Die 7 Regeln der Gastfreundschaft

Hallo ihr Lieben,

Ihr habt selbst gemerkt, dass es in diesem Jahr kaum Rezepte hier gab. Was ziemlich untypisch war, war einfach ein Produkt aus all dem drumherum. Daheim war nicht mehr daheim und das Essen an sich war, auf Grund meiner – über 6-monatigen – Magenschleimhautentzündung, auch nicht so das Wahre. Nun ja, ich sage jetzt ein letztes Mal, dass in diesem Jahr einfach zu viel schief lief und dann hake ich das Kapitel endgültig ab. 

Denn die schiefe Zeit ist vorbei und seitdem wir in unserem neuen Heim angekommen sind, flackert in mir wieder eine Flamme, welche in den letzten Monaten ziemlich klein war, enorm groß auf. Meine Gastfreundschafts-Flamme. Sie leuchtet, sie brennt, sie funkelt und strahlt. 

Der Appetit ist zurück. Manchmal ein wenig arg, aber nun ja. Winter und so. ;-) 

Ach und die Töpfe, sowie das Besteck und eine neue Pfanne sind zurück, fragt lieber nicht zu intensiv nach, aber im Zuge des Umzuges und der vorherigen Stimmung meinerseits ist viel…nun ja…weg.

Wir wollen nicht weiter darüber reden. 

Gäste im Haus, gar kein Graus sondern pure Liebe…

Ich liebe es ja Gäste zu bewirten, nicht jedes Wochenende und bitte auch nicht unbedingt 10 Leute auf einmal, aber ich liebe die kleinen feinen Runden, die Runden die mit lieben Freunden geplant werden. 

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Gerade jetzt zur Weihnachtszeit, wo wir – im besten Fall – mit unseren Familien und Freunden zusammen kommen, wird mir persönlich immer wieder ganz arg bewusst, welch Glück wir eigentlich haben. 

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Bei Kerzenschein, gutem Essen, wohligen Gerüchen und tief gehenden Gesprächen beieinander zu sitzen und über das Leben philosophieren. Genießen, in sich ruhen und lachen, bis der Bauch weh tut.

Mit einem Kribbeln im Bauch den Blick über den Tisch schweifen lassen, in den Augen der liebsten Menschen hängen bleiben und vor Glück fast platzen können. 

Ja, so geht es mir oft, wenn wir da so beieinander sitzen. 

Und wer schon einmal bei mir zu Besuch war, der kennt die jetzt folgenden, Regeln ganz sicher. 

Meine 7 Regeln der Gastfreundschaft: 

Nr. 1
Jeder Gast wird ausführlich, mit einem dicken Lächeln auf dem Gesicht und mit mindestens einer festen Umarmung begrüßt. Aber guten Freunden gibt man ja auch zwei oder drei oder…

Nr. 2
Dicke Socken oder Hausschuhe? Werde ich euch immer andrehen, kalte Füße werden bei mir nicht toleriert! Katzenschuhe sind allerdings der Gastgeberin vorbehalten! 

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Nr. 3
Ich bin in der Küche, koche und bereite alles vor und ihr sitzt am Tisch und erzählt mir lustige Geschichten. Wer helfen will wird, liebevoll aber bestimmt, zurück an den Tisch gebeten.

Mutti macht das schon! 

Nr. 4
Auch wenn ihr das immer denkt, dass ich extrem aufwendig für euch koche. Das tue ich gar nicht. Aber ich möchte euch natürlich das Beste servieren und dafür verbringe ich sehr gern ein paar Stunden mehr hinter meinen (nun auch ganz neuen und enorm schicken) Töpfen. 

Und mir macht es auch nicht aus, den Tisch und die Teller für euch schön herzurichten! Das ist Ehrensache und gehört für mich einfach dazu! 

gastfreundschaft_0004Hinter diesem Kochtopfset von Zwilling findet ihr mich*

gastfreundschaft_0001Auf euren Tellern findet ihr mein neues Besteck von Zwilling*. Ich mag das schlichte Design dieses Sets enorm gern.

