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Mein Leben ohne die Pille: Der erste Zyklus ohne Pille

Guten Morgen ihr Lieben,

So, da war er. Der erste Zyklus ohne Pille. Punktgenau 28 Tage. Verrückt. 

Verrückt deswegen, weil ich es mir so gar nicht vorgestellt hätte. Ich dachte eher an völliges Chaos und zum Verrücktwerden nervende Zwischenblutungen etc. 

Aber vom Chaos fehlte tatsächlich jede Spur.

Ich spürte brav meinen Eisprung und hatte seitdem aber ständige Schmerzen im Unterleib. Das trieb mich fast in den Wahnsinn.

Während der Regel war dann plötzlich nix mehr. Nicht mal ein kleines Stechen. 

Zyklus-Schmerzen…

Während meiner  „Zyklus-Schmerzen“ (ich benenne sie jetzt einfach so) haben mir dann zwei kleine Helfer einen guten Dienst erwiesen, denn ich hatte keine Lust ständig Schmerztabletten einzuwerfen. So behalf ich mich mit einer Wärmflasche und meinen kleinen Helfern.

YOU & OIL Ki Periode* &  YOU & OIL Ki Emotionale Erschöpfung*. Zwei ätherische Öle, die mir wirklich sehr halfen. Bei leichten Schmerzen oder auch einem Schub von wilden Hormonen. (Und oh ja, diese Hormone waren sowas von spürbar…)

Zyklus ohne Pille

Neben diesen Hormonschüben bzw. genau wegen dieser Hormonschübe, begleitete mich die Übelkeit den ganzen Zyklus über. Wenn auch mal mehr und mal weniger schlimm, war sie doch immer da und bleibt wohl auch noch ein wenig. 

Mein Essverhalten hat sich – relativ schnell sogar – geändert. Der ständige Heißhunger blieb aus und verlagerte sich auf genau zwei Tage vor meiner Periode. Davor und danach aß ich ganz normal. Hatte sogar noch mehr Lust auf gesunde Lebensmittel als eh schon und wenig Lust auf Süßkram.

Diese Gefühle…

Was sich aber verstärkte waren tatsächlich meine Gefühle. Einige von euch deuteten ja schon an, dass sich da eine enorme Veränderung bemerkbar machen kann. Ja, dies war bzw. ist bei mir der Fall, ich bin noch empfindsamer und an manchen Tagen auch anfälliger für emotionale Schwankungen. Doch irgendwie ist das ok, wir wissen ja woher es kommt und so kann auch der liebste Mann ganz gut damit umgehen. 

Während sich mein aufbrausendes Wesen zeitweise ein wenig verschlimmerte, wuchs in mir aber auch die Selbstliebe enorm an. Ich kann euch nicht sagen warum, aber ich bin sanfter mit mir selbst geworden und es gab einige Tage an denen ich mich wirklich einfach mal „schön“ und „genug“ fand. Ob das mit mir selbst, oder der veränderten Hormonlage zusammenhängt, ich weiß es nicht, aber es fiel mir stark auf.

Zyklus ohne Pille

Ich hätte nicht gedacht, dass sich SO schnell etwas ändern wird, einige sagen sogar, dass man es so schnell gar nicht merken würde.

Da ich aber generell kleinste Veränderungen meines Körpers fix bemerke, wundert es mich hier jetzt gar nicht. Mein Körper zeigt mir immer sehr zeitnah und gut verständlich an, dass was fehlt oder auch anders ist. Ich seh das als enormen Vorteil an. 

Ja und nun bin ich gespannt, wie es weiter geht. Ob der zweite Zyklus ohne die Pille auch so berechenbar sein wird, wie wird die nächste Periode sein und ist mir am Ende immer noch schlecht? 

Wie geht es denn euch, die mit oder zeitnah mit mir die Pille abgesetzt haben? Merkt ihr einen Unterschied? 

PS: (Eine Leserin hat mir übrigens die Clue App empfohlen und diese Empfehlung kann ich zu 100 % weitergeben, der beste Menstruationskalender, den ich je hatte!)

