Wo ist man daheim?

Ihr Lieben,

habt ihr euch das schon einmal gefragt? Wo ihr eigentlich daheim seid? Was diesen Ort ausmacht und warum es eigentlich genau dieser Ort ist, der sich in euren Gedanken als „daheim“ bezeichnet?  

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Das Thema „daheim“ ist bei uns in den letzten Monaten so riesengroß und derzeit gibt es nichts, was wir noch so bezeichnen würden. 

Wir leben in einer Wohnung, mit einem kleinen Garten , in einer so urigen Straße die wir sehr lieben. Neun Jahre lang war all dies unser „daheim“. Egal wo wir waren, egal was anderen hier marode und alt vorkam, wir kamen immer wieder gern heim und wir haben diesen Ort so geliebt.

Nun haben sich die Umstände geändert, seit einiger Zeit schon. Das passiert.

Wir müssen diesen Platz verlassen, aus Gründen, die so nachvollziehbar sind, wie sie für uns trotzdem viel zu plötzlich kamen. Theoretisch könnten wir nach den Sanierungsmaßnahmen sogar zurück kehren, aber unser Vermieter hat hier so viel Dinge geändert, die uns zu Lasten fallen, es wäre bzw. es IST einfach nicht mehr das Gefühl, was wir immer hatten. 

Es ist zu viel passiert in den letzten Monaten.

U.a. wäre mein Garten nicht mehr mein Garten, sonder der unserer Nachbarn. In unserer Wohnung wurden schon vorab so viele (unsinnige…) Umbauten vorgenommen, die Liste ist arg lang und die Gründe warum es hier einfach nicht mehr geht zu enorm.

Ich fühle mich in den letzten Wochen ziemlich einsam, müde, kaputt und ständig schwebt die Frage  „Wo sind wir denn eigentlich daheim?“ über mir.  Dazu kommt, dass ich über all diesem eine schöne Magenschleimhautentzündung bekommen habe. Wen wundert es.

„Tu nur das was dein Herz dir sagt
Alles andere soll dich nicht stören
Doch mein Herz steckt im Kopf und mein Kopf steckt im Sand
Darum kann ich mein Herz nicht richtig hören“
Sportfreunde Stiller 

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Vergangenheit.

Vor ein paar Jahren hätte, bei der Frage „Wo bist du daheim?“ noch laut gerufen „Egal, Hauptsache in Hessen oder Niedersachsen, nahe an den Orten, in denen ich aufgewachsen bin.“ (Ich muss dazu sagen, dass ich direkt an der Grenze Niedersachsen / Nordhessen aufwuchs und das deswegen ein wenig schwammig ist.)

Aber auch hier hat sich so viel geändert.  Wenn ich heute dort bin, dann möchte ich so schnell wie möglich wieder zurück in den Norden. Nichts fühlt sich in meiner alten Heimat noch nach Heimat an, obwohl dort so viele Dinge und Menschen sind, an denen mein Herz so hängt. Dort findet sich mein „daheim“ auch nicht mehr und das tut manchmal etwas weh, denn in mir drin, das wünsche ich mir sehr, dass ich dort eine Art „Homebase“ hätte. 

Gegenwart.

Vorhin saßen wir im Auto, fuhren übers Land und ich hatte das erste Mal – seit langem – mal wieder Bilder im Kopf, die mir ein Gefühl von „daheim“ vermittelten. 

„Ich sah mich in einem wilden und ländlichen Garten, hinter einem alten Haus. Es war Herbst draußen stürmte es. Doch all das  war mir egal. Ich sammelte die letzten Äpfel meines alten Apfelbaumes auf, schnitt die Äste zurück und kam später wohlig kalt und durchgepustet ins Haus zurück, wo der liebste Mann schon auf dem Sofa wartete.“ 

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Was jetzt so klingt, als sei es einem Rosamunde Pilcher Film entsprungen, soll so kitschig eigentlich gar nicht sein.

Nur ist es so, das genau diese Bilder mir ein so starkes Gefühl vermitteln, sie wecken eine so starke Sehnsucht nach diesem Ort. Diesen Ort, den ich bzw. wir einfach nicht finde(n). 

Mir fehlt die Heimat und mir fehlt mein Daheim. Gelinde gesagt ist das ein sch*** Gefühl. 

Kennt ihr diese Gedanken auch?

PS: Mir ist sehr bewusst, dass es immer schlimmere Fälle gibt, immer Menschen denen es viel schlechter geht. Glaubt mir, darüber bin ich mir mehr als bewusst. Nur ist das gerade hier mein Leben und es beschäftigt mich knapp 24 Std. am Tag. Deswegen seht bitte von solchen Kommentaren ab. Danke! 

