Archiv der Kategorie: Herbst

Quitten Aufstrich ohne Gelierzucker

Hallo ihr Lieben,

in der letzten Woche war ich u.a. nicht nur ein paar Tage in Cuxhaven, sondern auch ein paar Tage im schönen Stuttgart. Der Grund der Reise war u.a. ein Besuch im Kosmos Verlag und ein Besuch bei der Familie meines Liebsten. Denn die hatten wir schon viel zu lange nicht mehr gesehen. 

Und bei so einem Besuch gehört es natürlich dazu, das wir in den familieneigenen Garten ausgeführt werden.

Die Familie besitzt einen riiiiiesigen Garten (in dem man über fast ganz Stuttgart schauen kann, irre. Und ja Papa, er ist größer als dein Garten!) und in diesem Garten wachsen nicht nur die leckersten Weintrauben, sondern auch die größten und besten Quitten, die ich je gesehen habe. 

Quitten, Quitten, Quitten…so viele Quitten.

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Des Mannes Cousine sagte dazu „Ach Franzi, um den Baum kümmern wir uns fast gar nicht und dann sieht er plötzlich so aus.“ 

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An ihm hängen die Besten sonnengereiften Bio-Quitten der Welt. Unglaublich. Kein Wunder, dass der Baum, eines Nachts im letzten Jahr, schlichtweg leer geräubert wurde. Frech und unnötig, aber wer kann es nicht ein ganz klein bisschen nachvollziehen, dass man bei dieser Pracht schwach werden kann? ;-) 

Mein Glück war, dass ich keine nächtliche Räuberaktion brauchte, sondern mir die Früchte ganz legal vom Baum pflücken durfte. 

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Die Entscheidung, was ich aus diesen wunderbaren Früchten zaubern würde, die fiel sehr schnell. Denn was kann aus einer Quitte besseres werden, als ein süßer und kräftiger Quitten Aufstrich, der auch noch im tiefen Winter das Herz aufgehen lässt und beim Genuss förmlich die Sonnenstrahlen auf der Zunge tanzen? 

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Ein kleiner Tipp am Rande, wenn ihr Quitten kauft oder pflückt, lasst sie ruhig noch ein paar Tage liegen, dann entfaltet sie ihr Aroma noch ein wenig besser.

Für 2-3 Gläser Quitten aufstrich (à 400 ml) ohne Gelierzucker braucht ihr:

ca. 1,5 kg Quitten 
ca. 1 kg – 1,2 kg Rohrrohrzucker
1/2 Zitrone 
300 ml naturtrüben Apfelsaft 

Die Quitten gründlich abwaschen und den „Pelz“ entfernen. Bei Bedarf (harte oder dunkle Stellen) schälen. 

Das Kerngehäuse entfernen und die Quitten in kleine Stücke schneiden. 

In einen Topf geben und 300 ml Apfelsaft auffüllen, sowie 3-4 Zitronenscheiben dazu geben. 

Ca. 45 Min. köcheln lassen. 

Den Topfinhalt abwiegen und mit der gleichen Menge Zucker in eine ofenfeste Form geben. Die Zitronenscheiben entfernen.

2 TL Zimt unterrühren und das Quittenmus nun für ca. 2 Stunden bei 180 ° C im (vorgeheizten) Ofen gelieren lassen. Die Quitten ab und an umrühren damit nichts anbrennt.

Die Quitten aus dem Ofen holen und noch im Topf vorsichtig pürieren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Den Topf noch einmal für einige Minuten zurück in den Ofen stellen.

Den heißen Quitten Aufstrich sofort in saubere Gläser füllen und verschließen. 

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Lasst es euch schmecken! :-)

Spitzkohltopf wie früher – #7xregional mit REWE Regional

Dieser Beitrag entstand in freundlicher Kooperation mit REWE Regional. 

„Regional einkaufen!?“

Was zu Zeiten unserer Großeltern noch ganz normal erschien, das hat sich im Laufe der Zeit leider ein wenig „verwachsen“. Das Angebot in den Supermärkten wurde größer, die Auswahl fast nicht mehr überschaubar und woher all unsere Lebensmittel kamen. Tja. Eine gute Frage. 

Man findet auf den Verpackungen das Herkunftsland, aber den wirklichen Herkunftsort? Leider nur sehr selten. 

Um so besser, dass seit einiger Zeit ein – sehr wichtiger – Wandel stattfindet und es uns Konsumenten nicht mehr ganz so egal scheint, woher unsere Lebensmittel kommen. 

Viele greifen zu Bio Produkten, suchen dort diese „Sicherheit“ der Herkunft. Nur wird oft vergessen, das Bio nicht gleich Bio ist. Das europäische Bio Siegel z.B., dass ist ein Minimum Standard. Eine Idee wie es sein könnte. Nur oft kaum besser hergestellt oder großgezogen, als ein konventionelles Produkt. Dafür aber teurer. Anders sieht es bei den wirklich nachhaltigen Siegeln wie Demeter, Naturland oder Bioland aus. Deren Standards und Richtlinien sind sehr, sehr hoch. 

Doch neben all den Siegeln, da vergessen wir oft, dass da auch die Landwirte aus unserer Region sind, die sich so ein Siegel ggf. gar nicht leisten können und trotzdem nachhaltig wirtschaften und unterstützt werden sollten. 

REWE Regional hat sich diese Landwirte ins Boot geholt und mit der Eigenmarkte „REWE Regional“ eine saisonale und regionale Einkaufswelt erschaffen, die nicht nur auf all die wunderbaren Produkte aufmerksam macht, sondern uns auch erfahren lässt, woher die Produkte kommen. 

