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Mango-Passionsfruchtessig-Pralinen

Es ist geschafft. Weihnachten habe ich erfolgreich hinter mich gebracht, wir sind ohne Schneegestöber im Allgäu angekommen und nun sitze ich gemütlich auf dem Sofa unserer Ferienwohnung, kann aus dem Panorama-Fenster schauend die weiße Schneepracht bestaunen und nebenbei kleine, feine Pralinen genießen.

Irgendwie muss ich mich ja auf die kleine vegane Buddha-Praline einstimmen, die ich Dir hier im Gemüseregal präsentieren darf.

Habe ich mich eigentlich schon vorgestellt?

Entschuldigt bitte, das habe ich jetzt vor lauter Pralinen-Nascherei glatt vergessen. Ich bin Nele, pralinen- und schokoladenverrückt und ich schreibe den Pralinenblog Pralinenwahnsinn.

Franzi habe ich im März in Bremen bei einem Blogger-Workshop kennenlernen dürfen. So wie Franzi schreibt, ist sie auch. Herzlich, offen, freundlich, gute Laune versprühend und mit beiden Beinen fest im Leben stehend. Wir sprachen im März schon über vegane Pralinen, aber wie das so ist…

…Die Zeit vergeht, der Gedanke hängt noch in einer der vielen kleinen Ideen-Nischen in meinem Kopf, aber ich habe es erst jetzt geschafft, diese kleine, fruchtige, cremige und leicht säuerliche Praline herzustellen.

Als ich mich das erste Mal mit dem Thema vegane Pralinen beschäftigte, stellte sich mir unweigerlich die Frage, wie ich cremige, zartschmelzende Pralinen ohne Sahne und Butter herstellen kann. Geht das denn? Kriege ich eine schmelzende Canache (Pralinenfüllung) hin, die beim Anschnitt auch schön glänzt wie mit Butter?

Klar, Zartbitterkuvertüre ist vegan. Statt Vollmilchkuvertüre mit Milchpulver kann ich Kuvertüre mit Reismilchpulver verwenden. Die lässt sich ebenso gut wie „klassische“ Vollmilchkuvertüre verarbeiten und geschmacklich ist sie auch sehr lecker.

Und als Füllung? Da gibt es diverse Marzipane, Nougat, Fruchtpürees, Gelees, Nüsse, etc., die ich verwenden kann. Aber schon wieder Marzipan, Nougat und Nüsse? Och, nö. Nicht schon wieder. ;-)

Zurzeit liebe ich Pralinen mit Essig oder Pfeffer. Für meine Weihnachtspralinen kamen diverse Essig- und Pfeffersorten zum Einsatz. Meinen Lieblingsessig hatte ich aber nicht verwendet. Der sollte nicht in einer Pralinenkollektion neben anderen Pralinen eingesetzt werden.

Dieser Essig sollte seinen eigenen „Auftritt“ erhalten. Es handelt sich übrigens um Passionsfruchtessig. Zusammen mit Mangopüree und Zartbitterkuvertüre bildet der Essig eine wunderbare Pralinenfüllung. Und als handgegossene Buddha-Praline macht sich diese Füllung doch noch besser, oder?

Mango-Passionsfruchtessig-Pralinen

mango-passionsfruchtessig-buddha-1

Zutaten

(Für ca. 20 Buddha-Pralinen)

150 g Zartbitterkuvertüre, z. B. von Original Beans
150 g Manopüree
50 g Glukosesirup
4 EL Passionsfruchtessig

Zubereitung

Die Zartbitterkuvertüre hacken und in eine hitzebeständige Schüssel geben. Das Mangopüree mit dem Glukosesirup aufkochen und eine Minute weiter kochen lassen.

Dann das Püree vom Herd ziehen und zwei Minuten ruhen lassen.

Nun das heiße Püree über die Kuvertüre gießen, eine Minute ruhen lassen und dann die Kuvertüre mit dem Püree zu einer glatten Masse verrühren. Die entstandene Frucht-Canache auf 31°C bis 32°C abkühlen lassen.

Nun den Passionsfruchtessig unterrühren und abschmecken. Hier kannst Du übrigens ja nach persönlichem Geschmack etwas weniger oder aber auch etwas mehr Essig verwenden.

