Mein Leben ohne die Pille – endlich abgesetzt

Ihr Lieben,

für mich beginnt gerade eine „große“ Zeit.

Ich habe meine Pille abgesetzt.

Nach knapp 18 Jahren. Wer diese Zahl sieht, der ahnt, dass es dabei ggf. nicht mal darum geht, dass der Mann und ich jetzt zum Nachwuchs übergehen. Denn das ist definitiv nicht der Fall. 

18 Jahre sind einfach zu viel. 18 Jahre sind mehr als mein halbes Leben.

Ich kenne meinen Körper nicht mehr ohne Hormone. Als meine Periode begann, begann für mich ein wahrer Albtraum. Schmerzen, zu starke Blutungen, das ganze Programm.

Mein damaliger Frauenarzt verschrieb mir mit 14 Jahren die Pille, hauptsächlich damit ich mein Leben – während der Periode – irgendwie halbwegs überstehen konnte. Soweit so schlecht, denn eine wirkliche Aufklärung, wie es hätte anders gehen können, die gab es damals nicht. 

Und ich nahm sie. Sie war bequem und damals auch irgendwie ein bisschen cool. Vor allem als es später um das Thema Verhütung ging. Neben den Kondomen war es, vor allem als junge Frau, doch angenehm einen weiteren Schutz zu haben. Ach und wie wunderbare es war, dass mein seine Regel einfach mal verschieben konnte, – SOMMER ich komme – was soll ich da mit einer Regelblutung? Ich sag ja, es war eine bequeme Geschichte. 

Mein Leben ohne die Pille

doppelte Hormone.

Vor einigen Jahren bekam ich die Diagnose „Schilddrüsenunterfunktion“, ab diesem Tag musste ich, zusätzlich zur Pille, auch am Morgen Hormone zu mir nehmen.

Meine Ärzte gingen mit dem Thema entspannt um „Ist gar kein Problem.“, aber in mir drin machten sich Bauchschmerzen breit. War es wirklich so „entspannt“, dass man dem Körper so viele Hormone zuführte? Wie richtig konnte es sein? Aber gut, ich merkte – zuerst – keine wirklich Veränderung und die Ärzte würden schon recht haben…

Die Sache mit meinem Gewicht.

Als ich damals die ersten Tabletten für meine Schilddrüsen nahm, da war ich sehr sicher, dass ich: „Ab jetzt mein Gewicht wieder in den Griff bekommen würde“.

Tja, nur leider passierte eher das Gegenteil. Ich nahm immer weiter zu. Um abzunehmen musste ich so wenig essen, dass es für mich schon zum Drahtseilakt wurde. Also aß ich lieber weiterhin normal. Und nahm dabei zu. 

In guten Phasen hielt ich mein Gewicht dann auch mal über eine ganze Zeit. 

Seit einigen Wochen denke ich immer intensiver darüber nach, ob das alles nicht mit all diesen Hormonen der Pille zusammen hängen kann. Mein Körper ist Dauerschwanger und wenn man da mal 1 und 1 zusammen zählt…

(Natürlich, mir ist bewusst, dass man in den wenigsten Fällen „einfach so zu nimmt“, aber Dauerschwanger macht schon etwas mit einem und ständige Heißhungerattacken sind in meinem Leben leider völlig normal geworden, ohne, dass ich das wirklich gut im Griff hätte.)

Von sämtlichen anderen Risiken der Pille will ich gar nicht erst anfangen, ich hab mich zeitweise (allerdings zurecht) völlig verrückt damit gemacht

Jetzt reicht es.

Das Bauchweh wurde immer größer und der Wille „Nach dem nächsten Blister setz ich die Pille ab.“ immer stärker. Und doch hat es doch bis heute gedauert. Denn, wie löst man sich von etwas, was sooooo bequem ist? Nicht ganz so einfach, aber als die Entscheidung fiel, da war ich wirklich froh und gleichzeitig unfassbar aufgeregt. 

Denn wie gesagt, ich kenne meinen Körper ohne die Pille nicht mehr. Ich habe keine Ahnung wie es sein wird. Ich weiß nicht, wann ich meine Periode wieder bekomme, wie die Schmerzen sein werden und wird die Blutung wieder so stark wie früher? 

Ich freue mich darauf meinen Körper wieder kennenzulernen, ihn bewusst zu erleben und zu spüren. 

Es ist schon eine aufregende Reise und auf die möchte ich euch, in den nächsten Monaten, gern ab und an einmal mitnehmen. Falls euch das Thema überhaupt interessiert!? 

Mein Leben ohne die Pille

Eine absolute Leseempfehlung, auch und vor allem um seinen Körper und die Menstruation noch ein wenig besser zu verstehen, ist das Buch „Ebbe & Blut“ von Luisa Störmer und Eva Wünsch** aus dem GU Verlag*.

Mein Leben ohne die Pille

Ein modernes und sehr weibliches Buch, welches kein Blatt vor den Mund nimmt und offene Fragen einfach und frei von der Seele weg beantwortet. Ein Buch, welches bei jeder (!) von uns im Regal stehen sollte. 

*Das Buch wurde mir vom GU Verlag kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank.
**Afilliate Link

 

70 Gedanken zu „Mein Leben ohne die Pille – endlich abgesetzt

69 Kommentare

  1. Heike

    Liebe Franzi,
    ich gratuliere dir zu der Entscheidung und deinem Entschluss!
    Meine Geschichte ist ähnlich. Mit 14 bekam ich das erste Rezept für die Pille, wegen unerträglicher Schmerzen und Akne. Meine Probleme schienen auf wundersame weise gelöst! Irgendwann mit Anfang 30 habe ich dann angefangen zu hinterfragen, was ich da eigentlich mit meinem Körper mache. Ich ernähre mich sehr gesund, lebe vegan, mache viel Sport und achte auf genügend Schlaf. Und dann überhäufe ich meinen Körper mit Hormonen, so dass er gar nicht mehr normal funktionieren kann. Da war für mich der Moment gekommen die Pill abzusetzen. Das habe ich ein halbes Jahr durchgehalten, da die Akne mit voller Wucht wieder kam und auch die Schmerzen wieder da waren. Unter der Akne litt ich so stark, dass ich dann in meiner Verzweiflung wieder zur Pille griff, die aber nicht mehr half. Eine sehr gute Heilpraktikerin behandelte mich dann und ich wagte auch den erneuten Versuch die Pille abzusetzen. Ich bin nun seit zwei Jahren frei von Hormonen, meine Haut ist abgesehen von den Narben wunderbar und die Schmerzen sind komplett weg. Auch ein halbwegs regelmäßiger Zyklus hat sich nach etwa einem Jahr eingestellt.
    Ich drücke dir die Daumen, dass die Umstellung bei dir ohne große Probleme verläuft. Es ist übrigens ein tolles Gefühl sich endlich wieder richtig als Frau zu fühlen!
    Liebe Grüße
    Heike

