Viele Wege führen nach Rom…

…und nicht nur einer führt zu mir. 

Du meine Güte, ich versank in den letzten Wochen wieder in meinem eigenen Selbstmitleid. 

Darin, dass hier einfach nichts so klappte, wie ich es mir wünsche. Darin, dass ich wieder zu wenig bloggte und zu viel Müll produzierte, nicht immer Bio kaufte und mir ethisch oft so fern war, wie schon ewig nicht mehr. Nur vegan sein, das lief gut. Aber das allein hilft mir hier nicht. 

Ich hatte mein Gemüseregal nicht nur einmal in der Hand (ja, schon wieder…) und stand mit ihm an einer Klippe. Wollte es los werden und zog es doch im letzten Moment immer wieder zurück. Schwer nach Luft schnappend, weil mir der Gedanke „Ist dir bewusst, was du da weg werfen wolltest???“ so scharf in meinen Kopf schoss. 

Aber wieso sollte ich lügen? Wieso sollte ich euch anlügen? Ich war, vor knapp vier Wochen, kurz davor hier endgültig und final Abschied zu nehmen und habe – glücklicherweise – mit lieben Menschen darüber reden können. Menschen, die mich ernst in meinen Gedanken nahmen und mir neuen Mut gaben. 

Nur, gerade weiß ich trotzdem nicht wohin mit mir, wohin mit dem Gemüseregal und eigentlich möchte ich so viel und von dem vielen eigentlich gar nichts. Es ist zum verrückt werden, aber ich werde noch eine ganze Weile kämpfen. Das hab ich mir vorgenommen und dem Gemüseregal versprochen.

(Und zur Unterstützung nehme ich, via Instagram, gerade bei der #MeettheBloggerDE Challenge teil. Kann ja nicht schaden.) 

Vielleicht braucht es diese Krise aber auch, immerhin haben wir gerade 7 Jahre hinter uns. Man sagt ja, dass sich alle 7 Jahre etwas ändert. Vielleicht ist es gerade so weit. 

Und vielleicht seid auch ihr noch ein wenig geduldig mit mir und dem Gemüseregal.

Wir Zwei finden den Weg nach Rom gerade nicht wirklich. Da es aber so viele Wege dorthin gibt, wird es einer schon werden.

 

22 Gedanken zu „Viele Wege führen nach Rom…

21 Kommentare

  1. Lena

    Ganz entspannt, Franzi!
    Vielleicht hast du mitbekommen, dass ich mit meinem Blog seit 1,5 Jahren (ich glaub es waren auch so um die 7 Jahre ;) ) auch eine Berg- und Talfahrt vollführe. Ich habe und mache lange Pause, habe Themenwechsel und den Gedanken mehrfach gehabt aufzuhören.
    Am Ende mache ich jetzt was ich will und wann ich es will.
    Mein Lieblingsmotto ist „mein Blog, meine Party“, denn das trifft es so richtig!
    Und wenn ich Monate keine Lust habe, dann ist mir das auch egal. Denn wenn man sich zu etwas zwingt macht es keinen Spaß mehr und dazu habe ich keine Lust.
    Was einen belastet sind diesen ganzen supertollen cleanen fröhlichen Happyblogger, die ständig schockverliebt sind und mit ihren zerowaste Gläsern prahlen ;). Da hilft besonders: entfolgen! Das beruhigt und entschleunigt ungemein. Eine der besten Entscheidungen überhaupt vielen Leuten bei Instagram nicht mehr zu folgen, Blogs nicht mehr zu lesen (die ich ehrlicherweise eh nicht gelesen habe und ich mich auch nicht für super niedliche Cupcakes interessiere) und Facebook benutze ich seit einem Jahr nicht mehr. Damit gewinnt man auch wieder Zeit, die man mit sinnvollen Dingen verbringen kann.