Nr. 5
Wenn ihr ein kleine Geschenk auf eurem Teller findet, dann nehmt es so hin. „Das wäre doch nicht nötig gewesen“ kostet euch mindestens den Nachtisch. Mindestens! Es kann auch sein, dass ihr ein Ständchen vor der versammelten Truppe halten müsst. Also schweigen und genießen! 

Nr. 6 
Niemals werde ich euch bitten zu gehen, die Frage „Wie lange bleibt ihr denn?“ hat nichts damit zu tun, dass ich euch los werden möchte. Sie dient lediglich der Recherche, wie viel Zeit ich mit euch verbringen kann. Da wurde ich schon als Kind völlig missverstanden. 

Nr. 7 
Wenn mein Kopf, längere Zeit, auf dem Dessertteller verweilt, dann ist es Zeit zu gehen! Den Abwasch lasst ihr aber gefälligst stehen. Auch hier gilt: „Mutti macht das schon!“

Nr. 8 
Wer es bis hierhin geschafft hat, der geht nicht ohne Rezept heim, deswegen hier das Rezept für ein wunderbar schnelles und sehr leckeres Essen für 4 Personen.

Ingwer-Kürbis aus dem Ofen mit Dip

1 Kürbis – ca. 1 kg
1 fingerdickes Stück Ingwer
4 EL Olivenöl 
1 TL grobes Meersalz 

500 g (Soja-)Joghurt
1 Knoblauchzehe
1 Bund Koriander
etwas Salz 

Den Kürbis gründlich waschen, vierteln und entkernen und in Spalten schneiden. Die Kürbisspalten in eine ofenfeste Form legen, Salz und Olivenöl sowie den klein geschnittenen Ingwer dazu geben.

Die Kürbisspalten für ca. 40-45  Min. bei 180° C Umluft garen lassen. 

Den (Soja-)Joghurt in eine Schüssel geben. Die Knoblauchzehe schälen und sehr fein würfeln. Nun den Koriander vorsichtig waschen und klein schneiden.

Knoblauch und Koriander zum Joghurt geben und gut miteinander verrühren. Mit etwas Salz abschmecken.

dazu…

warmer Quinoa Salat 

300 g Quinoa 
1 kleine rote Zwiebel
2 rote (oder orange) Möhren
Olivenöl
etwas Zitronenabrieb 
Salz & Pfeffer

Den Quinoa nach Packungsangabe zubereiten. In der Zwischenzeit eine kleine rote Zwiebel und die Möhren schälen und in feine Würfel schneiden. 

Die Zwiebel in einer heißen Pfanne mit etwas Öl kurz anbraten und die Möhren dazu geben. 

Das Ganze für ca. 10 Minuten – auf kleiner Flamme – garen lassen. 

Den weichen Quinoa dazu geben, gut unterrühren und mit einem EL Olivenöl und etwas frischem Zitronenabrieb verfeinern. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und die Kerne eines halben Granatapfels unterheben. 

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Ich wünsche euch guten Hunger und würde mich sehr freuen, wenn ihr mir einmal erzählt, was für euch – als Gastgeber – besonders wichtig ist. :-) 

*In diesen Beitrag teile ich mit euch Produktempfehlungen, die im Zuge einer Kooperation mit der Firma Zwilling, bei mir einziehen durften. Ich stehe, ungekauft und bedingungslos, zu 100 % hinter diesen Empfehlungen.