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    1. Franzi Beitragsautor

      Ach liebe Heike, hab Dank für deine Worte und deinen „Erfahrungsbericht“, ich bin tatsächlich ziemlich nervös und hab so ein bisschen Schiss, was da jetzt so auf mich zu kommt :D

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  2. Jessy

    Hey liebe Franzi,

    Ich bin jetzt seit fast einem Jahr Pillenfrei und bei mir lief die Unstellung relativ problemlos. Ich habe aktuell immer noch lange Zyklen von teilweise über 40 Tagen und auch wieder Regelschmerzen, allerdings nicht so schlimm wie in meiner Erinnerung.
    Meine Haut ist etwas schlechter geworden, aber das kann auch am Schokoladenkonsum liegen.
    Insgesamt war es eine wirklich gute Entscheidung. Ich habe festgestellt, dass ich langsam erst lerne wie mein Körper überhaupt funktioniert, das habe ich mit der Pille ja gute 13 Jahre einfach unterdrückt!
    Ich bin auf deine Erfahrungen sehr gespannt :)

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  3. Simone

    Liebe Franzi,
    fühle dich gedrückt und viel Spaß dabei deine wirkliche Weiblichkeit wieder zu entdecken. Ich habe es im Herbst 2015 gemacht und bereue es keine Sekunde. Es ist am Anfang nicht einfach bis sich die Mens wieder eingespielt hat und auch dann wieder in der Richtigen Regel kommt. Aber alleine das hat mir schon gezeigt mit was für einem Schrott man sich da alle Jahre voll gepumpt hat…
    Es ist ein ganz heikles Thema…wir sind jetzt alt genug für so was zu tun. Aber ob man es den jungen Mädels heute ohne zumuten kann bin ich trotzdem nicht wirklich sicher…
    Hab einen wunderbaren Sonntag!
    Drück Dich! Mone :)

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    1. Franzi Beitragsautor

      Oh liebste Mone, hab 1000 Dank für deine Worte. Ich drück dich fest zurück und wir irre schön ist es, dass auf einmal so viele Frauen umdenken? Wahnsinn!

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  4. Anna

    Hallo liebe Franzi,

    ich finde das Thema sehr spannend – ich habe eine sehr ähnliche Situation und schlage mich mit den gleichen Gedanken rum. Vielen Dank fürs Teilen, ich werde neugierig mitlesen :)

    Viele Grüße
    Anna

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    1. Franzi Beitragsautor

      Liebe Anna, ach wunderbar, ich bin gespannt, was das alles bei dir auslösen wird. Halt mich gern mal auf dem Laufenden :)

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  5. Jette

    Ich verstehe dich so gut! Ich hab die Pille mit 16 verschrieben bekommen, „weil man das so macht“. Ich hatte keinen Freund, keine besonders schlimmen Schmerzen, keine Akne – trotzdem gabs die Pille. Ist das nicht blöd? Wieviele vollkommen gesunde Menschen ihren Körper mit Hormonen belasten? Ich habe diese Praxis zum ersten Mal nach der Schwangerschaft mit meinem Großen hinterfragt. Ich fühlte mich nämlich so anders ohne die Pille. Jetzt nach drei Kindern stellt sich bei uns nun allerdings die Frage nach adäquater Verhütung – und wirklich weiter gekommen bin ich noch nicht. Die Pille kommt für mich nicht mehr in frage, wusstest du, dass sie in Verdacht steht altzheimer und Depressionen auszulösen? Andere hormonbasierte Versionen ebenfalls nicht. Kondome mögen wir nicht, die Spirale ist doch ähnlich belastend wie Hormone (ist ja auch ein Fremdkörper). Ich lande immer wieder bei NFP, damit muss ich mich richtig auseinander setzen. Und seinen Körper gut kennenlernen… Ach ja und zum Thema Regel verschieben, nutzt du eine Menstruationstasse? Ich mag meine ja sehr gern, steht nur grad stillbedingt ungenutzt herum. Früher oder später brauch ich sie aber wieder – ich freu mich quasi schon drauf 😊 LG Jette

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    1. Franzi Beitragsautor

      Liebste Jette, die Tassen nutze ich schon seit vier Jahren und liebe sie heiß und innig. Denk dir hier jetzt ganz viele Smilies mit Herzen in den Augen *g*

      Und ja die Verhütung, das ist schon so ein Thema. Wir sind da auch noch nicht so richtig weiter, bzw. müssen da echt mal ran. :/

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  6. Emmi @ emmiscookinside.blog

    Hallo Franzi,
    Du hast eine tolle Entscheidung gemacht. Auch ich habe vor genau zwei Jahren damit aufgehört, die Pille zu nehmen. Ich hatte vor 12 Jahren die Pille abgesetzt, damit ich schwanger werde und bin Mama geworden. Habe nach der Schwangerschaft dann aber wieder damit angefangen.
    Fühlte mich aber damit lange nicht wirklich wohl und habe mich entschlossen endlich mit über 40 die Pille abzusetzen. Der Zyklus hat sich jetzt eingependelt und ich fühle mich damit sehr gut.
    Bin gespannt, wie es Dir dann weiterhin damit gehen wird.
    Lieben Gruß,
    Emmi

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  7. Andrea

    Liebe Franzi,

    Hatte grad schon auf Insta geschrieben, dass ich selbst 2012 die Pille abgesetzt habe. Ich bekam sie mit 13 oder 14 verschrieben, weil ich massive Probleme mit meiner Periode hatte. Mein Kopf hat sich so gewehrt gegen das Frauwerden, also fand mein FA es richtig, meinen erwachsenden Körper mit Hormonen Vollzupumpen. Aufgehört habe ich, als ich anfing, Suizidgedanken zu bekommen. Bei meiner Recherche fand ich andere Frauen, denne es auch so ging. Nach dem Absetzen dauerte es ein bisschen und dann hab ich mich gefühlt, als sei ich aus einem langen Traum aufgewacht (weiß nicht, ob Du mit Harry Potter vertraut bist, aber ungefähr so wie aus dem Imperius-Fluch aufzuwachen 😅). Plötzlich war meine Gefühlswelt nicht mehr Einheitsbrei, sondern es gab Höhen und Tiefen! Fast zeitgleich bin ich auf eine Menstruationstasse umgestiegen und hab angefangen, meine Weiblichkeit neu zu entdecken. Wie funktioniert dieser Zyklus und wieso etc. Hatte dann nach ca 6 Monaten schon einen eingependelten Körper, der gefühlt Party gemacht hat, vor lauter Freude über das neue Lebensgefühl 😅 Inzwischen bin ich schwanger und kann für mich sagen, dass das was die Pille mit mir gemacht hat, ein Verbrechen an mir war. Was uns die Pille vorgaukelt, ist winfach nur abnormal 😔
    So das war jetzt ein Romankommentar, aber das ist so ein wichtiges und emotionales Thema, ging nicht anders.
    Alles Liebe
    Andrea