Die fertige Canache nun in einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllen und nun kann die Fertigstellung der Mango-Passionsfruchtessig-Pralinen beginnen:

Gegossene Pralinen:

Eine Pralinenform mit temperierter Zartbitterkuvertüre ausgießen. Sobald die Kuvertüre auskristallisiert ist, die Canache in die Formen spritzen. Dabei darauf achten, dass Du dabei einen ca. 2 mm hohen Rand frei lässt. Die Pralinenform über Nacht an einem kühlen Ort (nicht Kühlschrank) ruhen lassen.

Am nächsten Tag die Pralinen mit temperierter Zartbitterkuvertüre verschließen. Die Kuvertüre für ein paar Stunden auskristallisieren lassen. Nun noch die Pralinen aus der Form befreien.

Fertig.

Gekaufte Pralinen-Hohlkörper

Die fertige Canache in Zartbitter-Hohlkugeln füllen und über Nacht ruhen lassen. Am nächsten Tag die Hohlkugeln mit temperierter Zartbitterkuvertüre verschließen.

Die Kugeln nun noch mit temperierter Zartbitterkuvertüre umhüllen. Ich ziehe mir hierzu gern Einweghandschuhe an, nehme drei Kugeln gleichzeitig in die linke Hand, löffel‘ etwas Kuvertüre darüber und überziehe die Pralinenkugeln mit kreisenden Bewegungen in beiden Händen.

Danach die fertigen Pralinen auf Backpapier setzen und auskristallisieren lassen. Fertig.

mango-passionsfruchtessig-buddha-2 (1)

Nun noch abschließend ein kleiner Hinweis zum verwendeten Glukosesirup:

Warum verwende ich Glukosesirup in Fruchtpralinen? Wenn Fruchtsäure auf Kuvertüre trifft und beide Zutaten zusammen zu einer Pralinenfüllung verarbeitet werden, kann es passieren, dass sich in der Füllung nach zwei, drei Tagen kleine Kristalle bilden.

Die Füllung fühlt sich dann auf der Zunge krisselig an. Der Geschmack ist zwar nicht beeinträchtigt, aber die Füllung ist nicht zartschmelzend-cremig.

Mit Einsatz von Glukosesirup wird genau dieser Effekt verhindert. Die Füllung bleibt auch nach einer Woche oder länger noch schön zart-cremig, wenn die Pralinen nicht vorher schon aufgegessen wurden. ;-)

Ich hoffe, mein sehr kleiner Ausflug in die vegane Pralinenwelt hat Dir gefallen.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall einen guten Jahresausklang, einen guten Rutsch ins neue Jahr und ein gutes Jahr 2015!

Vielleicht lesen wir uns ja mal wieder? ;-)

Schokoladige Grüße,
Nele

Dinkelnudeln mit Brokkoli, Rosenkohl und Karotten

Hallo Ihr lieben Leser des Gemüseregals,

Wie fange ich jetzt an? Hm, am besten damit wie ich hierher komme :) Franzi hatte vor einer Weile auf Facebook nach Gastbloggern gesucht und ich wollte direkt aushelfen, aber wie es nun mal oft so ist, hatte ich dann selbst kaum Zeit und das ganze verschob sich etwas.

Inzwischen geht es Franzi viel besser, meinen Gastbeitrag nahm sie aber netterweise immer noch an ;) das freut mich sehr, da ich sie, ihren Blog, ihre Fotos und ihre Art sehr mag.

Übrigens bin ich tatsächlich weder Vegetarierin noch Veganerin, koche aber sehr oft vegetarisch und ab und an auch mal vegan.

Die Rezepte findet man dann auf meinem Blog unter www.leckermachtlaune.de

Mal von Rezepten abgesehen stelle ich auch mal Koch- und Backbücher oder verschiedene Küchenutensilien vor. Man munkelt ich hätte da eine ganz gute Sammlung ;)

Für Euch habe ich heute passenderweise ein vegetarisches Rezept mitgebracht:

Hausgemachte Dinkelnudeln mit Brokkoli, Rosenkohl und Karotten

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Ich weiß schon, viele mögen gerade Rosenkohl und Brokkoli nicht. Ich allerdings finde, dass die beiden sehr unterschätzt werden und plädiere dafür ihnen eine Chance zu geben. :)
Wie man auf dem Foto sieht, habe ich Röhrchennudeln gemacht, weil ich da einen Vorsatz für meine Küchenmaschine habe (ich liiiiiebe ihn). Wer diese Möglichkeit nicht hat, kann den Nudelteig aber genauso gut zu Bandnudeln verarbeiten.