22 Gedanken zu „Wo ist man daheim?

21 Kommentare

  1. Alena

    Liebe Franzi,

    ich lese hier immer eher still mit, aber heute muss ich dann doch mal was schreiben zu deinen so ergreifend ehrlichen Worten…

    Ich kann dein Gefühl nach dem „Suchen“ sehr gut verstehen! Mir geht es manchmal ähnlich. Ich wohne seit 2009 in Hessen, komme aber gebürtig aus Schleswig-Holstein. Das ist weit weg und ich vermisse meine Heimat tatsächlich auch manchmal sehr. Seit 2012 bin ich mit meinem Freund zusammen und muss ganz ehrlich sagen, dass das meine Perspektive auf „Heimat“ und „Zuhause“ etwas geändert hat. „Zuhause“ war für mich früher immer in der Heimat, bei meinen Eltern. Seit meinem Freund ist „Zuhause“ aber kein spezifischer Ort mehr, sondern da, wo er ist – also eher ein Gefühl! Die Heimat bleibt natürlich die Heimat und die vermisse ich auch sehr. Hessen ist halt nicht Schleswig-Holstein ;) Langfristig gesehen möchte ich natürlich gerne wieder dorthin zurück, aber das ist irgendwie auch nicht so einfach. Also sind wir erstmal hier und das genieße ich trotz des fehlenden Heimatgefühls (und dem Umstand, dass das Meer viel zu weit weg ist…).

    Ich fühle mich hier also zurzeit sehr wohl, aber ich wohne auch an einem Ort, an dem man sich gut wohlfühlen kann – bzw. an dem ich finde, dass man sich hier gut wohlfühlen kann. Ich weiß nicht, wie es wäre, wenn wir vielleicht woanders gelandet wären – oder wenn, wie bei dir, plötzlich durch äußere Einflüsse die eigenen vier Wände so stark verändert werden, dass man sich nicht mehr wohlfühlt. Solche eingreifenden Veränderungen und vielleicht auch noch ein unschönes Klima mit den Nachbarn kann wirklich viel kaputtmachen. Ich kann das so gut nachvollziehen!

    Insofern kann ich dir eigentlich nur sagen – hör auf deinen Bauch. Zuhause ist kein Ort, sondern ein Gefühl, und vielleicht ist es jetzt deine Aufgabe, dieses Gefühl zu finden und dich dort, wo du es findest, niederzulassen. Es ist schwierig und vielleicht dauert es auch seine Zeit, aber ich bin mir sicher, dass auch du es finden wirst. Bis dahin wünsche ich dir, dass du die Zeit dort genießen kannst, wo du bist und dich diese Rastlosigkeit nicht zu sehr ausbremst.

    Ich wünsche dir alles Liebe!
    Liebe Grüße aus Oberursel im Taunus,
    Alena

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    1. Franzi Beitragsautor

      Ach liebste Alena, ich freu mich so von dir zu lesen. Und wir charmant, dass es bei uns so ähnlich ist *lach* Ich von Hessen nach Schleswig-Holstein, du von Schleswig-Holstein nach Hessen. :-) Du hast total recht, ich bin auch dort daheim wo mein liebster Mann ist, das ist der wichtigstes Punkt. Nur fehlt uns Beiden so sehr dieses Nest, dieser Rückzugsort. Hach, es ist echt so blöde derzeit und für deine Worte bin ich deswegen umso dankbarer! <3 Fühl ich umarmt!

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      1. Alena

        Oooooh wie schön, das von dir zu lesen! :) Und was für ein Zufall irgendwie, dass es bei uns so umgekehrt ist – die jeweils andere in der Heimat der anderen! Doof, oder? Dass man das nicht tauschen kann. Mein Papa pendelt seit fast 20 Jahren zwischen Hamburg und Luzern (Schweiz) und ich frage mich, ob es in der Schweiz einen Papa gibt, der zwischen Luzern und Hamburg pendelt… aber das ist ja ein anderes Thema ;)