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    1. Franzi Beitragsautor

      Liebste Andrea, hab Dank für deinen „Romankommentar“ *lach* Ich danke dir wirklich sehr, dass du deine Erfahrung mit mir teilst. <3 Die Harry Potter Vorstellung hat mich gerade mächtig zum Schmunzeln gebracht. :D

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  8. Carla

    Ein toller Beitrag :) Ich wünsche dir eine möglichst sanfte Übergangszeit und dass es dir ohne wirklich besser geht! Die doppelte Hormongabe ist sicher nicht einfach für den Körper. Ich hab künstliche Hormone auch hinter mir gelassen, definitiv die beste Entscheidung für mich.
    Weil du’s auf Facebook geschrieben hast: Kupfer ist mir auch etwas unheimlich, u.a. wegen der Wirkweise und meinen ohnehin fiesen Regelschmerzen… Ich bin mit NFP (sensiplan) jetzt sehr zufrieden.
    Liebe Grüße
    Carla

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  9. Siggi

    Liebe Franzi, ich finde es toll, dass du deine Erfahrungen öffentlich teilst, und werde dies gespannt verfolgen.

    Ich selbst habe die Pille nie genommen, weil mein Wunsch nach Natürlichkeit und Unabhängigkeit von einer Dauermedikamentation stärker waren. Also habe ich als Teenager alle möglichen Bücher über Verhütung gelesen und mich sachkundig gemacht. War damals gar nicht so einfach, ohne Internet. Unsere Stadtbücherei hat mir gute Dienste geleistet und ich habe mich da durch das Regal durchgearbeitet. Die damalige feministische Literatur (Frauenoffensive) hat mich bestärkt. Die Anschaffung eines Spekulums gehörte dazu und Anleitung zur Selbstuntersuchung. Na, auf jeden Fall entschied ich mich für die Temperaturmethode. Nach einigen Monaten wusste ich, dass mein Zyklus so regelmäßig ist, dass ich von den täglichen Messungen sogar abgehen konnte und nur noch an den kritischen Tagen gemessen habe. Bei mir hat die Methode alle die Jahre über funktioniert.
    Natürlich war das Leben mit den „Tagen“ nicht immer so toll: In jungen Jahren hat mir das Prämenstruelle Syndrom jeden Monat 1-3 Tage „versaut“. Aber auf die Idee, das mit der Pille „wegzumachen“, wäre ich nie gekommen. Anders wäre es aber vielleicht gewesen, wenn ich gravierende Probleme gehabt hätte, wie einige von euch hier schildern.
    Liebe Grüße an alle in die Runde!

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    1. Franzi Beitragsautor

      Liebe Siggi, ich hätte es auch gern anders gehabt, aber leider bin ich damals ggf. nicht so an die richtige Person geraten und bei mir stand ja anderes im Vordergrund als die Verhütung. Vielleicht wäre es anders gewesen, wenn es so gewesen wäre. Wer weiß. Aber nun kann ich es heute einfach endlich besser machen :)

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  10. michaela

    Eine sehr gute Entscheidung!
    Meine Geschichte klingt ähnlich: Mit 15 angefangen wegen unerträglicher Schmerzen und wahnsinnig heftigen Blutungen während der Mens. Welch ein Segen, es war genauso toll, wie du beschreibst. Nur leider nicht in den monatlichen Pausen, denn dann kam die Migräne. Irgendwann bekam ich dann sogar die 3-Monats-Spritze. Aber die Mens überhaupt nicht mehr zu bekommen, war so unnatürlich.
    Nach ungefähr 14 oder 15 Jahren habe ich die Hormone dann endlich abgesetzt.
    Leider war das bei mir alles nicht so leicht. Die Mens wurde wieder sehr stark, die Schmerzen auch (an den zwei schlimmsten Tagen bis zu 2400 Ibuprofen) und um diese Zeit herum entwickelte sich dann auch mein Hashimoto. Auch die Migräne lässt mich bis heute nicht in Ruhe. Aber ich habe sie nicht mehr jedes WE.
    Aber um nichts in der Welt, möchte ich wieder die Pille nehmen, denn das ist es, was meine Frauenärztin mir dann als Lösung empfiehlt.
    Es gibt andere Wege. Ich lese derzeit zwei ganz wichtige Bücher: Die Homron-Revolution von Michael Platt und die Hormon-Kur von Sara Gottfried. Und bei beiden fällt es mir wie Schuppen von den Augen! Ich möchte jede Seite unterschreiben und könnte heulen, wenn ich mir klarmache, wie viele Jahre ich schon diese Probleme mit mir rumschleppe. Diese Bücher kann ich dir nur empfehlen.
    Aber ich wünsche dir von Herzen, dass sich alles gut einspielt! Hör auf deinen Körper!

    Antworten
    1. Franzi Beitragsautor

      Liebe Michaela, danke, danke, danke für die Empfehlungen der Bücher, die schau ich mir auf jeden Fall an. Ich wünsche dir alles, alles Liebe <3

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      1. michaela

        Achja, was wirklich auch hilfreich ist, um den Zyklus besser kennenzulernen, ist die App „Clue“. trotzdem meine Mens sehr unregelmäßig ist, kann ich sie damit viel besser überblicken, als händisch notiert.

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  11. esther

    ich finde es auch ein spannendes thema. danke :).
    ich habe sie erst mit 24 genommen und vorher hat sie mir such keiner aufgedraengt (bin 41). ich hatte relativ starkenregelschmerzen bevor ich die pille nahm, aber nicht wirklich hautprobleme. dann habe ich sie zwischendrin mal wieder abgesetzt, habe aber sonstarke schmerzen gehabt, bei meiner regel, dass ich sie wieder genommen habe nach ein paar monaten.
    dann habe ich mit 34 eine lungenembolie u musste aufhoeren. habe dann eine spirale bekommen (kupfer) und wieder sehr starke schmerzen. es wurden dann irgendwann zysten gefunden mit verdacht auf endomatriose. das war es dann auch. die endomatriose loest extreme schmerzen aus. also, jeder, der starke schmerzen hat, sollte das mal checken lassen. wegen der endometriose, damit sie nicht schlimmer wird, nehme ich jetzt die visanne u habe dann innerhalb von 2,5 jahren 10 kilo zugenommen… habe irgendwann geschafft mit ww wieder abzunehmen (bin gerade wieder dran 😂), also war das zunehmen eine kombi aus dieser pille u zu viel futtern (das staendig futtern wollen kann natuerlich auch an der pille liegen :). ich kann sie nicht absetzen, dann wuchert die endo u ich habe schlimme schmerzen. heilung waere eine schwangerschaft… wenn klar ist, dass wir kein kind bekommen, setze ich sie ab u gucke dann mal… (es gibt unter 30 jaehrige, die sich einer total op unterzeihen, weil schmerzen unertraeglich).
    also, nochmal: ich habe mal einen arzt sagen hoeren, dass jede frau, die schmerzmittel nehmen muss gegen regelschmerzen, sollte zum arzt gehen, weil das nicht normal ist. u ihm ging es nicht darum, dass man dann einfach was verschreibt, sondern guckt, was nicht stimmt.
    lg, esther