Zutaten:

Nudelteig:
200g Dinkelmehl, Type 630
100g Dinkelvollkornmehl
100g Dinkelgrieß, fein
4 Eier
1 TL Salz

Beilage:
2 EL Butter
200g Frischkäse
1 Brokkoli, mittelgroß
500g Rosenkohl
350g Karotten
150g gehackte Haselnüsse
Salz und Pfeffer

Zubereitung:

1. Alle Zutaten für den Nudelteig gut vermengen, eine Kugel aus dem Teig formen und in Frischhaltefolie gewickelt für eine Stunde in den Kühlschrank legen. Danach zu Nudeln verarbeiten und bis zum Kochen liegen lassen.

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2. Gemüse putzen. Brokkoli in Röschen und Rosenkohl in Hälften teilen und je ca 5 min in kochendem Salzwasser blanchieren. Danach mit kaltem Wasser abschrecken.

3. Haselnüsse in einer Pfanne ohne Fett anrösten und beiseitestellen.

4. Karotten schälen und raspeln. Butter in einer Pfanne schmelzen, Karottenraspel hineingeben und anschwitzen bis sie fast gar sind aber noch etwas Biss haben. Brokkoli und Rosenkohl ergänzen und ca 3 min mitbraten. Frischkäse unterrühren, mit Salz und Pfeffer würzen und alles zusammen ein Paar Minuten garen. Fertig.

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5. Nudeln kochen und zusammen mit dem Gemüse und den Haselnüssen anrichten.

Das wars, Ihr Lieben :)
Franzi, danke, dass ich Dein Gast sein durfte! Vielleicht hast Du ja auch mal Lust nächstes Jahr mal in meinem Blog vorbei zu schauen ;)

Guten Appetit allerseits!
Eure Irina

Meine liebe Irina, aber absolut und gern bin ich im nächsten Jahr zu Gast bei dir, es wäre mir die größte Ehre und ich danke auch dir von ganzem Herzen, dass du zu Gast bei mir warst! Ich persönlich liebe ja Brokkoli und auch mit Rosenkohl hab ich mich mittlerweile angefreundet. Dein Rezept werd ich also ganz bestimmt nach kochen! :-) 

LanisLeckerEcke über Lebensmittel von der Tafel

Liebe Gemüseregal-Leser, als Franzi mich fragte, ob ich einen Beitrag über meine wöchentlichen Besuche bei der Speisekammer schreiben möchte, war ich sofort Feuer und Flamme. Schließlich ist sie der Grund dafür, dass ich über meinen Schatten gesprungen bin und diese Hilfe seitdem annehme!

Aber von vorne – erinnert Ihr Euch an das 20 € – eine Woche Experiment Anfang des Jahres? Genau darin habe ich mich sehr wieder erkannt. Egal wie ich wirtschafte, am Ende des Monats steht ein dickes Minus auf dem Konto.

Und plötzlich kam das Thema Tafel auf. Natürlich hatte ich schon öfter mit dem Gedanken gespielt (eine Verwandte in Bayern geht regelmäßig hin), aber bisher hatten Schamgefühl und Angst doch überwogen.

Als Franzi nun aber den Aspekt „Lebensmittelrettung“ anbrachte, gab mir das den entscheidenden Tritt in die richtige Richtung.

Ich fragte eine gute Freundin ob sie mitkommen möchte und zusammen stellten wir uns dem Abenteuer Tafel.

Hier nun ein Resumee von fast einem Jahr Lebensmittelunterstützung:

Im Landkreis Aschersleben (Salzlandkreis) gibt es keine Tafeln. Als die Idee aufkam eine solche Unterstützung aufzubauen, gab es eine Ablehnung vom Tafel-Verein mit der Begründung das bereits in Quedlinburg und Staßfurt Tafeln etabliert sind und ein gewisser Kilometerradius eingehalten wird. Aschersleben bräuchte keine eigenen. Doch wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Die Volkssolidarität nahm sich dieses Vorhabens an und etablierte die Speisekammer, die es mittlerweile seit fast 7 Jahren gibt. 11 Geschäfte aus Aschersleben und Umgebung spenden regelmäßig Lebensmittel, es ist täglich von 12:45 – 13:30 Uhr geöffnet und das Angebot wird gut angenommen.

Jeder Bedürftige darf einmal pro Woche hingehen und Lebensmittel mitnehmen. Das ist ganz einfach – man weist sich mit seinem Ausweis aus, gibt leere Tüten hin, zahlt seinen Unkostenbeitrag (1,50 € pro Erwachsenen, 1,00 € pro Kind) und bekommt mehr oder weniger volle Tüten zurück – je nachdem was und wie viel gespendet wurde.