        Dass euch euer Nest fehlt, kann ich so so gut nachvollziehen! Das ist auch wirklich wichtig, so ein Ort, an den man immer gerne zurückkehrt. Falls es dich tröstet: Ich bin 2009 ausgezogen und meine Mama war ab dem Zeitpunkt in unserem Haus (dem Haus, in dem ich aufgewachsen bin und in dem ich seit meiner Geburt gelebt habe) nicht mehr so wirklich glücklich – nicht, weil es nicht schön war, aber weil vielleicht was gefehlt hat bzw. sie halt viel alleine war (siehe mein Papa und das Pendeln). Sie wollte also immer gerne was anderes haben, aber sie hat jetzt nicht wirklich mit Druck gesucht. Letztes Jahr haben die beiden dann völlig überraschend und auch eher aus einer spontanen Idee heraus ihre Traum-Wohnung gefunden und sind dann Anfang Dezember umgezogen. Und bis etwa September hatte ich gar keine Ahnung, dass das passieren würde und dann ging es wirklich in kürzester Zeit los. Meine Eltern sind in der neuen Wohnung so glücklich, vermissen das Haus und den Garten kein Stück und könnten gar nicht glücklicher sein. Was ich damit sagen will ist, dass irgendwo das Traumnest auf euch wartet und ihr es ganz sicher finden werdet. Wenn es richtig ist, dann spürt man das sofort :)

        Ich wünsche euch jedenfalls, dass es bei euch bald soweit ist und es dann von jetzt auf gleich kein bisschen blöd mehr für dich ist, sondern pure Glückseligkeit! Das wünsche ich euch wirklich, denn ich kann es so gut nachvollziehen.

        Ich drücke alle Daumen! Fühl dich ebenfalls fest umarmt :) <3
        Alles Liebe, Alena

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  2. Emmi

    Hallo Franzi,

    auch ich bin bis dato eine stille Mitleserin gewesen. Aber heute hat mich auch Deine Offenheit berührt und nicht nur das, sondern auch das Thema! Ich kenne so gut dieses Sch…..gefühl!!

    Ich bin Italienerin, die mit 8 Jahren nach Deutschland mit den Eltern gekommen ist, und zwar nach Mainz. Dort habe ich bis vor 6 Jahren noch gelebt (meine Eltern sind bereits vor etwa 20 Jahren wieder zurück nach Italien), bis wir (mein Mann, mein Sohn und ich) nach Schleswig-Holstein gezogen sind! Ja, von Rheinland-Pfalz nach Schleswig-Holstein.

    Diese Phase mache ich nun schon mal mehr mal weniger seit ich hier bin durch. Mal zieht es mich mit einer riesengroßen Sehnsucht wieder zurück nach Mainz, mal zieht mich meine Sehnsucht in meine Heimat Italien, da wo eben meine Familie ist.

    Ich habe hier meine Familie, meinen Mann und meinen Sohn, die mein Leben sind. Dennoch überfällt mich dieses Gefühl so oft, und ich frage mich dann auch: Wo ist meine Heimat?. Wenn ich mich dann mal so im Kreis drehe, besinne ich mich und denke, dass ich zu meinem Mann gehöre und zu meinem Sohn, und da wo diese sind, da ist auch meine Heimat.

    Ich weiß, dass es eine blöde Zeit ist, eine chaotische Zeit ist. Vielleicht auch ausgelöst durch den Wechsel der Wohnung, das eventuell bevorsteht. Vor dieser Situation standen wir genau vor zwei Jahren und die Frage stand so groß im Raum, ob wir wieder nach Mainz ziehen sollen. Aber: Noch einmal ein so großer Wechsel mit Kind war uns zu riskant, nochmals Jobsuche, nochmals Wohnungssuche, nochmals einen riesigen organisatorischen Kraftakt, nochmals für unser Junior einen Schulwechsel, Freundeswechsel…… Wenn man dann diese Punkte mit hinzuzieht, und es sich nicht gut angefühlt, dann weiß man, dass man an dem Ort, wo man sich gerade befindet, Heimat ist.

    Heimat hat man im Herzen, Heimat ist ein Gefühl der Geborgenheit.

    Ich danke Dir sehr, für Deine Offenheit und ich wünsche Dir viel Kraft, um für Euch wieder ein neues Nest zu bauen!! Kopf hoch!! In Schleswig-Holstein gibt es doch ganz viele Nester, die darauf warten! ;-)

    Fühle Dich umarmt!!

