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Einkaufen mit dem Gemüseregal: Domäne Fredeburg

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Hallo ihr Lieben,

na, wie leer sind denn eure Schränke nach meinem letzten Beitrag „Minimalismus für Anfänger“ schon? Ich bekam tatsächlich einige Mails, in denen mir erzählt wurde, dass man nach dem Post tatsächlich die Motivation gefunden hatte um endlich zu entrümpeln. Das freut mich arg, denn euch zu motivieren war auch mein Anliegen. :-) 

Heute nehme ich euch wieder mit zum Einkaufen. Wo ich am Liebsten einkaufe, dass wissen die Meisten von euch ja schon. Die Domäne Fredeburg, nahe Ratzeburg, ist mein kleines Paradies und wer sie noch nicht kennt, der kann u.a. in diesen Beiträgen: 

einen kleinen Einblick in diesen wundervollen Ort gewinnen. Falls ihr mal in der Nähe seid, haltet dort unbedingt an. Es lohnt sich immer. Allein schon um ein paar Minuten Auszeit zu genießen.

Heute standen einige frische Produkte auf meinem Plan, denn diese sind in den letzten Tagen ausgegangen und für mich ist es immer ein Graus keine frischen Lebensmittel im Haus zu haben.

In der domäne Fredeburg landete im Korb: 

  • rote Beete
  • Möhren
  • Brot (Dinkelwolke)
  • Salat
  • Saatgut (rote Beete) 
  • Grünkohl
  • dicke Bohnen im Glas
  • Pastinake
  • Fenchel
  • Birnen

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Ich freu mich schon sehr auf die kommende Gartensaison und kaufe deswegen schon nach und nach wunderbares Saatgut (immer von Demeter).  In diesem Jahr ist rote Beete (ach, wer ahnte es… *g*) ein großes Thema in meiner Planung und ich bin sehr gespannt, wie sie sich in meinem Garten macht.

 

20 Euro – eine Woche – wie viel Bio und Nachhaltigkeit ist möglich?

Ihr Lieben,

seit zwei Wochen geht es im Hause Gemüseregal hoch her, wir rannten durch die Märkte, haben Preise notiert, verglichen, die Haare gerauft, verzweifelt drein geschaut und dann eben doch eine Lösung gefunden. Wofür? Das erkläre ich euch jetzt. :-) 

Vor etwa zwei Wochen, gab es in meinem „Stammforum“ eine Diskussion zum Thema Sparen. Irgendwann im Laufe der Diskussion ging es darum, dass eine Userin demnächst nur noch 15 – 20 Euro in der Woche übrig hat für Lebensmittel. Vorher lebte sie auf einem hohen Standart, hat viel Bio bzw. Demeter konsumiert und steht nun natürlich vor der Frage „WAS ist überhaupt noch machbar?“ 

Tja, und ich wollte es auch wissen. 

Wie viel Bio ist für 20 Euro in der Woche möglich?
Was ist drin, was nicht?
Wie fühlt es sich an so abhängig von einem bestimmten Budget zu sein? 
Kann man ausgewogen und gesund leben, mit einem gewissen Anspruch an die Lebensmittel und die Nachhaltigkeit eben dieser? 

Wie oben erwähnt, ich plante und wusselte die letzen zwei Wochen von A nach B, schrieb Preise auf, verglich, entschied wo ist Bio nötig, wo nicht. Wie weit komm ich überhaupt? 

Heraus kam, dass mein Einkauf deutlich teuer als 20 Euro war. Zack, der erste Rückschlag. Ich saß verzweifelt auf dem Sofa und rechnete heraus, rechnete herein und kam zu keiner Lösung.

Der liebste Mann von allen, hatte diese Lösung aber parat; es ist nicht schlimm wenn der Einkauf über 20 Euro geht, die Frage ist WAS genau verbrauche ich in dieser Woche? Denn nicht alle Lebensmittel werde ich aufbrauchen und das kann ich mir wiederum einfach heraus rechnen und so kann es dennoch sein, dass ich zwar für mehr als 20 Euro eingekauft habe, am Ende der Woche aber tatsächlich etwas unter 20 Euro oder nur gering drüber heraus kommen kann und eben schon Lebensmittel für die (fiktive) nächste Woche habe . Juhu.

So mache ich es nun, ich schreibe die Kosten der Tage einzeln auf. Genau so wie es die liebe Rosa Wolff in ihrem Buch Arm aber Bio!* gemacht hat. (Übrigens eines meiner liebsten Bücher, welches ich jedem nur als Herz legen kann) 

Heraus gerechnet habe ich auch Zucker, Salz und ein paar Grundgewürze (Pfeffer, Zimt), gerade diese Dinge halten viiiiiel länger und das jetzt in eine Woche Selbstversuch hinein zu rechen, ich gestehe, der Aufwand wäre so enorm…puuuh und wenn wir es realistisch betrachten, jemand der in die Situation kommt nur mehr 20 Euro in der Woche zum leben zu haben, der hat – in den meisten Fällen – doch auch noch ein paar Vorräte. Deswegen, Zucker etc. werde ich nicht einzeln nennen, da ich sie eh nur in minimalen Mengen verwenden werde. :-) 

Nun zum Einkauf; hier die Liste der Einkäufe, die ich getätigt habe. 

