Wie isst es sich eigentlich glutenfrei?

Hallo ihr Lieben :-)

Ich erinnere mich noch daran, dass vor ca. drei Jahren eine liebe Freundin von mir zu Besuch kam und mir mitteilte, dass all die Ursachen ihres Leidens – welches sie seit Jahre mit sich herum schleppte – auf eine Zöliakie zurück zu führen wäre. Das war auch für mich erst mal ein Schock, denn mal eben so wie immer miteinander essen, das war nicht mehr möglich und ich war geschockt über das Ausmaß dieser Krankheit, die ich bis zu diesem Zeitpunkt kaum kannte.

Man muss auf einmal IMMER extra kochen, extra lagern, jeden Teller, jedes Glas noch einmal reinigen, jeder Hauch von Gluten hat enorme Auswirkungen.

Diese Krankheit ist wirklich, wirklich übel und Ende des letztens Jahres hat man sie dann plötzlich auch bei mir vermutet.

Einer meiner ersten Gedanke (neben dem allgemeinen gesundheitlichen Aspekt) damals  war „Hilfe, wie weit kannst du jetzt noch so kulinarisch leben wie bisher?“ (In meinem Speiseplan gehört Getreide und gerade Dinkel soooo stark dazu, dass das für mich wirklich ein „Verlust“ dargestellt hätte)

Glücklicherweise waren die Ergebnisse dahingehend negativ.

Vor ca. drei Jahren als meine Freundin die Diagnose bekam, da waren die Glutenfreien Produkte noch ziemlich rar auf dem Markt. Eine kleine Auswahl war zu finden, aber es war auch nicht immer einfach. Und teuer, da brauch man sich nichts vormachen…

Heute hat sich viel getan, mittlerweile gibt es sogar extra Onlineshops nur für Glutenfreie Produkte. Ein riesiger Schritt und absolut erholsam für die Menschen, die von Zöliakie betroffen sind. Es ist leichter geworden sich auch mit Zöliakie kulinarisch auszutoben.

Schnitzer z.B. ist so ein Shop und führt eine Menge Glutenfreie Produkte. Ihr könnt euch dort von A bis Z mit wunderbaren Produkten eindecken und sicher sein, dass kein Gluten enthalten ist.

Schnitzer war so freundlich und hat mir einige dieser Produkte (kosten- und bedingungslos) zur Verfügung gestellt, damit ich einfach mal kosten kann, wie kulinarisch glutenfrei sein kann.

Und ich muss sagen, dass mir vor allem das Bier SO SO SO SO gut geschmeckt haben. Ich bin an und für sich kein Biertrinker, aber das hat mir richtig gut geschmeckt und der „Pizza Boden“ klar, das ist kein richtiger Hefteig, wie man ihn halt kennt, aber er schmeckt sehr gut und lecker und wenn es anders nicht geht, dann ist das einfach eine super Alternative.

Schnitzer_Gemueseregal_2 Schnitzer_Gemueseregal_3

Ihr seht heutzutage lässt es sich köstlich glutenfrei schlemmen und ich habe das Gefühl, dass das auch immer wichtiger wird, weil immer mehr Menschen eine Zöliakie entwickeln. Wie und womit das zusammenhängt, tja da sagt jeder etwas anderes. Meine Vermutung geht aber stark in die Richtung, dass unsere Därme einfach mit dem stark verarbeiteten Getreideprodukten umgehen können. Gerade bei Weizen ist das ja enorm auffällig. Von dem eigentlich Ur-Weizen ist da nichts mehr zu finden. :-(

Schnitzer_Gemueseregal_1Der Pizzaboden ist einfach mit einer frischen Avocado und Tomaten belegt.

Solltet ihr also mal Besuch von glutenempfindlichen oder eben Zöliakie Erkrankten Freunden oder Verwandten bekommen, ihr wisst jetzt wo ihr schöne Produkte für sie kaufen könnt. :-)

6 Gedanken zu „Wie isst es sich eigentlich glutenfrei?

  1. Nadja

    Hallo, ich lebe jetzt seit 1 1/2 Jahren glutenfrei und habe mir noch nie einen Ersatzkeks, Pizzaboden oder sonstwas gekauft. Ich geh lieber zum Gemüseregal ;)
    Da findet man alles, was man zum Leben braucht. LG Nadja

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    1. Franzi Beitragsautor

      Super Einstellung liebe Nadja! :) Generell bin ich da auch selbst absolut für, aber geht dir nicht ab und an mal so ne Pizza ab? Rein interessiert gefragt. :)

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      1. Nadja

        Hey Franzi, ne, Pizza und Nudeln fehlen mir überhaupt nicht. Die positiven Auswirkungen, die die Umstellung auf meine Psyche gehabt hat überwiegen für mich zu sehr. Mein Leben hat sich um 180° Grad gedreht, da interessiert mich keine Pizza mehr. Den Ersatzlebensmitteln kann ich irgendwie nichts abgewinnen. Ich habs als Wink mit dem Zaunpfahl genommen und dann gleich alles geändert. Für „Notfälle“ back ich ab und an getreidefreies Brot, ist nicht vergleichbar, aber das tuts aller viertel Jahre mal. Und auch wenn es heißt „bitte einen Kuchen mitbringen!“ back ich schön getreidefrei. Das kann ich dann auch essen und den anderen schmeckt auch das.

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  2. Hannah

    Hallo Nadja!

    Echt toll wie du mit deiner Zöliakie umgehst, man darf sich vor solchen Diagnosen einfach nicht einschüchtern lassen! Ich habe viel Erfahrung mit Diabetes, da mein Mann sehr aufpassen muss beim Konsum zuckerhaltiger Getränke und Speisen. Wir mussten uns deshalb ernährungstechnisch auch ziemlich umstellen. Ich finde es aber toll, dass es auch hier schon so viele Alternativprodukte gibt – eben genauso wie für Gluten- und Laktoseunverträglichkeit. Es ist wirklich komisch, dass solche Stoffwechselerkrankungen in letzter Zeit so gehäuft auftreten. Das hängt mit Sicherheit mit der industriell bearbeiteten, ungesunden Fertignahrung der Supermärkte und Fast Food Restaurants zusammen.

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    1. Franzi Beitragsautor

      Liebe Hannah, da stimm ich dir absolut zu, unsere Körper sind für so viel Mist den es gibt gar nicht gemacht :-/

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