Konsum als Trost und der Weg hinaus

Hallo ihr Lieben,  heute las ich bei Jenni von “Mehr als Grünzeug” den Beitrag “Wie sich meine Beziehung zum Besitz verändert hat”. Ein wunderbarer Beitrag, den ich euch sehr ans Herz legen möchte. 

Dieser Beitrag, der ist nicht nur wunderbar zu lesen, der hat in mir auch wahre Stürme ausgelöst. Die Gedanken rotierten und machte neben Reisen in die Vergangenheit auch Reisen in die Zukunft. Reisen in denen ich visualisierte, was sich in meinem Leben noch ändern soll, Reisen in denen ich final begriff WO mein Problem in Bezug auf den Konsum schon immer lag.

All about “Konsum”.

Und dann fing ich an zu schreiben, denn das Thema Konsum, das umgibt uns. Seit dem wir alle denken können, dreht sich in unserem Leben enorm viel um Konsum. 

Ob es der tägliche, oder wöchentliche Einkauf von Lebensmitteln ist, die Shoppingtour in die Stadt “Nur mal gucken.” und man kommt heim mit vier vollen Tüten. Der interessierte Gang in die Drogerie um zu sehen “Was es denn für Neuheiten gibt, nur mal gucken.” (und die Produkte, die man dann natürlich unbedingt braucht). Die Zeitschriften, die im Regal lauern und laut rufen “Kauf mich und lies mich nie, aber ich hab die schönsten Bilder”. 

Was geh denn jetzt  gerade in eurem Kopf vor? Denkt ihr “Oh Gott, erwischt?!”, ja dann geht es euch wie mir. Sich selbst zu reflektieren ist schon Fluch und Segen gleichzeitig. Denn obwohl ich, gerade im letzten Jahr, schon so viel geändert und reflektiert hatte, gibt es jetzt wieder Dinge die zurück gekommen sind. Sich hinterrücks eingeschlichen haben, oder ganz neu aufgebrochen sind. 

Konsum

Zurück in die Vergangenheit.

Ich erinnere mich daran, dass ich als Jugendliche, zusammen mit einer Freundin, einmal im Monat, los zog, ab in die Stadt zum shoppen. Beide mit je 20 Mark ausgestattet. Ich war zu dem Zeitpunkt sehr nach Schnäppchen und Hauptsache viel und günstig aus, mein Leitspruch war “Lieber viele Teile, als zu wenig.” Woher ich diese Einstellung hatte? Ich habe keine Ahnung, wirklich. Es war nicht so, dass ich sagen könnte “Die Mama hat es so gemacht.” Denn dem war nicht so. 

Konsum als Trost.

Allerdings, ich betrachtete Konsum als Trost und Lob zugleich. Mir etwas zu kaufen, das tröstete mich ungemein und gleichzeitig belohnte ich mich damit. Für was auch immer. 

Meine Freundin hingegen, die kam oft mit 15 Mark im Geldbeutel zurück. Sie war es gewohnt mit Hintergedanken und Bedacht einzukaufen, sie brauchte diese Art des Trostes nicht.

Damals fiel mir das gar nicht so bewusst auf, heute denke ich mir “Hättest du dir mal etwas von ihr abgeschaut.” 

Denn mein Verhalten, das zog sich ziemlich weit in mein Leben hinein. Ich hatte lieber meine Beutel mit Klamotten voll, als mal darauf zu achten, dass ich Dinge mit Bedacht und Wert einkaufen würde. Ich brauchte viel Zeug um mich herum. Ob es Bücher, Klamotten, Deko oder was auch immer war. Ich brauchte all diese Dinge, um mich einzuhüllen und wahrscheinlich auch um mich zu “schützen”. 

Konsum als Schutz.

Dieses Verhalten brach erst auf, als ich mich schlussendlich gar nicht mehr schützen musste. Als ein Schicksalsschlag dazu verhalf, dass ich keine Angst mehr haben brauchte. Meine Seele heilte nach und nach, ich kaufe kaum noch neue Dinge, dafür viele alte Dinge z.B. auf Flohmärkten. Ich betrachte es als “Nicht so schlimm, ist ja alt und gebraucht.” und kaufte auch dort wieder zu viel, denn unbewusst suchte ich nun wohl den Schutz in den “früher war alles besser” Sinnbildern. 