    Liebe Grüße von Emmi
    aus Rendsburg, Schleswig-Holstein

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  3. Tanja

    Liebe Franzi,

    ich kann Dich sehr gut verstehen und Deine Traurigkeit über Deine momentane Situation absolut nachvollziehen.
    Das ist etwas ganz Existenzielles, wenn man nicht weiß wo seine Heimat ist. Das sind unsere Wurzeln und deswegen finde ich, dass man solche Sorgen auch nicht mit Schlimmeren Schicksalen abwiegeln sollte.
    Ich habe zwar seit knapp 20 Jahren ein und dieselbe Wohnung aber Heimat ist das für mich auch nicht wirklich, da ich aufgrund meiner Lebensumstände keine andere Wohnung beziehen kann und mich mit dieser hier arrangieren muss.
    So schlecht ist sie auch gar nicht, aber mein Inneres bräuchte auch eine andere Umgebung und ein Gefühl des Angekommen seins. Oftmals sind es ganz andere Ecken im Leben, die einen nicht ankommen und die Heimat in die Ferne rücken lassen.
    Ach Franzi, ich wünsche Dir ganz schnell, dass Du ankommst und wenn es nur ein bisschen ist und Dein Herz sich wieder freuen kann.

    Alles Liebe für Dich und Deinen Liebsten

    Tanja

    Antworten
    1. Franzi Beitragsautor

      Tanja meine Liebe, ich wünsche dir von Herzen, dass du irgendwann wieder die Möglichkeit bekommst DEINE Umgebung auch wirklich um dich herum zu haben! Ich denk an dich!

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  4. Susanne

    Liebe Franzi,

    ich kann Dich so gut verstehen! Meine Gedanken waren in den letzten Monaten ähnlich. Bei uns ist es etwas anders, weil ich mit meinen Kindern allein bin und mich dafür verantwortlich fühle, für uns alle vier unser Zuhause zu finden. Jetzt ziehen wir in eine wunderschöne Altstadtwohnung nach Lübeck. Ich freue mich darauf, obwohl es ein ganz eigenartiges Gefühl ist, nach vielen Jahren in der Kleinstadt in eine größere Stadt zu ziehen. Letztes Wochenende waren wir in der neuen Wohnung und es fühlte sich einfach alles „richtig“ an. Der Ausblick, das Gefühl und sogar der Geruch der Wohnung – das alles könnte unsere Heimat werden. Aber: Genau so gut könnte ich mir auch ein Leben auf dem Land vorstellen. Ein altes Bauernhaus mit schönem, verwilderten Garten – ein Traum!
    Das Leben hält so viel für uns bereit und es gibt so viele mögliche Weggabelungen. Ich glaube, für Euch kommt noch genau das Richtige und Ihr werdet es vom ersten Moment an spüren und fühlen!

    Ich wünsche es Dir/Euch jedenfalls von ganzem Herzen. Sei nicht so traurig, sondern freu Dich auf das, was kommt. Es wird bestimmt ganz wunderbar!

    Liebste Grüße
    Susanne

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  5. Aska

    Meine liebe Franzi, ich kann dich so gut verstehen.

    Aufgewachsen in Norddeutschland, geflüchtet nach Bayern. Nach einigen Jahren zog ich nach Hessen und wohne mittlerweile in NRW.

    Fast die gesamten 12 Jahre seit meiner Flucht vor einem Teil meiner Familie habe ich mich heimatlos gefühlt. Ruhelos, rastlos. Es waren einfach nur Stationen auf dem Weg meines Lebens. Auf dem Weg in mein neues Leben.

    Den Neuanfang habe ich vor 14 Jahren gemacht – mit meiner Flucht nach Bayern.

    Doch erst im Herbst 2014 konnte ich sagen: JETZT fange ich wirklich ein neues Leben an.

    Ich sah diese Wohnung, besichtigte sie noch eingerichtet mit den Möbeln des Vormieters. Dennoch fühlte ich mich schon wohl von Anfang an.

    Ich richtete sie ein, mit Kompromissen. Doch die Kompromisse sind heute mein Leben, meine Heimat (okok die Küchenzeile geht mir immer noch aufn Keks ;) ).

    Endlich fühle ich mich angekommen, fühle mich wohl. Darf sein, wie ich bin. Niemand der nervt, der ständig klingelt. Keine nervigen Nachbarn bisher, ein Balkon zum wohlfühlen. Und meine Kaninchen sind nicht nur einfach geduldet sondern herzlich willkommen. Sogar im Mietvertrag steht, dass Haustiere nach tierschutzrechtlichen Vorschriften gehalten werden müssen. Ist zwar sicherlich ein Schutz vor Tiermessis, aber für mich kommt das sehr gelegen. Denn sie leben wie Katzen frei in der Wohnung.

    Mittlerweile kann ich sagen:

    Zuhause ist, wo ich ICH sein darf. Wo meine Kaninchen willkommen sind – und ich keine Angst haben muss, wenn ich ausm Haus gehe, ausm Fenster gucke, aufm Balkon sitze – oder es an der Tür klingelt.