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  12. Tanja

    Guten Morgen Franzi 🌞🌞🌞

    Eine tolle Entscheidung hast du da getroffen und ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass die Umstellung ohne Probleme über die Bühne geht.
    Ich nehme jetzt seit *jetzt muss ich rechnen…* fast 14 Jahren keine Pille mehr und das Absetzen hatte kein Durcheinander im Zyklus gebracht. Leider wurden die Schmerzen wieder unerträglich aber da habe ich jetzt auch eine Erleichterung für gefunden.
    Schüsslersalze, die heiße Sieben. Ich wollte es nicht glauben aber wenn ich zwei Tage vor meinen Tagen damit anfange, habe ich keine Schmerzen.
    Das ist so irre. Vielleicht hilft es dir ja auch falls du Aua haben solltest. Vielleicht hast du ja auch gar keins 😊
    Man fühlt sich so frei ohne diese Dinger. Schilddrüsenhormone muss ich leider auch nehmen aber damit kann ich leben. Denn die Hormone die ich mir dort zuführe fehlen meinem Körper ja und mit der Einnahme gleiche ich einen Mangel aus.
    Ich bin gespannt auf weitere Berichte und wünsche dir einen entspannten Übergang in die Pillenfreie Zeit.
    Sorge gut für dich 💜
    Liebe Grüße, Tanja 🌻

    Antworten
    1. Franzi Beitragsautor

      Danke liebe Tanja und danke für die Empfehlung mit den Schüsslersalzen. Ich werde jetzt mal schauen, wann und ob ich meine Regel überhaupt bekomme und beobachte dann mal :D

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    2. Heike

      Die heiße Sieben habe ich auch immer genutzt in der Zeit um die Periode, bis die Schmerzen dann irgendwann eigentlich komplett weg waren :-)

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  13. Claudi

    Hallo Franzi,

    ich habe die Pille vor etwa 2,5 Jahren auch nach lander Zeit abgesetzt, mir waren die Hormone zu viel und ich hatte das Gefühl, dass ich gar nicht mehr wusste, wie mein Körper „normal“ funktioniert.
    Ich hatte Angst, wieder starke Akne zu bekommen (mein primärer Grund für die Pille) und habe mir deswegen einen Blister aufbewahrt (ist aber nicht passiert, zum Glück) und gehofft, dass ich wieder etwas abnehme (ist nicht passiert, aber egal).
    Aber mein Körper funktioniert ganz wunderbar und ich habe euch endliche ein viel besseres Gefühl dafür, was in welchen Zyklus-Abschnitt passiert (ich messe Temperatur, da hat man dann einen guten Überblick) und finde es erschreckend, dass das vorher einfach gar nicht so war :/
    Ich wünsch dir viel Glück, dass sich bei der alles schnell einpendelt!

    lg
    Claudi

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  14. Cathy

    Liebe Franzi,
    ich finde es toll, wie offen du mit dem Thema umgehst. Ich selbst bin auch gerade im ersten Monat ohne Pille und seit dem ich mich mit der Problematik und Alternativen befasse, stoße ich immer wieder auf tolle Artikel, wie auch deinen, von starken Frauen. Man bekommt den Eindruck, dass allein die Entscheidung die Pille abzusetzen, einem eine Riesen Portion Selbstbewusstsein verpasst.
    Ich bin ganz gespannt, meinen Körper wieder neu zu erfahren und nicht mehr unter der hormonellen Kuppel zu stecken. Bin auch gespannt auf weitere Erfahrungen von dir. :-)
    Toller Buchtipp auch von dir. Das lässt mein Gestalterherz schon sehr höher schlagen und ich werde mir das in jedem Fall mal besorgen, wenn du den Inhalt so anpreist.
    Liebe Grüße
    Cathy

    Antworten
    1. Franzi Beitragsautor

      Liebste Cathy, du wirst riesige Freude mit dem Buch haben, versprochen! Es ist einfach wunderbar und wichtig. :-)
      Und das mit dem Selbstbewusstsein, da hast du sowas von Recht, ich habe das Gefühl ich blühe und blühe und blühe, so geistig, völlig neu auf. Irres Gefühl! :)

      Antworten
  15. Jenni

    Liebe Franzi,

    ach, ich beglückwünsche dich herzlichst zu deiner Entscheidung, wirklich!
    Ich bin den Schritt selbst auch vor über einem Jahr gegangen und bereue es keine Sekunde – ich bin weniger launisch, meine Haut ist besser geworden und es ist allgemein ein gutes Gefühl, nicht auf die doofen Hormone angewiesen zu sein bzw. sich andauernd freiwillig (das muss man sich mal wegtun! – jedenfalls war das bei mir so, weil man es ja nicht anders kennt und alle es so machen) damit vollstopft.

    Ich habe ja auch schon angemerkt, dass ich ebenfalls mal einen Artikel dazu schreiben möchte – aber zuerst steht ein neuerliches Check-Up an, bei dem ich auch die ein oder andere Frage ganz direkt meiner Ärztin stellen werde. Unter anderem: Warum habe ich nach anderthalb Jahren meine Tage noch nicht wieder bekommen?
    (Und ob ich die Antwort wissen will, weiß ich gar nicht so richtig.)

    Liebe Grüße und viel Kraft dir!
    Jenni

    Antworten
    1. Franzi Beitragsautor

      Oh Jenni, 1,5 Jahre? Wow…ich glaube die Antwort würde ich gar nicht so unbedingt wissen wollen. :-/ Herrje, ich hoffe sehr, dass sich das bald ändert für dich! Ich drück dich!