Mir war nicht bewusst, dass sich der Konsum einfach nur verschoben hatte. Er war nicht weg, er war einfach nur woanders, in einer Ecke, in der ich ihn als “gar nicht so schlimm” betrachtete. 

Erst als meine Seele vollständig heilte, ich anfing mich wirklich und vor allem ehrlich zu reflektieren, verstand ich WAS genau da eigentlich schief lief in meinem Verhalten. Zu diesem Zeitpunkt verstand auch meine Seele, dass sie keinen Besitz brauchte um sich zu schützen oder sich wohl zu fühlen. Es lief wirklich gut. 

Konsum

Alles RAUS…

Ich räumte aus. Verkaufte, verschenkte, warf weg. Ich minimierte mein Leben um gut 50 %. Ich brauchte diesen freien Raum wie die Luft zum atmen, am Liebsten hätte ich 90 % aus dem Haus gebracht. Nur, da muss man dann auch mal neutral reflektieren, das wäre sinnlos gewesen.

Doch dann kam diese unsäglich doofe Zeit im letzten Jahr. Ich fing wieder an – mehr unbewusst als bewusst – zum Trost und auch aus Trotz zu konsumieren. Hier ein Buch (was immer noch auf dem Stapel liegt), dort eine Zeitschrift (die ich nie las) und auch mein Vorhaben nur noch wenige Kleidungsstücke zu kaufen, das drohte zu scheitern. Teils auch daran, dass ich mich zeitweise (auf Grund meiner Magenprobleme) so unwohl fühlte, dass sich das natürlich auch morgens beim anziehen bemerkbar machte. Nichts saß so wirklich (ich nahm wieder stark zu, da ich zeitweise außer Nudeln und weißem Brot nichts essen konnte), nichts gefiel so wirklich und ich wollte nur noch “NEU NEU NEU, alles neu.” Ich wollte austauschen und es gab nur noch wenige Dinge in meinem Leben, die ich im letzten Jahr wirklich behalten wollte. Dazu zählten mein liebster Mann, mein Beruf, meine Freunde und meine Familie. 

Und dieses Gefühl, das hält ein wenig an. Ich habe in den letzten Monaten nicht sehr bedacht konsumiert, viel nach Gefühl gekauft und wenig darauf geachtet, ob ich es denn wirklich brauchen würde. (Trotzdem, es lief alles weitaus weniger schlimm, als die Jahre zuvor.)

Trotzdem gab und gibt es jetzt einen entscheidenen Vorteil.  Ich weiß mich zu reflektieren, ich habe das blöde Spiel meiner Seele endgültig durchschaut und kann aktiv dagegen angehen. 

Und (das finde ich arg wichtig), ich kaufe schon lange nicht mehr billig um zu kaufen, das hat sich enorm verlagert. Das macht es vom Grundding her aber nicht wirklich besser.

Yeah, du kannst mich mal du doofes Konsumverhalten! 

Konsum

Wie ich mich diesmal wieder auf die Spur bringe? Mit einer Konsumauszeit im Februar (zu der mich die liebe Romy  von “Zu den Wurzeln” animiert hat).

Mehr Infos und meine Regeln für diese Zeit, die folgen schon bald und ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mich im Februar aktiv begleiten werdet. Vielleicht habt ihr Lust dabei zu sein und selbst auch aktiv mitzumachen? 

Und die wichtigste Frage, wie seht ihr denn euer persönliches Konsumverhalten? Kennt ihr diese Trostkäufe? Berichtet mir gern in den Kommentaren, ich bin gespannt was ihr so zum Thema Konsum zu sagen habt! 

36 Gedanken zu „Konsum als Trost und der Weg hinaus

32 Kommentare

  1. Anke Scheibe

    Den gesamten Text hätte ich schreiben können liebe Franzi, ich fühle mich “ertappt” und gleichzeitig stark animiert, einige Dinge zu tun und vor allem zu ändern. Unmengen an “Ballast” den frau hortet und niemals braucht. Die Konsumauszeit klingt spannend, ich lese auf alle Fälle weiter.