Hier seht Ihr eine Auswahl:

Tafel LanisLeckerEcke Tafel LanisLeckerEcke

Immer enthalten sind Brot und Brötchen, Gemüse, Obst, Aufstriche/Wurst/Käse, Milchprodukte wie Joghurt/Quark/Sahne und Süßigkeiten. Ansonsten durchaus wechselnde Sachen – ich hatte schon Tiefkühlprodukte, Marmelade, Nudeln, Mehl, Zucker, Haferflocken, Backkakao…

Die Gründe warum Sachen gespendet werden sind vielfältig. Der Hauptgrund ist natürlich das (fast) überschrittene Mindesthaltbarkeitsdatum. Die meisten Menschen lehnen „überlagerte“ Lebensmittel ab, obwohl sie noch absolut in Ordnung sind. Das MHD bezeichnet letztlich nur das Datum bis zu dem der Hersteller garantiert, dass Geschmack, Konsistenz, Farbe etc. so sind wie versprochen. Und damit sie auch definitiv nicht daneben liegen, wird dieses Datum natürlich „vordatiert“. Das sollte man immer im Hinterkopf behalten.

Aus diesem Grund verlasse ich mich bei Lebensmitteln auf meine Sinne.

Wie riecht das Produkt?
Wie sieht es aus?
Und schmeckt es komisch?

Wenn Ihr wüsstest was ich bereits so verarbeitet habe..

Ein weiterer Grund warum Sachen bei der Speisekammer landen, ist eine kaputte Verpackung. Verbeulte Dosen, aufgerissene Packungen, Löcher in der Mehltüte und ähnliches. Bei diesen Produkten ist das MHD meist noch nicht mal ansatzweise erreicht, dennoch würde es im Laden niemand mehr kaufen.

Der letzte Grund der mir jetzt für gespendete Produkte einfällt ist die Saisonware. Wer will im Mai schon noch Osterhasen kaufen? Oder im Januar Weihnachtsmänner? Selbst reduziert werden die kaum noch angeschaut, geschweige denn gekauft. Tja und sowas habe ich dann in meinen Tüten :)

Natürlich stellen mich manche Produkte dann auch vor eine Gewissensfrage. Zum Beispiel die Brötchen! Vielleicht habt Ihr schon vom großen Bäckereisterben gehört? Das Handwerk der Bäcker stirbt immer mehr aus, weil Discounter ihre Backstationen haben. Diese Brötchen sind günstig und verfügbar – werden also gekauft und die richtigen Bäcker haben das Nachsehen. Ich versuche soviel wie möglich selbst zu backen, weil wir keinen traditionellen Bäcker vor Ort haben. Ich weigere mich (oft) Brot und Brötchen im Discounter zu kaufen und dann habe ich die übrig gebliebenen Brötchen aber in der Tüte.

Was tun? Zum wegwerfen sind sie definitiv zu schade. Ich könnte auch sagen, dass ich keine Brötchen/Brot haben möchte, allerdings müsste ich dann auch sämtliche Brotbeläge ablehnen. Da ich so gut wie jeden Abend warm koche, wird nämlich kaum was davon verbraucht.

Deshalb habe ich den Brötchentag erfolgreich etabliert. Einen Tag in der Woche – meist der Speisekammertag – gibt es abends Brötchen mit Aufschnitt, dazu Salat und eventuell Würstchen oder ähnliches. Je nachdem was noch in der Tüte war. Und es bleibt ja noch die Frage was mit den Brötchen wäre, wenn ich sie nicht nehmen würde – ewig halten die nun auch nicht…

Ähnlich geht es mir bei Obst und Gemüse. Wenn ich einkaufe versuche ich darauf zu achten, dass die Produkte mindestens „marktfrisch aus Deutschland“ sind. Also nicht z. B. in Spanien oder Israel produziert wurden. Ich möchte ungern aktiv Produzenten unterstützen, die in Wüstengebieten mit Hilfe unterbezahlter Arbeiter wertvolles Wasser verschwendend Obst und Gemüse und dieses dann über eine extreme Distanz und unter bedenklichem CO2-Verbrauch nach Deutschland bringen.