      Antworten
  16. Julia

    Liebe Franzi,
    ich habe die Pille auch knapp 15 Jahre genommen, vollkommen unreflektiert, was ich meinem Körper da eigentlich zumute. Um vielleicht eine weitere Dimension in die Diskussion zu bringen, meine ich, dass viele Eltern zu dieser Zeit sehr froh über die Pille waren, weil sie sich damit „sicher“ sein konnten, keinen schwangeren Teenager zu Hause sitzen zu haben. Wenn ich mich mit den Frauen in meinem Freundeskreis unterhalte, ist es so, dass uns allen vor 20 Jahren eingebläut wurde, nur nicht schwanger nach Hause zu kommen. Ich meine, dass sich das in meinem kinderlosen Freundeskreis widerspiegelt. Vielleicht tragen ja Posts wie Deiner und auch viele Beiträge im Social-Media-Universum zu einem Umdenken und einem kritischeren Umgang mit hormoneller Verhütung und dem Umgang mit jungen Menschen, die ihre Sexualität entdecken.
    Alles Liebe!
    Julia

    Antworten
    1. Julia

      Oh ja, das kenne ich. Das war der größte Horror – hörte man von Lehrer- und Elternseite. Wie viele Schwangerschaftstests ich schon gemacht habe aus reiner Panik heraus. Aber trotz aller Aufklärung hieß es immer nur: „Die Pille ist das Sicherste!“. Eine Auseinandersetzung mit dem Körper fand ja gar nicht wirklich statt bzw. wurde nicht als erstrebenswert vermittelt. „Hier, schluck. Dann ist alles super!“ Ob da die Pharmaindustrie einen gewissen Lobbyeinfluss genommen hat?? Ich finde es so interessant all Eure Kommentare (und natürlich Deinen Artikel, Franzi!) zu lesen. Wir sind viele, wie mir scheint ;-) PS: Interessant ist noch ein weiterer Aspekt (für Frauen wie mich Ü40): Was erwartet uns eigentlich in den Wechseljahren? Wer so lange die Pille nimmt, der hat ja quasi bis zur Bahre noch einen Zyklus. Willkommen im Jugendwahn!

      Antworten
      1. Franzi Beitragsautor

        Ach Julia, da sagst du was. Gestern Abend im Bett fragte ich mich auch, wie sich das mal auf die Wechseljahre etc. auswirken wird. :-/

        Antworten
  17. Anna

    Liebste Franzi,

    weißte was? Ich bin dabei. Danke fürs Aufrütteln. <3
    Blister ist leer.

    Knutsch dich!
    Anna

    Antworten
  18. Astrid

    Liebe Franzi,
    du hast eine sehr gute Entscheidung getroffen! Eine Entscheidung, die dein Leben definitiv verändern wird. Ich habe wie du eine Schilddrüsenunterfunktion und habe 6 Jahre parallel die Pille genommen. Die Pille habe ich insgesamt 14 Jahre genommen, die letzten 2 Jahre komplett durch. Letztes Jahr hatte ich sie endgültig abgesetzt und fühle mich tausendmal besser. Ständig hatte ich Migräne, meine Verdauung (Reizdarm) und mein Magen waren angegriffen. Ich habe mich einfach nur noch schlecht gefühlt. Seit dem ich die Pille abgesetzt habe, geht es mir so unfassbar gut. Verrückt, was ich da all die Jahre meinem Körper angetan habe….

    Antworten
    1. Franzi Beitragsautor

      Liebe Astrid, du sprichst den Magen an, das Problem habe ich ja auch enorm. Wenn das damit zusammenhängt, holla die Waldfee, dann habe ich echt einen grandiosen Schritt getan!

      Antworten
  19. Frauke

    Super! Das finde ich eine sehr gute, reiflich überlegte Entscheidung auf dem Weg zu einem besseren Körpergefühl! Ich habe die Pille vor mittlerweile 3,5 Jahren abgesetzt. Aus ähnlichen Gründen. Die Anfangszeit war übersät mit pubertären Pickeln, aber auch einem freieren Gefühl. Das lässt sich schwer beschreiben, ich fühlte mich mehr wie mich, ich fühlte meinen Körper viel klarer. Vielleicht verstehst du in ein paar Tagen was ich damit meine. Meine Regelblutung war gerade anfangs mal stärker, mal schwächer und pendelte sich dann aber auf ein schwächeres Maß ein, als ich es damals vor Pillenbeginn hatte (aber immer noch stark genug, also mehr als ich es von anderen Frauen höre). Doch das ist ok. Denn die Blutung dauert auch etwas kürzer. Leider habe ich seit etwa 1,5 Jahren immer eine Woche vorher starke Stimmungsabfälle. Die bekomme ich mittlerweile mit Fischölkapsel (also VIEL Omega3) etwas aufgefangen. Die Probleme mit den Regelschmerzen kenne ich zu gut! Ich glaube, da hatte ich dir schon mal unter einen anderen Post kommentiert (?!): mir hilft da Uzara. Das ist eine afrikanische Pflanze und das Präparat ist rein pflanzlich. Eigentlich soll man es bei unspezifischen Durchfallerkrankungen nehmen, aber hierbei wirkt es super! Einfach 2 ml des sehr bitteren Saftes nehmen, ordentlich Wasser hinterherkippen und etwa 10 Minuten warten. Herrlich, wenn die Entspannung einsetzt! Und das kann man ruhig auch mehrmals am Tag nehmen, wenn die Wirkung nachlässt.
    Viele meine Freundinnen haben übrigens auch die Pille abgesetzt und so einige Migräneprobleme lösten sich in Luft auf…
    Ich wünsche dir eine spannende kommende Zeit :-)
    Liebe Grüße, Frauke

    Antworten
    1. Franzi Beitragsautor

      Frauke meine Liebe, ja das hattest du schon mal erzählt, ich muss mir das endlich mal besorgen. :P :D
      Ich hatte übrigens, trotz Pille, IMMER starke PMS. Es verging kaum ein Monat ohne, ich hoffe das sagt mir nicht, dass es ohne Pille fast nicht erträglich wird. :P

      Antworten
  20. Tina

    Liebe Franzi,
    super, dass du dich „getraut“ hast diesen Artikel zu veröffentlichen.
    Ich selbst habe bis jetzt nie die Pille genommen (bin jetzt 27) , trotz Regelschmerzen und schlechter Haut. Und wenn ich all die Kommentare hier lese, bin ich auch sehr froh darum, dass ich das meinem Körper nicht zugemutet habe.
    Zumal mir meine Heilpraktikern letztes Jahr nach einer Blutuntersuchung sagte, dass meine Thrombozyten größer als normalerweise sind und ich dadurch ein erhöhtes Risiko für Thrombose habe und bloß keine Pille nehmen sollte. Auf diese Gefahr hätte mich wohl kein FA der Welt hingewiesen…

    Alles Gute für Dich und eine tolle Zeit mit neuem Körpergefühl :)

    Viele Grüße Tina

    Antworten
  21. Tabea

    Auch wenn hier schon soooo viele Kommentare sind, ich will dir auch noch eins da lassen, weil ich es so super finde, dass momentan so viele Menschen sich endlich gegen die Hormone entschieden. Ich habe das Anfang Januar ja auch getan…

    Erschrocken hat mich gerade, dass du die Pille so früh schon bekommen hast. Als ich damals mit sechzehn begann, sie zu nehmen, ging es immerhin wenigstens um Verhütung, auch wenn keine Frauenärztin da auch noch froh war, mir dadurch die Pickelprobleme zu mindern.
    Aber die Regelschmerzen sind bei mir davon auch nicht besser geworden… Hat die Pille bei dir wenigstens diesen Zweck erfüllt?