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  2. Julia

    Bin ich fröhlich, kauf ich Schuhe. Scheint die Sonne, kauf ich Schuhe. Brauche ich Trost, kaufe ich Schuhe. Schuhe, Schuhe, Schuhe. Als ob ich nicht genug hätte. Dazu noch ein Oberteil. Aber da hab ich ja keine passende Hose dazu. Da muss ich doch schnell noch was kaufen. Es ist zum davonlaufen. Zumal ich erst letztes Jahr damit angefangen habe, mich mit nachhaltig und fair produzierter Kleidung zu beschäftigen. Seit mir aber klar ist, was ich da normalerweise trage, achte ich sehr darauf, nur noch Fair-Fashion zu kaufen. Und weniger. Viel weniger. Denn eigentlich (nicht nur eigentlich!) brauche ich nichts. Ich habe alles. Deshalb steht der Vorsatz, mir in der diesjährigen Fastenzeit einen Kaufstopp aufzuerlegen und erstmal die Teile alle zu tragen, die im Kleiderschrank auf ihren großen Auftritt warten :)

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    1. Franzi Beitragsautor

      Ich musste gerade sehr herzlich über deinen Bericht über die Schuhe lachen. In meinem Kopf sang das ganz fröhlich vor sich her. *g* :-D

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  3. Melanie

    Liebe Franzi,

    danke für deine tollen und ehrlichen Zeilen. Du hast Recht: Ein sehr wichtiges Thema und auch ich sollte einiges überdenken. Ich habe letztens eine Zeitschrift abbestellt, die ich zwar toll finde, die ich aber a) nicht wirklich lese (komme fast nicht dazu) und b) gedacht habe, wenn die bei dir eh nur Platz wegnimmt, dann gibt das Geld lieber einem sinnvollen Projekt.

    Bei Kleidung habe ich z.B. ein anderes “Problem”: Ich trage häufig meine Sachen bis sie auseinanderfallen und manchmal nervt mich das schon….manchmal bin ich sogar extrem genervt, weil ich mich einfach gerne zurecht mache. Aber vielleicht sollte ich nicht ziellos einkaufen gehen (was eh nicht wirklich geht), sondern: Ein altes, abgetragenes Kleidungsstück aussortieren und gegen ein neues ersetzen….vielleicht kann man sich so ein bisschen davor schützen.

    Du hast aber auch Recht, wenn du sagst, dass das eigentliche Problem dabei woanders liegt. Wenn man das weiß und das angeht, dann ist schon der erste große Schritt getan….auch wenn da natürlich viele kleine noch Folgen sollten… :-)

    Ich werde das Thema weiter verfolgen! Liebe Grüße!

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  4. Lena

    Toller Artikel, Franzi! Ich habe mich auch an der einen oder anderen Stelle ertappt gefühlt. Obwohl ich mittlerweile viel bewusster konsumiere, dauert es trotzdem seine Zeit, sich von alten Gedankenmustern freizumachen und neue Wege einzuschlagen.Ich denke aber auch, dass man dabei nicht allzu streng mit sich sein sollte. Jeder kleine Schritt zählt ;)

    Liebe Grüße
    Lena | http://www.healthylena.de

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  5. Tabea

    Trostkäufe kenne ich so gut wie gar nicht (nur Schokolade früher ab und zu mal eine Tafel) und auch Klamotten-Shopping habe ich nie so betrieben wie du. Seit einem Jahr habe ich aber meinen Konsum noch mal mehr eingeschränkt und kaufe fast nur noch Second Hand, kaum Bücher, keine Fertiggerichte,…

    Bei der Konsumauszeit drücke ich die Daumen – denn ohne Konsum”zwang” ist das Leben doch viel schöner :)

    Liebe Grüße

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  6. KrisTadaa

    Wahre Worte.. hach… mir geht es gerade genauso.
    Viel zu spät merke ich das, dieses gefangen werden von Dingen die man und die Welt eigentlich nicht braucht.
    Diese leisen stimmen sie überall flüstern und einen beruaschen bis aufs unsinnigste.
    Ich befreie mich jetzt auch. Endlich.
    Wenige rist ja bekanntlich mehr. ^^
    Lg KrisTadaa