*PR-Samples die mich absolut überzeugt haben! 

 

Boah ist mir schlecht

Mein Leben ohne die Pille – Boah ist mir schlecht

Hallo ihr Lieben,

dass es – zeitlich gesehen – so ein schnelles Update von meinem Leben ohne die Pille gibt, das hätte ich ehrlich gesagt gar nicht erwartet.

Nur, es da etwas, über das ich gern mit euch reden möchte. 

Mir ist schlecht!!!

Mir ist soooo fürchterlich schlecht, dass es mich im Alltag ganz schön belastet. Seit knapp einer Woche geht das so. Ein unterschwelliger Würgereiz den ganzen Tag. Brrrr. Das ist nicht schön. Schwindlig ist mir auch.

Zum Glück nicht so andauernd wie die Übelkeit, aber auch hier werde ich immer mal wieder „überrascht“, meist völlig aus dem Nichts heraus.

Boah ist mir schlechtBevor ihr alle ruft „Jaaaaa, sicher schon schwanger.“ Ne, definitiv nicht und vor haben wir das auch nicht. Nur um das nochmal zu erwähnen. ;-) 

Durch diese ewige Übelkeit hab ich kaum Appetit, das ist semi gut, denn der Hunger ist relativ normal (bis auf die Tatsache, dass ich deutlich weniger esse, weil ich wirklich mal SATT bin). Aber so gar keinen Appetit haben ist ein wenig doof.

Zeitweise merke ich, dass mir frische Lebensmittel, viel Gemüse und Obst besser tun als z.B. gekochte Lebensmittel. Vor allem in Bezug auf die Übelkeit. Zusätzlich trinke ich frischen Minztee mit Ingwer. Hab ich erwähnt, dass ich auch einen Würgereiz beim Trinken habe, DAS ist mitunter das Schlimmste an der ganzen Sache. 

Ich dachte ja zuerst, dass mein Magen mir wieder einen Streich spielte, aber diese Art von Übelkeit fühlt sich doch anders an.

Geht es nur mir so? 

Also fing ich an zu recherchieren und siehe da: Übelkeit und Schwindel ist eines DER Hauptsymptome, wenn man die Pille absetzt und sich die Hormone erst einmal neu einstellen müssen. Manche sprechen von anhaltender Übelkeit über Monate…

Danke, nein. Ich nehm gern die Pickel oder auch die doofen Haare, aber bitte keine Übelkeit über Monate. Allein die Vorstellung. 

Da ich weiß, dass mit mir zusammen ein paar weitere Frauen die Pille abgesetzt haben, lasst doch bitte einmal hören wie es euch gerade geht? Merkt ihr schon was? :-D 

Übrigens, ich möchte auf diesem Wege unbedingt einmal meiner lieben Freundin Claudi für ihre zauberhafte Unterstützung danken! Es ist so wunderbar, dass du mich begleitest! 

 

Mein Leben ohne die Pille – endlich abgesetzt

Ihr Lieben,

für mich beginnt gerade eine „große“ Zeit.

Ich habe meine Pille abgesetzt.

Nach knapp 18 Jahren. Wer diese Zahl sieht, der ahnt, dass es dabei ggf. nicht mal darum geht, dass der Mann und ich jetzt zum Nachwuchs übergehen. Denn das ist definitiv nicht der Fall. 

18 Jahre sind einfach zu viel. 18 Jahre sind mehr als mein halbes Leben.

Ich kenne meinen Körper nicht mehr ohne Hormone. Als meine Periode begann, begann für mich ein wahrer Albtraum. Schmerzen, zu starke Blutungen, das ganze Programm.

Mein damaliger Frauenarzt verschrieb mir mit 14 Jahren die Pille, hauptsächlich damit ich mein Leben – während der Periode – irgendwie halbwegs überstehen konnte. Soweit so schlecht, denn eine wirkliche Aufklärung, wie es hätte anders gehen können, die gab es damals nicht. 

