer persönliches Konsumverhalten? Kennt ihr diese Trostkäufe? Berichtet mir gern in den Kommentaren, ich bin gespannt was ihr so zum Thema Konsum zu sagen habt!