18 Gedanken zu „Die 7 Regeln der Gastfreundschaft

  1. Jessy

    Bei Dir Gast zu sein war großartig! <3
    Vielen Dank noch mal für das leckere Essen (macht unbedingt den Dip nach, Freunde!) und deine Gastfreundschaft. :)

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  2. Vanessa

    Schön, dass es dir wieder besser geht. Ich ticke in der Gastfreundschaft wohl ähnlich wie du, ich koche gerne für meine Lieben und dann auch im All-Inklusive-Paket :D

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  3. Daniel

    Katzenschuhe! Hätte ich das doch nur vorher gewusst … Okay, du musst unbedingt nach Seoul reisen. Die Koreaner in Nord wie Süd haben ein totales Hausschuh-Faible. Da gibt es alles. A-L-L-E-S! Und erst recht die flauschigsten Katzenschuhe überhaupt :-O

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  4. Tanja

    Huhu Franzi 🙌

    Meine Gäste werden bei mir auch immer voll umsorgt und ausgestattet. König und so 😊
    Das wichtigste für mich als Gastgeberin aber ist, dass meine Gäste soviel essen dürfen wie sie möchten. Das mag für die Meisten wohl selbstverständlich sein, allerdings hatte ich es schon oft, dass ich bei bestimmten Leuten schon vorab gesagt bekommen habe, wieviel für jeden da ist.
    IST DAS NICHT SCHRECKLICH!!!? 😲
    Und deswegen ist mir das sehr wichtig und da verzichte ich auch selbst gerne mal, falls der ein oder andere Gast noch Appetit hat.
    Aber meist koche ich eh für 2 Personen mehr.

    Bei Dir, liebe Franzi, wäre Ich auch sofort gerne Gast und es ist schön zu lesen, dass Deine Gesundheit und Freude mit Deinem neuen Heim
    zurückgekehrt sind.
    Alles Liebe, Tanja 🎄

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  5. Sandra

    Ich habe gerne Gäste und da gibt es dann auch immer das volle Programm.
    Was ist als Gastgeber nicht so toll finde ist, wenn man etwas kochen möchte, die Gäste dann Zutaten mitbringen wollen. So Spezis habe ich in meinem Bekanntenkreis.

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  6. Tabea

    Also gebacken habe ich damals vor meinem Auszug im Sommer noch lieber – denn Mama hat immer gespült ;) Jetzt macht mir das Anschließende Spülen von Schüsseln, Rührhaken usw. so wenig Spaß, dass ich kaum noch backe… und nur so einfach wie möglich koche. Das Geschirr ist schon schlimm genug ohne Spülmaschine, da müssen nicht noch Töpfe und Schüsseln dazu kommen ;)

    Dass du nun aber wieder lieber Leute einlädst und auch kochst, freut mich sehr!

    An deinen Regeln sollte ich mir vielleicht auch mal ein Beispiel nehmen – meine Begrüßung fällt zu oft dürfitg aus und Schuhe oder Socken habe ich noch nie jemandem angeboten…
    Bei Kochen / Tisch decken etc. würde ich mir aber auch nicht helfen lassen wollen – und auch für Getränke ist meiner Meinung nach der Gastgeber zuständig und somit habe ich mir angewöhnt, allen immer Tee und Wasser anzubieten :)

    Rausschmeißen tue ich meine Gäste aber fast immer – zu langer Besuch stresst mich sehr und macht mich unglücklich, sodass ich die Zeit nicht mehr genießen kann. Dann bitte ich lieber die Leute, mich allein zu lassen und vereinbare vorher einen Endpunkt für den Besuch.

    Dein Essensvorschlag klingt spitze – das merke ich mir!

    Liebe Grüße

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  7. Claudi

    Haha, ich musste sehr lachen über „Wie lange bleibt ihr denn?” , denn das ist immer ds erste, was mich meine Mama fragt, wenn ich meine Eltern besuche :D
    Inzwischen hab ich mich dran gewöhnt, sie meint auch immer, dass sie sich halt drauf einstellen will. Aber am Anfang fand ich es immer etwas komisch ;) sie hat dann irgendwann erzählt, dass meine Oma sie immer genau dasselbe gefragt hat und sie sich dann dabei komisch vorkam.

    lg,
    Claudia

    p.s. das essen klingt und sieht natürlich auch sehr lecker aus !

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    1. Franzi Beitragsautor

      Hihi, wie herrlich, dass auch noch andere Menschen diese Frage stellen. Dann kann meine Mama sich endlich aufhören zu schämen *kicher* :D

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