Und ich nahm sie. Sie war bequem und damals auch irgendwie ein bisschen cool. Vor allem als es später um das Thema Verhütung ging. Neben den Kondomen war es, vor allem als junge Frau, doch angenehm einen weiteren Schutz zu haben. Ach und wie wunderbare es war, dass mein seine Regel einfach mal verschieben konnte, – SOMMER ich komme – was soll ich da mit einer Regelblutung? Ich sag ja, es war eine bequeme Geschichte. 

Mein Leben ohne die Pille

doppelte Hormone.

Vor einigen Jahren bekam ich die Diagnose „Schilddrüsenunterfunktion“, ab diesem Tag musste ich, zusätzlich zur Pille, auch am Morgen Hormone zu mir nehmen.

Meine Ärzte gingen mit dem Thema entspannt um „Ist gar kein Problem.“, aber in mir drin machten sich Bauchschmerzen breit. War es wirklich so „entspannt“, dass man dem Körper so viele Hormone zuführte? Wie richtig konnte es sein? Aber gut, ich merkte – zuerst – keine wirklich Veränderung und die Ärzte würden schon recht haben…

Die Sache mit meinem Gewicht.

Als ich damals die ersten Tabletten für meine Schilddrüsen nahm, da war ich sehr sicher, dass ich: „Ab jetzt mein Gewicht wieder in den Griff bekommen würde“.

Tja, nur leider passierte eher das Gegenteil. Ich nahm immer weiter zu. Um abzunehmen musste ich so wenig essen, dass es für mich schon zum Drahtseilakt wurde. Also aß ich lieber weiterhin normal. Und nahm dabei zu. 

In guten Phasen hielt ich mein Gewicht dann auch mal über eine ganze Zeit. 

Seit einigen Wochen denke ich immer intensiver darüber nach, ob das alles nicht mit all diesen Hormonen der Pille zusammen hängen kann. Mein Körper ist Dauerschwanger und wenn man da mal 1 und 1 zusammen zählt…

(Natürlich, mir ist bewusst, dass man in den wenigsten Fällen „einfach so zu nimmt“, aber Dauerschwanger macht schon etwas mit einem und ständige Heißhungerattacken sind in meinem Leben leider völlig normal geworden, ohne, dass ich das wirklich gut im Griff hätte.)

Von sämtlichen anderen Risiken der Pille will ich gar nicht erst anfangen, ich hab mich zeitweise (allerdings zurecht) völlig verrückt damit gemacht

Jetzt reicht es.

Das Bauchweh wurde immer größer und der Wille „Nach dem nächsten Blister setz ich die Pille ab.“ immer stärker. Und doch hat es doch bis heute gedauert. Denn, wie löst man sich von etwas, was sooooo bequem ist? Nicht ganz so einfach, aber als die Entscheidung fiel, da war ich wirklich froh und gleichzeitig unfassbar aufgeregt. 

Denn wie gesagt, ich kenne meinen Körper ohne die Pille nicht mehr. Ich habe keine Ahnung wie es sein wird. Ich weiß nicht, wann ich meine Periode wieder bekomme, wie die Schmerzen sein werden und wird die Blutung wieder so stark wie früher? 

Ich freue mich darauf meinen Körper wieder kennenzulernen, ihn bewusst zu erleben und zu spüren. 

Es ist schon eine aufregende Reise und auf die möchte ich euch, in den nächsten Monaten, gern ab und an einmal mitnehmen. Falls euch das Thema überhaupt interessiert!? 

Mein Leben ohne die Pille

Eine absolute Leseempfehlung, auch und vor allem um seinen Körper und die Menstruation noch ein wenig besser zu verstehen, ist das Buch „Ebbe & Blut“ von Luisa Störmer und Eva Wünsch** aus dem GU Verlag*.

Mein Leben ohne die Pille

Ein modernes und sehr weibliches Buch, welches kein Blatt vor den Mund nimmt und offene Fragen einfach und frei von der Seele weg beantwortet. Ein Buch, welches bei jeder (!) von uns im Regal stehen sollte. 

*Das Buch wurde mir vom GU Verlag kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank.
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