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Noch ein Likör die Dame? Heißer Granatapfellikör

Heißer Granatapfellikör!?

Keine Sorge, ihr müsst nun nicht eure Likörflaschen im Ofen, auf der Heizung oder gar dem offenen Feuer lagern. Würde ich eh nicht empfehlen.

Aber heut gibt es ein Likörrezept, welches euch richtig einheizen wird, oder eben denen, die so ein Likörchen unter dem Weihnachtsbaum finden werden.

Nachdem der Orangen – Dattel Likör ja doch in die sehr süße Richtung geht, war mir als Gegenstück etwas „wilderes“ im Kopf.

Und so bereitete ich vor ein paar Tagen das Glas für den nächsten Liköransatz vor, gab Zucker und Granatapfel in eben dieses und begann dann meinen Blick durch die Küche schweifen zu lassen.

Dort lag eine einsame Chili und ein einsames Stück Ingwer. Warum eigentlich nicht? Könnte man ja einfach mal probieren.

Gesagt getan. Ingwer und Chili mit ins Glas geworfen. Sah toll aus. So von den Farben und allem. Kurz gewartet. Durchgeatmet und Schnaps drauf. Wird schon schief gehen.

Granatapfellikör

Heißer Granatapfellikör – ca. 1 Liter

700 ml Korn oder Wodka
2 kleine oder 1 großen Granatapfel
1 kleiner Finger langes Stück Ingwer
1 kleine rote Chili
250 g Kandis

1 Glas mit Verschluss 

Füllt den Kandis in ein großes verschließbares Glas.

Den aufgeschnittenen Granatapfel, den in Stück geschnittenen Ingwer und 1 kleine rote Chili dazu geben.

Granatapfellikör

Mit Korn oder Wodka auffüllen, an einem netten nicht zu hellen Ort in der Küche platzieren und das Glas täglich einmal schwenken.

Den Ansatz nun min. 4 Wochen stehen lassen, danach durch ein Sieb abgießen und in saubere und schöne Flaschen füllen.

Ach und an die, die die Finger nicht vom Likör lassen können:
LASST DIE PFOTEN VOM ANSATZ sonst ist Weihnachten nix mehr über! :-P :-D

vegane Soljanka / Kindheitsessen

Ihr Lieben,

sicher erinnert ihr euch noch ans letzte Jahr und das vegane Ragout fin, oder? Nachdem ich es damals gekocht hatte, kam der liebste Mann auf die Idee, dass wir doch auch einmal so eine richtige Soljanka kochen könnten, natürlich vegan. Die Idee war geboren, die Zeit und die Lust die fehlte.

Nun aber hab ich es endlich geschafft und die vegane Soljanka ist gekocht und der Duft zieht durchs Haus. Hmmmmm, lecker.

Ich glaube viele von euch kennen Soljanka auch aus ihrer Kindheit, oder? Gerade in der osteuropäischen Küche war und ist sie sehr, sehr, sehr beliebt und traditionell wird sie eigentlich immer mit Kraut zubereitet.
In meinem Rezept findet ihr kein Kraut, Kraut war mir persönlich einfach zu viel des Guten, aber wer mag, der gibt einfach eine gute Handvoll Sauerkraut zur Soljanka. :-)

Auch für mich unvorstellbar, die Soljanka wurde – gerade in der DDR – als Vorspeise serviert.
Ich muss gestehen, ich war nach einem Teller dieses köstlichen Eintopfs satt bis obenhin, bei mir zählt sie also eher zu den Hauptspeisen. ;-)

vegane Soljanka

Für ca. vier Portionen feinster veganer Soljanka braucht ihr:

2 rote Paprika
2 Möhren
1 mittlere Gemüsezwiebel
2 Knoblauchzehen
150 g saure Gurken plus Sud (ca. 200 ml)
1 vegane „Fleischwurst“ – alternativ 200 g Räuchertofu
2 EL Tomatenmark
3 EL Ajvar
600 ml Gemüsebrühe
2 TL Soljankagewürz (mit Lorbeer, Paprika etc. zu finden u.a. im Gewürzkontor Mölln)
2 TL neutrales ÖL

Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und zerkleinern.

Paprika waschen und in Würfel schneiden. Die Möhren schälen und in Scheiben schneiden.

Saure Gurken abtropfen lassen (Sud auffangen) und mundgerecht zerkleinern.

Eine vegane „Fleischwurst“ würfeln.

In einem Topf 2 EL ÖL erhitzen lassen. Zwiebeln, Knoblauch und „Fleischwurst“ dazu geben und leicht anbräunen lassen. Ajvar und Tomatenmark unterrühren und kurz anrösten lassen.

Mit dem Sud der sauren Gurken nach und nach ablöschen.

Die geschnittene Paprika, Möhren, saure Gurken und die Gemüsebrühe dazu geben.

Die Soljanka nun ca. 30 Minuten auf kleiner Flamme / Stufe köcheln lassen und zwischendurch mit dem Soljankagewürz abschmecken. (Wer kein Gewürz zur Hand hat, der legt von Anfang an noch ein Lorbeerblatt dazu und schmeckt mit Paprika, Salz und Pfeffer ab, wird auch lecker *g*)

vegane Soljanka

Für die Optik, aber auch den Geschmack gebt ruhig noch einen Klecks (veganen) Sauerrahm auf die Soljanka.

Lasst es euch schmecken! :-)