    Dass ich immer wusste, wann ich leiden muss, fand ich so toll… Nur deswegen habe ich auch die Pille noch ca. Ein halbes Jahr weiter genommen, obwohl ich die Nebenwirkungen da eigentlich schon zu verheerend fand.

    Nun bin ich gespannt, wann keiner Periode endlich ml wieder kommt. Meine Haut ist aber nach vier Monaten immer noch gut und abgenommen habe ich leider auch, allerdings kommt das wohl eher vom Stress.

    Auf deinen Weg hin ich nun wirklich gespannt und wünsche dir das Allerbeste!

    Liebe Grüße

    Antworten
    1. Franzi Beitragsautor

      Liebe Tabea, ja es hat mir damals enorm geholfen bei der Schmerzen und auch der Blutung an sich. Es war – so vom Prinzip her – damals auch gut. Ich hätte sie einfach nur niiiiemals so lange nehmen sollen.

      Antworten
  22. Alina

    Liebe Franzi,

    Hut ab vor diesem mutigen Schritt und ein ganz großes JA zu weiteren Posts zu diesem Thema, ich jedenfalls würde mich darüber sehr freuen.

    Ich habe die Pille mit 22 auch als bequeme Lösung bekommen, da mir während der Regel ständig übel war, mir schwarz vor Augen wurde und ich es manchmal nur auf dem Rücken liegend im abgedunkelten Zimmer ausgehalten habe. Ich war so froh über die schnelle Hilfe, dass ich es nie hinterfragt habe. Inzwischen sind es 5 Jahre, also noch nicht ganz so lang, aber gefühlt ist auch das schon zu viel.

    Seit einiger Zeit hole ich mir immer nur noch die Packungen für 3 Monate statt für 6, weil ich jedes Mal denke, dass ich sie eigentlich nicht mehr nehmen möchte. Aber bis jetzt fehlt mir eine vernünftige Alternative. In meinem Umfeld probieren der Zeit einige den Kupferball bzw. die Kupferkette aus. Aber hier sind mir die Meinungen zu gespalten um mich dafür zu entscheiden….

    Würde mich freuen zu lesen, wie es bei dir weiter geht
    Liebe Grüße, Alina

    Antworten
    1. Franzi Beitragsautor

      Liebe Alina, eine liebe Freundin von mir erzählte mir heute morgen etwas, bei dem ich mich endgültig und final gegen die Kupferkette entschied. Bei der Kupferkette wird nämlich nicht die Befruchtung verhindert, sondern lediglich die Einnistung des Eis. Rein ethisch für mich absolut keine Option. :(

      Antworten
  23. Katrin

    Liebe Franzi,
    ich musste gerade nachschauen und bin total erstaunt. Denn ich nehme die Pille nun seit 1. November 2013 nicht mehr. Das sind 3,5 Jahre! Und zwar 3,5 wundervolle Jahre, die ich gefühlstechnisch so intensiv erlebe, wie lange Zeit nicht mehr.
    Ich war total glücklich mit meiner Mikropille. Keine Periode -> Keine Schmerzen, keine Blutungen (von gelegentlichen Schmierblutungen abgesehen), nichts. Wunderbar.

    Nur ist mir nach dem Absetzen aufgefallen, dass „nichts“ auch heißt, den Körper nicht richtig zu erleben. Mir ist aufgefallen, dass ich mich meistens gleich gefühlt habe. Auf einem Monitor würde ich meine Gefühlswelt es als gerade Linie darstellen. Nun fühle ich mich. Meine Grundstimmung ist wesentlich besser, ich nehme schlechte Tage als solche wahr. Ich habe Emotionen. Und ich habe endlich wieder Lust Sex zu haben. Das hatte ich über Jahre kaum. Sex zwar trotzdem, aber eher, weil „es sein musste“, als tatsächlich Lust zu haben.

    Nach 3,5 Jahren kann ich alles in allem sagen, dass es die Beste Entscheidung meines Lebens war, auf die Pille zu verzichten. Und ich bin froh, in meiner Frauenärztin jemanden gefunden zu haben, die mich hier voll unterstützt.

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    1. Franzi Beitragsautor

      Liebste Katrin, das hört sich fantastisch an! Ich bin schon immer eine Emotionsbombe, aber wer weiß, was jetzt so passiert *g*

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  24. Nessa

    Liebe Franzi,
    ich habe sie auch Anfang des Jahres abgesetzt. Habe die Pille aber anders als viele andere hier nicht mein ganzes Erwachsenenleben lang durchgehend genommen. Als Teenager ein paar Jahre, als Versuch gegen Pickel und Behaarung. Hat nicht wirklich etwas gebracht. Ab Anfang zwanzig bis 33, da erfolgte die Einnahme dann aber zum eigentlichen Zweck. In dem Jahr bin ich dann aber schwer erkrankt (unabhängig von der Pille), musste ohnehin viele Medikamente nehmen und habe das mit der Pille dann einfach sein lassen. In all den Jahren hatte ich aber auch nie Probleme mit der Pille, im Gegenteil war ich „mit“ eher etwas ausgeglichener und die Regelblutung nicht mehr so stark, hat aber nie ganz aufgehört. Auch das Absetzen war beide Male kein Problem. Schwierig wurde es erst, als ich mit 39 das Gefühl hatte, ich komme vorzeitig in die Wechseljahre. Statt aber unregelmäßig immer seltener in Erscheinung zu treten, ging mein Zyklus den umgekehrten Weg. Ich hatte so ungefähr drei Wochen Blutung und dann eine Woche Pause. :-/ Daraufhin habe ich mir doch wieder die Pille verschreiben lassen. Zyklus sofort wieder super, jedoch vertrug ich die Pille nun nicht mehr. Die erste verursachte eine Reizblasensyndrom, dass mich -bis ich dahinter kam, wo es herrührte- fast ein Jahr stark einschränkte, oft lag ich tagelang mit starken Krämpfen und Schmerzen auf dem Sofa und traute mich kaum noch aus der Wohnung. Schließlich kam ich drauf, wechselte die Pille und es wurde erträglicher. Nur noch nicht optimal. Ich wechelte mich über drei Jahre dann noch durch zwei oder drei Präparate, die um zum einen die Situation mit meiner Blase wieder zu bessern, mit der vorletzten hatte ich dann aber z.B. verstärkten Haarausfall, die letzte löste dieses Problem zwar, auch die Blase machte so gut wie keine Probleme mehr, dafür befand ich mich psychisch in einer Art Dauer-PMS. Gemeinsam mit der Frauenärztin kam ich dann zu dem Schluss, dass ich nun alle Optionen durch hatte. Seit Anfang des Jahres laufen ich nun wieder ohne. Die Blutung ist wieder regelmäßig (ich führe nicht Buch, tritt aber immer irgendwann Anfang eines jeden Monats ein), Stimmungsschwankungen habe ich immer noch, aber der hormonelle „Dauer-Kater“ wird langsam besser, geht aber nicht ganz weg. Ich muss mich mit dem Gedanken wohl anfreunden, dass ich mich bereits in einer Vorstufe der Wechseljahre befinde und wieder unter der Dünnhäutigkeit meiner Teenagerjahre leide. Ich bin auch wesentlich reizbarer, als ich es früher war und PMS habe ich immer noch.
    Aber diese Empfinden, seinen eigenen Körper nicht zu kennen, wegen der Pilleneinnahme, kenne ich nicht. Mein Organismus hat bis auf den Umstand, dass eben keine Schwangerschaft eingetreten ist, immer völlig normal reagiert. Ich konnte vor allem während der letzten Jahre anhand der körperlichen Anzeichen immer genau sagen, in welcher Zyklusphase ich mich gerade befand, sogar die Tage um den Eisprung herum habe ich genau wahrgenommen.