    Denn das war in der letzten Wohnung alles nicht möglich, Balkon hatte ich eh nicht. Aber wegen der Vermieterin und einer Nachbarin lebte ich in ständiger Angst.

    Antworten
    1. Franzi Beitragsautor

      Ach Aska, ich freu mich so all das von dir zu lesen. Ich freue mich, dass gerade DU deinen Platz hast. Das macht mich ganz glücklich! :-)

      Antworten
  6. Gesa

    Liebe Franzi,

    ich bin auch eine bisher stille Leserin deines Blogs. Aber wie bei meinen Vorrednerinnen hat mich dein heutiger Beitrag so berührt, dass ich jetzt einfach schreiben muss.

    Auch ich kann deine Gefühle so gut verstehen, da ich vor genau 3 Jahren mehr oder weniger unfreiwillig von NRW nach Bayern umziehen musste und bis auf meinen Mann und meine Kinder, die ja mit mir gekommen sind, alle Freunde und die Familie und den Garten und den selbstangelegten Teich und alles was mir wichtig war zurücklassen musste. Bis dahin hatte ich keine Ahnung, wie es sich anfühlt, wenn einem der Boden unter den Füßen weggezogen wird.

    Und heute sitze ich hier und kann dir schreiben, nie im Leben hätte ich gedacht, dass aus etwas, was sich so schrecklich angefühlt hat, so etwas Gutes werden kann. Von dem Moment an, wo wir alle vier unser „Schicksal“ akzeptiert hatte und „losgelassen“ haben, hat sich alles von alleine gefügt. Meine ganze Familie kann hier ein viel besseres Leben führen, als es vorher möglich war. Auch wenn mir Freunde und Familie schmerzlich fehlen, kann ich sagen, Heimat ist da, wo man es zu lässt.

    Ich wünsche dir von Herzen, dass du dein altes Heim loslassen kannst, damit ganz bald Platz ist für ein wunderbares Neues. Mit viel Platz für Träume!

    Einen ganz lieben Gruß und viel Kraft für die nächste Zeit!
    Gesa

    Antworten
  7. Tinak

    Toller ehrlicher Bericht ….danke dir erstmal für deine offene und tolle Art deine Gefühle hier niederzuschreiben….ich kann mit dir fühlen ….unbekannterweise….was ist Lebensqualität? Jeder hat seine Sicht dieses wichtigen Stück lebenstorte und das ist gut soo….Listen to your Heart …und auch auf deinen Körper…..;) letzterer sagt einem gewiss wenn was falsch läuft….leider oft schmerzlich….aber gut,,,,es ist unser wahres Spiegelbild der Seele….
    Wünsche dir alles Gute für die nächste Zeit ,viel Ruhe und Gelassenheit ….und einen guten Draht zu deiner Intuition,,,.und dann….POWER und ENERGY….
    LG Tina aus Tirol …..ps.falls du eine extra Portion Kraft für dein Immunsystem brauchst…hab vor kurzem einen tollen Saft kennengelernt. …der mich körperlich wieder auf „gleis1“ gebracht hat….wenn deine Billionen Zellen dich mal im Stich lassen sollte….meld dich gerne:)

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  8. Katja

    Ich glaube, du gehörst an die Nordsee.
    Aus ganz unegoistischen Gründen.

    Ich drück dich und hoffe, dass du dein Heimatgefühl ganz bald wieder findest.

    Alles Liebe,
    Katja

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  9. Tabea

    Deine Gefühle kann ich gut verstehen… ohne zu Hause fühle ich mich einfach auch nicht wohl. Daher bin ich froh, dass wir bereits vor 4 Jahren in dieses Haus gezogen sind und ich es so gern mag, dass es schnell mein Zuhause wurde.
    Aber ich bin mal gespannt, was jetzt bei meinem anstehenden Auszug passiert… Wird das Haus meiner Mutter dann noch „daheim“ sein und wie lange dauert es, bis das neue Zimmer Zuhause ist?

    Und dann fällt mir noch das Haus meines Vaters ein. Er hat früher immer gesagt, dort wäre mein zweites Zuhause, aber ich habe mich dort mein Leben lang fremd gefühlt, auch wenn ich ca. 2,5 Monate pro Jahr dort verbracht habe seit meinem dritten Lebensjahr.

    Ich wünsche dir ganz viel Glück, dass du bald wieder diesen wichtigen Ort für dich hast!

    Liebe Grüße

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