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Ich freue mich enorm über diese positive Entwicklung. Ich koche selbst, wie ihr ja eh wisst, am Liebsten mit frischen, regionalen und vor allem saisonalen Lebensmitteln und finde es mehr als wunderbar, dass jetzt auch die Supermarkte mitziehen und den regionalen Produkten eine Plattform bieten. 

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#7xregional – 7 Food Blogger, 7 Tage, 7 Wochen regionale Produkte

REWE Regional hat es sich zur Aufgabe gemacht, die regionale Produktpaletten wieder mehr in den Vordergrund zu stellen und startet mit #7xregional schon zum zweiten Mal eine spannende Aktion mit 7 verschiedenen Bloggern, bei der es darum geht sich jeweils eine Woche so regional wie möglich zu ernähren. 

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Im Fokus dieser Woche steht bei mir der regionale Kohl, denn neben der Tatsache, dass so ein vitaminreicher Kohl enorm lecker ist, dominiert z.B. der Anbau des Weißkohls, hier in Schleswig Holstein, vor allen anderen Gemüsesorten. 

Bei den Überlegungen, was ich denn in dieser Woche kochen sollte, fiel mir das erste Mal so richtig auf, dass der Kohl generell schon eine große Rolle in meiner Ernährung spielt und in vielen meiner Gerichte einen Platz findet.

Also schnappte ich mir drei meiner liebsten Gerichte und beginne heute mit meinem absoluten Liebling, dem Spitzkohltopf „wie früher“. Wie früher, weil meine Mama ein ähnliches Gericht (damals noch mit Fleisch) oft zubereitet hat und es eines dieser Gericht ist, mit denen ich meine Kindheit verbinde. 

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Also, ran an den Spitzkohl! 

Für 2-3 Portionen braucht ihr: 

1 kleinen oder halben Spitzkohl ca. 300 g 
500 ml Gemüsebrühe + 300 ml Gemüsebrühe
400 g Kartoffeln 
2 TL Salz 
50 g trockne Sojaschnitzel 
etwas frisch gemahlener Pfeffer 
1/4 TL Kümmel
Salz 

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Den Kohl waschen und in feine Streifen schneiden. Die Kohlstreifen in eine Auflaufform oder einen Ofenfesten Topf schichten. Mit 500 ml heißer Gemüsebrühe übergießen und ein paar Minuten stehen lassen. 

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Die Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden, die Würfel zusammen mit 2 TL Salz unter den Kohl mischen und mit weiteren 300 ml Gemüsebrühe aufgießen. 

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Die Sojaschnitzel in etwas Gemüsebrühe einweichen und mit etwas frisch gemahlenem Pfeffer, 1/4 TL Kümmel und Salz abschmecken. Die Sojaschnetzel über die Kartoffeln und den Kohl geben. 

Die Form oder den Topf – abgedeckt – im vorgeheizten Ofen ca. 50-60 Min. garen lasse, bis die Kartoffeln schön weich sind. Nach 30 Minuten im Ofen den Deckel abnehmen, damit die Sojaschnetzel schön braun werden. 

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Und damit ihr dieses leckere Gericht auch schleunigst nach kochen könnt, verlose ich unter allen Kommentaren, die mir folgende Frage bis zum 25.09.2016 18:00 Uhr beantworten: 

„Welches Obst oder Gemüse ist denn in deiner Region heimisch?“ 

3 x eine 100 Euro Gutscheinkarte von REWE. 
Der Gewinner / die Gewinnerin wird nach dem Zufallsprinzip ausgelost und per Email benachrichtigt. Eure Daten werden von mir lediglich zum Versand der Gutscheine genutzt. 

Die Mädchenküche kocht #4 – Rosenkohlsuppe

Ach ihr Lieben,

nun geht die Mädchenküche schon in die vierte Runde, irre wie die Zeit rennt oder? :-) 

In dieser Runde spielte der Kohl die Hauptrolle und die anderen Mädels (Simone, Ramona, Natalie, Sibel, Ilona, Sam und Maja) kredenzten euch schon viele tolle Gerichte rund um dieses leckere Wintergemüse.

Von mir bekommt ihr eines meiner liebsten Rezepte aus meinem Buch* auf den Tisch. Meine heiß geliebte und cremige Rosenkohlsuppe (und natürlich ist das die leckerste Rosenkohlsuppe der Welt. Wohl ja!) 

Das Schönste und Leckerste was Rosenkohl werden kann. Ich verspreche es euch. ;-) 

Mit dieser Suppe bekommt ihr (fast) jeden Rosenkohlhasser herum und schnell und einfach gemacht ist sie dazu auch noch. Perfekt oder? :-) 

Rosenkohlsuppe

Für 4 Portionen
600 g Rosenkohl
15 g frischer Ingwer
700 ml Gemüsebrühe
50 g Kürbiskerne
200 ml Sojasahne
Saft einer Orange
Salz
Pfeffer aus der Mühle

Besonderes Werkzeug
Pürierstab

Zeitbedarf
45 Minuten

Den Rosenkohl gründlich waschen, die äußeren Blättchen und die Strünke entfernen. Die Röschen halbieren und in einen Topf geben. 

Den Ingwer schälen und grob geschnitten zum Rosenkohl geben.

Die Gemüsebrühe zum Rosenkohl gießen und das Gemüse auf mittlerer Stufe etwa 20 Minuten köcheln lassen, bis der Rosenkohl weich ist. Währenddessen in einer Pfanne die Kürbiskerne ohne Fett nicht zu dunkel anrösten.

Den Topf vom Herd nehmen und den gekochten Rosenkohl pürieren. Mit Sojasahne und dem Saft einer Orange verfeinern und nochmals kurz durchmixen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und die Suppe zusammen mit den gerösteten Kürbiskernen servieren.

Lasst es euch schmecken ihr Lieben und habt eine wundervolle Woche! :-) 

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