    Ich habe leider noch keine Lösung, wie ich mit den Stimmungsschwankungen und vor allem mit den -tiefs umgehen soll, ich würde es gern mit Naturheilkunde versuchen, eine der wenigen Frauenarztpraxen, die sich hier in der Gegend damit auskennt, nimmt leider keine Patientinnen mehr an, weil die kassenärztliche Vereinigung dies verhindert. Heilpraktikern traue ich auch nicht so richtig über den Weg. :-/

    Auf jeden Fall wünsche ich Dir, liebe Franzi, alles Gute für Deinen Weg. Ich respektiere auch Dein Gefühl, die Spirale ethisch nicht vertreten zu können. Selber sehe ich das allerdings anders. Für mein Empfinden war es immer besser, eine ungewollte Schwangerschaft zu verhüten, egal ob nun vor oder nach der Befruchtung (tatsächlich gab oder gibt es Pillen, die genauso funktionieren, über die sich wahrscheinlich auch viele keine Gedanken zu machen), als ein Kind zu bekommen und zu einem Leben zu verurteilen, in dem es nicht gewollt war.

    Liebe Grüße
    Nessa

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    1. Franzi Beitragsautor

      Ach liebste Nessa, sowas von dir zu lesen macht mich ganz traurig. Was du alles so erleben musstet :( Fühl dich fest umarmt!

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  25. Joanna

    Hallo liebe Franzi,

    vielleicht noch als Gedankenanstoß: Die Pille für den Mann ist bis heute wegen der Nebenwirkungen nicht auf dem Markt. Die Nebenwirkungen sind fast identisch zu denen der Pille für die Frau.

    Für mich wird hormonelle Verhütung nie in Frage kommen. Lieber laufe ich mit Pickeln durch die Gegend und lege mir einmal im Monat jede Stunde ein neues Körnerkissen auf den Bauch. In der Schule wurde immer gesagt, dass die Pille das sicherste Verhütungsmittel ist, aber als ich mit meiner Mutter darüber gesprochen habe, sind mir dann die negativen Aspekte aufgefallen. Meine Frauenärztin hat mich bei meinem ersten Besuch gefragt, ob ich starke Schmerzen habe und ob ich die Pille nehmen möchte. Beides habe ich verneint, da war das Thema gegessen.

    Ein paar Jahre später habe ich an einer guten Freundin die Wirkungen der Pille hautnah erlebt. Gewichtszunahme, Fressattacken und Depressionen. Wie durch ein Wunder waren die weg, als sie die Pille abgesetzt hatte. Ich finde es schade, dass die Verhütung zum großen Teil bzw. zum wirklich gefährlichen Teil auf der Frau abgeladen wird. Viele Männer machen sich gar keine wirklichen Gedanken darum, was sie damit anrichten, wenn sie zum Beispiel sagen, dass sie „das Gefühl von Kondomen“ nicht mögen.

    Ursprünglich war die Pille sicherlich zur Emanzipation der Frau geeignet, mittlerweile ist sie das aber nicht mehr.

    Vielleicht bin ich auch ein Sonderfall, weil meine Fruchtbarkeit nicht so die beste ist und ich nicht riskieren will, niemals die Option zu bekommen, eigene Kinder zu haben, aber die Pille kam für mich nie in Frage. Egal wie sicher sie auch scheinen mag.

    Ganz liebe Grüße und ich wünsche dir, dass dein Körper mit der Hormonumstellung gut umgeht! <3

    Joanna

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    1. Franzi Beitragsautor

      Ach Joanna, weißt du das mit der Pille für den Mann, das sollte uns allen sowas von zu Denken geben. Da bekomm ich glatt eine Gänsehaut. :(

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  26. Yvonne

    Hier! *hände.hoch* – gleicher Werdegang.
    Ich hab die Pille nun auch seit 2 Jahren abgesetzt, nachdem bei mir auch eine Schildrüsenunterfunktion diagnostiziert wurde und ich also doppelt Hormone einwerfen sollte.
    Das Gewicht hat sich dadurch – leider – nicht reduziert. Aber das ist wahrscheinlich nicht auf Hormone zurückzuführen, sondern dass ich einfach viel zu gerne esse und mich einfach wohl zu wenig sportlich betätige. haha. Auch die Blutung ist wieder stärker geworden. Und regelmäßig zu dieser Zeit besucht mich ein Pickel im Gesicht… aber damit kann ich mit gutem Gewissen ganz nett leben :)
    Viele Grüße, Yvonne

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    1. Franzi Beitragsautor

      Liebe Yvonne, ich finde es so erschreckend, dass mir nahezu jede zweite Frau schreibt „Pille und Schilddrüse“. Also wenn das mal nicht zusammenhängt… :-/
      Mit dem Gewicht, ja das liegt natürlich auch immer am Essen. Ich hab nur einfach ständig diese Heißhungerattacken und das wird irgendwie immer schlimmer. :-/

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  27. Birgit

    Hallo Franzi! Ich habe schon vor über 20 Jahren die Pille abgesetzt.. kurz nach meiner Hochzeit, und habe es nie bereut. Ich hatte als Jugendliche zwar keine Schmerzen, aber sehr heftige Blutungen (Binde + Tampon, nach 2 Stunden spätestens wechsel von beidem notwendig!) und Akne. Sehr lange Zyklen von meist 35 Tagen. Nach dem Absetzennur noch ca. 27 -28 Tage, aber nie Buch geführt, Schmerzen im Rahmen, Blutungen immer noch stark, aber nicht mehr so übermäßig. Nach drei Kindern plus 5 Jahren dann zur Sterilisation entschieden und danach wesentlich seltener Migräne gehabt (beste Entscheidung für mich!). Ich wünsche Dir alles Gute mit Deiner Entscheidung!