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  7. Aileen

    Das ist schon komisch – vielleicht liegt es an der Jahreszeit? Denn mir geht’s im Moment ganz genauso. Ich trenne mich gerade von Möbeln, von allerhand Kram und Klamotten, die ich zwei Jahre nicht in der Hand hatte.. die mich plötzlich nerven.. und mit jedem verkauften Ding fühle ich mich leichter und glücklicher. No more Trostshopping! Bin gespannt auf Deine Konsumauszeit, vielleicht bin ich auch dabei.

    … und um treffenderweise mal Silbermond zu zitieren:
    “Du siehst dich um in deiner Wohnung,
    Siehst ein Kabinett aus Sinnlosigkeiten.
    Siehst das Ergebnis von kaufen
    und kaufen von Dingen,
    von denen man denkt
    man würde sie irgendwann brauchen.
    Siehst die Klamotten, die du
    nie getragen hast und die du
    nie tragen wirst und trotzdem
    bleiben sie bei dir
    Zu viel Spinnweben und zu viel Kram
    Zu viel Altlast in Tupperwaren
    Und eines Tages fällt dir auf
    dass du 99% davon nicht brauchst.”

    Liebe Grüße

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  8. Carla

    Interessant das zu lesen – denn mir geht es eher umgekehrt und das meine ich nicht unbedingt positiv. Ich bin einerseits froh, dass ich schon immer sehr bewusst einkaufe, genau überlege was ich wirklich brauche und was nicht. Und Schuhe oder Klamotten kaufen finde ich sowieso primär anstrengend ;) Allerdings bin ich meistens etwas zu geizig und verbiete mir vieles, was ich mir eigentlich auch einfach mal gönnen könnte. Daran arbeite ich seit Jahren, gerade seit ich Vollzeit arbeite und definitiv genug Geld habe, um mir auch das dritte Getränk im Restaurant auch noch leisten zu können. Oder den teuren Nagellack, der aber richtig gut ist, statt dem für 1,50. Oder das wunderschöne Kleid, das ich zwar nicht in dem Sinne brauche, aber dann doch erstaunlich oft trage und das mir so viel Freude bereitet.

    Zu schade, dass wir uns nicht einfach gegenseitig ein bisschen was abgeben können :D Viel Erfolg bei deiner Konsumauszeit, ich denk an dich!

    Liebe Grüße
    Carla

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    1. Franzi Beitragsautor

      Liebe Carla, allein mit deinem Kommentar hast du mir ganz viel abgegeben! :-) Ich glaube, ich muss im Text noch ein wenig klar machen, dass ich heute auch nicht mehr billig kaufe, aber ich kaufe halt zu bestimmten Anlässen. Das wird und muss sich ändern.

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  9. Jenni

    Liebe Franzi!

    Ich freue mich ganz wahnsinnig, dass dich mein Artikel gleich zum Selbst-Losschreiben animiert hat – denn das zeigt, dass es manchmal wirklich nur ein paar Worte bedarf, damit sich für einen selbst etwas ändert. Und ich fühle mich geehrt, für dich in diesem Aspekt der letzte Anstupser gewesen zu sein. :)

    Deine Geschichte hat mich sehr berührt und dass das bei mir zeitweilig absolut nicht anders war, weißt du ja. Insofern bin ich voll und ganz bei deinen Plänen für eine Konsumauszeit! Ich persönlich werde das für mich wahrscheinlich nicht einführen (jedenfalls in absehbarer Zeit nicht), da ich das mit dem Kaufen aktuell sehr gut im Griff habe – aber ich finde es spannend zu lesen, wie es dir damit ergeht.

    In diesem Sinne: Auf ein neues Jahr mit weniger Ballast und mehr Dingen, die wir wirklich lieben!

    Liebe Grüße
    Jenni

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  10. Aska

    Danke für deine ehrlichen Worte liebe Franzi :) . Die Seele ist schon ein komisches “Ding”, eine komische “Erfindung”. Was sie in dem einem Moment braucht, was sie in dem Moment tröstet – das kann sie in einem anderem Moment ersticken.