Bio bzw. Demeter: 
1 Weißkohl 640 g –  1,44 Euro
2 Bananen 220g – 0,54 Euro
2 Zwiebeln 90 g – 0,25 Euro
Rosenkohl 140 g – 0,83 Euro
2 Orangen 360 g – 0,99 Euro
1 Steckrübe 330 g – 0,75 Euro
Möhren 512 g – 1,00 Euro
1 Stange Poree 110 g – 0,40 Euro 
Tomatenmark 1 Glas – 0,99 Euro
Brühwürfel – 0,99 Euro
Tofu 250 g – 1,39 Euro
Soja Drink natur 1 Liter – 0,99 Euro
Sojajoghurt 400 g – 1,69 Euro
Pasta (Dinkel) 500 g – 1,19 Euro
Kräutertee 20 Beutel – 1,15 Euro
Haferflocken 500 g – 1,19 Euro
Milchreis 500 g – 1,25 Euro
Backmischung Dinkelbrot – 3,49 Euro (reicht für zwei Brote) 

nicht bio 
Deutsche Äpfel 1,5 kg – 1,99 Euro
Deutsche Kartoffeln 610 g – 0,75 Euro (nicht auf dem Bild zu sehen, ich hab sie vergessen *g*) 
Alsan Margarine 250g – 0,79 Euro
Graupen 250 g – 0,59 Euro
Datteln 200 g – 0,99 Euro
passierte Tomaten 500 ml – 0,35 Euro
weiße Bohnen 720 g – 1,29 Euro
Grafschafter Sirup (nicht auf dem Bild) 450 g – 1,49 Euro 

gesamt: 28,76 Euro 

Einkauf (1 von 1)

Ihr seht, ein ganzes Stück über den 20 Euro drüber. Mal sehen, ob sich das im Laufe der Woche irgendwie heraus rechnet und wo ich ggf. mehr oder weniger verbrauchen werde. 

Für euch werde ich täglich Tagebuch führen, die aktuellsten Beiträge werde ich jeden Abend gegen 21 Uhr online stellen. Ich werde euch berichten ob ich satt bin, ob es überhaupt so möglich ist die geschätzten 2000 kcal (Durchschnittswert) täglich zu erreichen und ob ich das Gefühl habe, dass mir etwas fehlt (mein Obst- und Gemüseverbrauch ist sonst wirklich deutlich höher).

Fakt ist schon jetzt; das Planen kostet eine Menge Nerven. Gestern Abend war ich kurz davor das Projekt abzublasen, weil ich mich schon da völlig in meinem Alltag gehemmt fühlte und es mich nervte, dass ich in dieser Woche nicht spontan sein kann. (Für mich die Hölle auf Erden *lach*). Trotzdem, ich möchte wissen wie es sich anfühlt mit weitaus weniger Geld als wir es sonst zur Verfügung haben, gut und so ausgewogen wie möglich zu essen. 

Und vielleicht möchte ich mir selbst und auch anderen Beweisen, dass es eben möglich ist. Das man bei kleinem Budget mit ein bisschen Fantasie eben nicht die billigste Fertigpizza oder fertige Nudelgerichte kaufen muss, sondern sich wirklich gut ernähren kann. 

Beim Schreiben dieser Zeilen, fällt mir wieder ein, dass ich vor über 10 Jahren – in Ausbildungszeiten – oft auch nicht mehr als 20 Euro die Woche zur Verfügung hatte. Ob es immer so super geklappt hat, ich erinnere mich nicht mehr daran, was ich aber weiß ist, dass mein Speiseplan schon damals sehr vegetarisch war (obwohl ich zu dem Zeitpunkt wirklich sehr gern Fleisch gegessen habe).

Fleisch war einfach nicht drin.

Außer Freitags, da bin ich zum Bioloaden um die Ecke und habe mir 100 g Hackfleisch, 1 Zwiebel und 4 Kartoffeln gekauft und habe mir damit zwei kleine Buletten, Kartoffelpüree und gebratenen Zwiebeln gemacht. Ehrlich, das war damals mein kulinarisches Highlight und ich hab es geliebt und mich jede Woche aufs neue darauf gefreut. 

Nur, das ist 10 Jahre her und neben den Preisen hat sich auch meine Ernährung sehr geändert, ich bin gespannt welches Fazit ich am Ende der Woche ziehen werde. 

Eure Anregungen sind mir in dieser Woche immer gern willkommen, ich freue mich riesig auf Kommentare von euch und enorm viel anregenden Austausch. :-) 

1000 liebe Grüße,
Franzi :-) 

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