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  28. Bianca

    Hallo Franzi,

    dann willkommen in einem pillenfreien Leben. Ich wünsche dir, dass es unkompliziert und entspannt wird. Ich habe mich auch nach 17 Jahren dazu entschieden endlich ohne Pille zu leben. Ich war ständig gereizt, hatte schlechte Haut, war immer müde und irgendwie hatte auch ich diese Bauchschmerzen. Ich nehme ebenso wie du Hormone gegen eine Hypothyreose und mein Körper hat das alles nicht so gut weggesteckt.

    Ohne Pille musste ich aber wirklich erst mal von Beginn an lernen, wie mein Körper eigentlich so funktioniert, wenn er nicht mehr dauerschwanger ist. Denn ich habe direkt nach meiner ersten Periode die Pille bekommen, da bequem und regulierend usw. Was man eben so mit 12 gesagt bekommt, warum man das Zeug nehmen soll.

    Ich habe seitdem ganz normale Monatsschwankungen, bin ungemein zickig kurz vor der Periode, sterbe tausend Tode vor Schmerzen währenddessen und um den Eisprung kann ich mich vor Heißhunger kaum retten. Aber das gehört dazu und genau das ist natürlich.

    Ich finde es super, wenn du hier darüber bloggst, wie es dir damit geht. Es wird immer noch viel zu wenig darüber gesprochen. Über die Regel allgemein und über den laschen Umgang mit der Pille. Ich bin mittlerweile eine Verfechterin davon, dass jede Frau einfach mal ihren Körper kennen lernen sollte und halte leidenschaftliche Plädoyers dazu, endlich über die Periode zu sprechen, als wäre es nicht was furchtbar ekliges und gehöre weggesperrt.
    Erschreckend ist, wie oft ich mittlerweile gefragt werde, wie eigentlich ein Zyklus aussieht und wann was passiert, wie eigentlich ein Eisprung aussieht und und und. Viel zu wenig Frauen wissen über ihren eigenen Körper bescheid.

    Und jede die darüber spricht, bringt vielleicht auch andere auf die Idee, sich damit auseinander zu setzen. Danke dir dafür.

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  29. Julia

    Hey hab den Nuvaring vor ein paar Monaten abgesetzt. Die Haut ist schlechter, ok kann man mit leben, die Haare wachsen schneller, auch ok- zumindest auf dem Kopf, aber was wirklich überzeugend für mich war nie nie nie wieder künstliche Hormone zu mir zu nehmen, ist meine neu erwachte Libido! Es ist außergewöhnlich! Ich hab das Gefühl mein halbes Leben wie ein Roboter verbracht zu haben! Mittlerweile merke ich genau wenn es auf meinen Eisprung zugeht, weil ich einfach immer wuschig werde 😀 Ja, das klingt jetzt blöd, aber es belebt mich förmlich! Ich hatte jahrelang nie Lust! Zumindest nicht solche Lust! Jetzt fühlt es sich an als würde es kribbeln- im ganzen Körper! Zieh es durch. Nimm die negativen Aspekte in Kauf und freu dich auf die schönen Nebenwirkungen ❤️ Unser Körper kann so wundervoll sein, wenn wir ihn lassen… Lg julia

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  30. Birgitt

    Liebe Franzi,

    Eine tolle Sache sind Basenbäder, die befreien und balancieren den Körper (über den osmotischen Zug). 4-5 El jentschura basensalz in die Wanne, 36-38 grad heisses Wasser und mind. 40 min. baden, so gut wie möglich den ganzen Körper im Wasser lassen. Je länger desto besser. Wenns zu kalt wird, einfach heisses Wasser dazu, je nach Menge nochmal Salz. Mehrmals wöchentlich und nicht zu spät abends… der Körper schafft nach :-)

    Hormonmassagen wirken auch Wunder und du bist danach super entspannt. Vielleicht gibts jemanden in deiner Nähe… hier gibts eine Therapeutenliste: http://www.die-fruchtbarkeitsmassage.de/die-massage.html

    Und nicht durch den Titel irritieren lassen :-) … die Massage bringt hormonelles Ungleichgewicht in Balance, reguliert die Periode, reinigt Eierstöcke und Eileiter, stärkt die Gebärmutter.

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  31. Linda

    Hi Franzi,
    Der Artikel spricht mir gerade außer Seele. Ich nehme seitdem ich 16 bin die Pille – die Hälfte meines Lebens. Ich habe ebenfalls eine Schilddrüsenunterfunktion und nehme dafür seit 2003 Hormone, also auch schon 14 Jahre.
    Ich möchte gerne meinen Körper wieder kennenlernen, ich hab überhaupt keine Ahnung mehr wie mein richtiger Zyklus ist. Achja, die Bequemlichkeit, die Regel einfach verschieben.
    Bei mir geht’s auch nicht um Kinderwunsch sondern ich will meinen Körper spüren. Ich hatte Eierstockzysten und mir wurde daher von 2Ärzten geraten die Pille zu nehmen um meine Hormone stabil zu halten – nur seit einigen Jahren sind keine ZZysten mehr aufgetreten. Also ist es sicher einen Versuch wert. Zur Zeit bin ich noch in Neuseeland,werde aber das Projekt Pille absetzen in 3 Monaten angehen wenn ich wieder in DE bin.

    Alles Liebe & ich bin gespannt was Du berichtest.
    Linda

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  32. Viktoria

    Hallo Franzi!

    Ich kann dir zu diesem Schritt nur gratulieren! Ich bin 30 und habe noch nie hormonell verhütet, worauf ich sehr stolz bin. Auch ich hatte Schmerzen und musste auf Tabletten zurückgreifen. Aber ehrlich: lieber zwei oder drei Schmerztabletten im Monat, als jeden Tag diese Hormonbombe.

    Da ich nicht nur jahrelang Schmerzen hatte, sondern auch viele PMS-Beschwerden, bekam ich vor zwei Monaten den Tipp, Mönchspfeffer ( AGNUS CACTUS AL) auszuprobieren. Das ist ein rein pflanzliches Arzneimittel. Ich nehme jeden Tag zur selben Zeit eine Tablette. Die volle Wirkung tritt nach etwa drei Monaten ein. Ich habe bereits nach 4 Wochen und bei der ersten Regelblutung Verbesserungen gespürt. Keine Wassereinlagerungen, keine Spannungen in der Brust. Schmerzen habe ich noch während der Regel, aber nicht mehr so lang und schlimm wie früher. Ich habe gehört, dass man 2-3 Tabletten auf ein Mal nehmen kann, für eine stärkere Wirkung. Allerdings will ich mich diesbezüglich noch versichern und meine Apothekerin fragen.

    Ich bin so dankbar, dass ich diesen Tipp bekommen habe.

    Ich denke, wir sollten uns dennoch an gewisse Schwankungen gewöhnen. So wie du, hab auch ich zwei Tage vor der Regel Heißhunger (besonders auf Süßes). Wir Frauen werden wahrscheinlich niemals alle Beschwerden los – das gehört irgendwie zum Zyklus – aber lindern kann man sie definitiv.

    Allerliebste Grüßte,
    Viktoria

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