    Solche Käufe, um der Seele zu schmeicheln, kenne ich auch.
    Kannte ich auch sollte ich besser sagen.
    8 Jahre Therapie – und danach fast 5 Jahre Vermietermobbing haben dazu geführt, dass es sich geändert hat. Naja und der nicht zu verachtende Umstand, dass Geld Mangelware ist. So reflektiere ich automatisch, hinterfrage gründlich, ob ich das jetzt wirklich benötige – oder nur will, weil in der Seele irgendetwas schief liegt.

    Ich hatte keine Kindheit, habe während der Therapie angefangen Spielsachen zu horten. Kuscheltiere, Lego, Kinderbücher, Malbücher….. einfach alles. Viel Geld vom Erbe ging “drauf”. Geld, das ich heute besser gebrauchen könnte. Das mir heute fehlt. Viele Dinge zogen auch von Bayern nach Hessen mit um. Einige fing ich schon da an zu verkaufen oder zu verschenken.
    Nach 2 Jahren in Hessen, wovon 1 Jahr schon Vermietermobbing war, fing ich an auszumisten. Das Kind in mir war den Spielsachen entwachsen. Es wollte sie nicht mehr. So fing ich an zu verkaufen und auch zu verschenken. Aus 10 Umzugskisten Spielzeug wurde eine. Eine einzige. Eine Kiste Stofftiere (und ein paar Bücher, die liegen aber im Keller), die ich nicht hergebe. Weil sie mir ans Herz gewachsen sind. Sie dürfen bleiben. Auch weiterhin. Nur diese eine Kiste zog mit in mein neues Leben in NRW.

    Lego gibt es gar nicht mehr, Malbücher und Stifte auch nicht. Kinderbücher liegen im Keller, was verkauft werden kann wird verkauft. Teilweise zu sehr geringen Preisen. Hauptsache etwas Platz und Ballast wieder loswerden.

    Mit jedem Teil, das weggeht, geht ein Teil Ballast von meiner Seele. Ein Stück Freiheit für mich. Und komischerweise fühlt sich auch “das Kind in mir” damit glücklich, freut sich über den gewonnen Platz. Ja das Kind in mir ist mein kleiner Schatz, den ich behüte. Denn es ist und bleibt ein Teil meiner Seele, die sich genauso freut. Doch auch beim Ausmisten bin ich kritisch und hinterfrage, ob es nicht einfach eine Laune ist – oder ob ich es wirklich nicht mehr benötige.

    Ich merke aber immer mehr, dass ich nicht viel brauche, um glücklich zu sein. Etwas was viele Menschen nicht verstehen. Auch nicht verstehen, was ich alles ausmiste.

    Aber es tut gut einfach mal auszumisten – und auch mit offeneren Augen durch das Leben zu stolpern ;) . Bewusst einzukaufen, zu hinterfragen “Brauche ich das jetzt wirklich? Oder ist es nur ein Trost für irgendwas?”

    Antworten
  11. brittakama

    Danke Franzi für diesen schönen Beitrag. Darüber mache ich mir auch oft Gedanken. Ich kaufe zwar nicht superviel, sondern lege eher Wert auf sehr gute Qualität statt Quantität, aber auch bei mir hat der Konsum oft einen Belohnungseffekt, den ich insgeheim nicht so wirklich gut finde. Momentan versuche ich auch gezielt, andere “Belohnungswege” zu finden, ein schönes Bad, ein Feuer im Ofen, eine Stunde Yoga zum Schwitzen und glücklichsein danach.
    Es macht auch Spaß, vorhandene, schöne Sachen zu pflegen, ich hab heute MIttag eine große Schuhputzrunde eingelegt und auch wenn es sich jetzt vielleicht erst mal blöd anhört, ich fühle mich jetzt prima und alles glänzt :D

    Antworten
    1. Franzi Beitragsautor

      Hihi, die Schuhputzrunde ist ja eine tolle Idee :D Dazu müsste ich nur endlich mal unser Schuhputzzeug finden, was während unseres Umzugs verloren ging. :P *g*