Bei den Produkten in der Tüte ist es natürlich nicht nachvollziehbar woher die Sachen kommen.. Deshalb finde ich es besonders gut, dass die Volkssolidarität mit der Öseg (ökologische Sanierungs- und Entwicklungsgesellschaft) zusammen arbeitet. Im Sommer/Herbst bewirtschaftet die Öseg – nach Absprache mit den Verpächtern – mit Ein-Euro-Jobbern brach liegende Kleingärten im Umkreis. Dadurch kommt gerade in den Sommermonaten eine Menge frisches in die Tüten, z. B. Tomaten, Zwiebeln, Radieschen etc. Noch jetzt habe ich regelmäßig Kartoffeln dabei!

Leider sind saisonale „Ausrutscher“ durchaus möglich. So hatte ich im März mal Erdbeeren und im Dezember Wassermelone. Da drücke ich aber definitiv ein Auge zu – sonst sind die Sachen wirklich saisonal. Momentan bekomme ich jede Woche Kohl – Wirsingkohl, Rotkohl, Weißkohl, Rosenkohl, Blumenkohl – es ist wirklich eine Herausforderung damit abwechslungsreich zu kochen! Vor allem bei meiner „schon wieder … – Mäkel-Familie“ ^^.

Letzte Woche habe ich die Gelegenheit genutzt und mit der Chefin der Speisekammer kurz gesprochen und ihr gesagt wie toll ich es finde, dass es diese Möglichkeit gibt. Ich bewundere es mit wie viel Herzblut die Mitarbeiterinnen dabei sind. Ich fühle mich dort sehr wohl, die teils ehrenamtlich arbeitenden Damen vor Ort sind freundlich und herzensgut. Wenn ich meinen Mini dabei habe, bekommt er meist eine Kleinigkeit, sei es nun ein Trinkpäckchen oder eine Milchschnitte. Es ist einfach süß.

Auch zu jedem Fest ist eine Kleinigkeit für die Kids dabei. Hier zum Beispiel die Nikolausüberraschung für die Kids:

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Man muss sich immer vor Augen führen, dass eine solche Einrichtung viel mehr ist als „Einkaufen“ – für viele ist es eine der wenigen Möglichkeiten für soziale Kontakte. Viele der Speisekammerkunden haben einen festen Tag in der Woche an dem sie kommen
(wir gehen z. B. vorzugsweise dienstags, weil montags die Leute teilweise ab 8 Uhr stehen und warten und die restlichen Wochentage bei uns meist voll mit Termine sind). Und man sieht oftmals die gleichen Menschen!

Natürlich kommt man durchaus mit ihnen ins Gespräch, wenn man reden will, dann findet man jemanden der zuhört. Mir ist aber in letzter Zeit in einschlägigen Facebook-Gruppen vermehrt aufgefallen, dass es zur Tafel mehrere Standpunkte gibt. Die Menschen die die Tafeln gut heißen, aber selbst nicht hingehen. Diejenigen die (mehr oder weniger regelmäßig) hingehen und sich über die Unterstützung freuen, die die sich (noch) nicht trauen und diejenigen die voller Hass, Neid und Missgunst sind.

Es ist erschreckend Dinge zu lesen wie „Warum gehe ich eigentlich arbeiten, wenn Ihr alles hinterher geworfen bekommt von der Tafel?“ oder „Bist du wirklich so bedürftig das du es nötig hast dort hinzugehen?“. Ich denke die wenigsten der Menschen die diese Hilfe in Anspruch nehmen, haben es sich ausgesucht so wenig Geld zur Verfügung zu haben.

Und mit diesen Worten möchte ich dieses doch recht ernste Thema abschließen.

Ich hoffe ich konnte Euch ein wenig Einblick verschaffen, für Fragen stehe ich Euch natürlich zur Verfügung.

Übrigens zeige ich auf Instagram jede Woche meine „Wochenausbeute“ und versuche regelmäßig auf meinem Blog LanisLeckerEcke zu berichten was ich aus den Sachen gemacht habe.

Grüße,
Henriette

Meine liebe Henriette, ich möchte mich auf diesem Wege wirklich von ganzem Herzen für diesen wundervollen Beitrag bedanken. Ich finde es wahnsinnig toll, wie du dich mit dem Thema beschäftigst und dass mein Beitrag zum Thema „20 Euro – eine Woche“ dich damals dazu bewogen hat, dir die Tafel einmal anzusehen. :-) Ich schaue mir deine Bilder zu dem Thema so gern an, es ist einfach ein spannendes Thema!  – Hab 1000 Dank, Franzi