      Antworten
  12. Tanja

    Liebe Franzi,

    genau deswegen lese ich Deine Beiträge so gerne. Sie sind ehrlich und aus dem Leben. Danke dafür.
    Meine ganze Geschichte hier zu erwähnen würde den Rahmen sprengen, jedoch ist es so, dass meine Seele so krank war, dass Trostkäufe mich in die Kaufsucht und somit Verschuldung getrieben haben. Aber ich fummel mich da jetzt seit ein paar Jahren erfolgreich raus und arbeite Tag für Tag an Selbstliebe und Stabilität.
    Hin und wieder “belohne” ich mich immer noch mit Konsum, das sind dann die alten Verhaltensmuster die sich manchmal so klammheimlich einschleichen. Wie Du aber so richtig geschrieben hast ist man jetzt in der Lage zu reflektieren und kann es sich anschauen, betrachten und vielleicht ändern.
    Es benötigt halt viel Zeit und Geduld und manchmal ist man auch aus der Puste und muss Pause machen um neue Kraft zu sammeln.
    Alles Liebe für Dich und ich freue mich auf viele schöne und ehrliche Posts von Dir.

    Liebe Grüße, Tanja 🌻

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  13. Sternchen

    Schöner Beitrag zum Thema Konsum. Ich denke, ich bin da auch schon ziemlich weit. Eigentlich konsumiere ich nur was notwendig ist. Also kaufe ich Lebensmittel oder mal, wenn wirklich nötig, ein Kleidungsstück. Da fahre ich dann auch das Prinzip. One in and one out! Worauf ich neben dem Konsum noch achte ist das die Dinge, seien es Lebensmittel oder auch anderes, fair gehandelt werden bzw. auch ihrer biologischen Natur entsprechen. Das finde ich genauso wichtig, wie den Konsum von unnötigen Dingen einzustellen. Alles was wir tun, hat ja schließlich Auswirkungen woanders.

    Liebe Grüße, Sternchen (alttrifftneu.de)

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  14. Sabrina

    Liebe Franzi,

    es ist gerade ein bisschen als könntest du Gedanken lesen. Ich bin zwar schon eine vernünftige Einkäuferin, manchmal überlege ich auch zu viel.
    Aber im Moment könnte ich mich Dank Sale wirklich pleite shoppen. Und das trübe Wetter und die blöde Jahreszeit verleiten mich dazu,
    mir ganz viele Gedanken um die Sommergarderobe zu machen, weil ich mich schon so sehr darauf freue.
    Und dann landen auch gut und gerne mal Sandalen, Baumwollkleidchen, etc. in meinem Warenkorb. Obwohl ich weiß, dass Vieles, was ich im Winter kaufe, im Sommer schon wieder uninteressant ist.

    Im Februar bin ich also unbedingt dabei, rein rational gibt’s da doch eh nichts, was man brauchen könnte. :D

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  15. Maria Widerstand

    Hallo Franzi!

    Ich habe vor kurzem auch ein paar Gedanken zum Thema Konsum bzw. Motivation hinter dem Konsum geschrieben. Durch meine Achtsamkeitspraxis habe ich noch einmal einen ganz anderen Blickwinkel erhalten.

    Was wir in uns selbst nicht finden, kann uns auch von außen nicht gegeben werden.

    Dein Text gefällt mir ausgesprochen gut, finde ich super, dass Du das Thema aufgreifst!

    lg
    Maria

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  16. Julia

    Wie immer: Sehr inspirieriend. Seit wir unsere Vorräte in Speisekammer und Tiefkühlfach mal katalogisiert (!) haben, kaufe ich aktuell nur noch Frisches (also Gemüse oder Obst, Fleisch kommt ja auch auf den Tisch bei uns). Und Klamotten nerven mich schon lange: Brauche ich die ernsthaft? Nicht widerstehen kann ich bei wirklich, wirklich schönen Handtaschen oder Notizbüchern. Aber auch da reiße ich mich aktuell zusammen. Auf Dein Projekt bin ich shcon SO gespannt!

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