    Also, Franzi, es ist alles gut :)!
    Mach dein Ding und lass dich nicht beirren. Und wenn es grad nicht geht, dann geht es nicht. Mach etwas anderes das dir Spaß macht, das Leben ist zu kurz um sich mit Sachen zu beschäftigen die einem keine Freude bringen. Und manchmal kommt die Freude nach einer Auszeit auch von selbst wieder.

    Ganz liebe Grüße
    Lena

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    1. Franzi Beitragsautor

      Ach meine Liebe, hab Dank für deine lieben Worte. Bei mir ist es gar nicht so das „außen“ Ding, was mich hemmt. Ich hemme mich einfach selbst, weil ich oft das Gefühl habe, dass ich nix mehr zu sagen hätte. :(

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  2. Nele

    Moin Franzi,

    manchmal tut es gut, sich aus der Blogosphäre zurück zuziehen und auch die anderen Blogger Blogger sein zu lassen. Wenn man sich dem ganzen gefühlten Zwang entzieht und auch für sich selbst man Fünfe gerade sein lässt, wird das Bloggen wieder von selbst entspannter. Wer zwingt Dich denn wann und über was zu schreiben? Das ist doch, wenn Du mal in Dich reinhorchst, eher von außen getrieben, oder nicht? Man muss nicht jedem Trend folgen und wenn das Leben 1.0 aktuell spannender, arbeitsreicher oder auch nur so wichtiger ist, dann hat der Blog einfach mal still zuwarten… Deine Leserinnen und Leser freuen sich, wenn mal eine neuer Beitrag kommt. Und wenn es still ist, ist es auch okay. Hier gibt es ja trotzdem genug zu lesen. :-)
    Du und Dein normales Leben haben doch Vorrang. Dein Blog sollte Dich da nicht noch zusätzlich stressen.

    Wie Du weiß, kann ich Dein Ja/Nein/Vielleicht/Allesdoof/IchmachdenBlogdicht gut nachvollziehen. Auch ich wollte schon öfter den Blog dicht machen. Was mir geholfen hat? Rückzug aus der sehr treibenden und anstrengenden Bloggerwelt, raus aus den Bloggergruppen, nicht mit anderen vergleichen und mein eigenes Ding machen. Wer sagt denn, dass die Leserzahlen steigen müssen? Wer sagt denn, welche Kooperation man eingehen darf und welche nicht? Und wer sagt denn, was gerade hip ist? Das ist doch unwichtig! Und ganz unter uns gesagt, das Gezicke untereinander, ist unnötig und einschränkend. Erinnerst Du Dich noch an Kein-Blog-ist-auch-keine-Lösung? ;-)

    Du und Dein Gemüseregal, ihr werdet Euren persönlichen Weg schon machen. Fühl Dich gedrückt und grüße mir den See! :-)

    Liebe Grüße,
    Nele

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  3. Yvonne

    Ich kann mich der lieben Nele nur anschließen.
    Einen Blog zu führen bedeutet ja nicht immer gleich motiviert zu sein.
    Genau wie im Alltag hat man für bestimmte Dinge einfach mal weniger Zeit und es fehlt die Inspiration an Punkten anzuknüpfen. Nimm Dir Deine Zeit, das wird Dir hoffentlich ja Niemand übel nehmen!
    Schade wär’s allerdings, wenn das Gemüseregal so ganz verschwindet.

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  4. Carla

    Liebe Franzi, ich bin mir sehr sicher, dass die allermeisten Leser hier sehr geduldig sind. Und die, die es nicht sind, um die ist es nicht schade.

    Du hast gerade nichts zu sagen? Dann zwing dich nicht dazu und mach dir kein schlechtes Gewissen deswegen. Wir warten. Dein Gemüseregal wartet. Geduldig, ohne Erwartungen und wir alle freuen uns, wenn es wieder etwas neues gibt weil DU etwas hast, was du teilen möchtest.

    Aber ja, ich kenne das Gefühl und ich denke, das Zweifeln gehört einfach dazu :) Phasenweise, wie lang diese Phasen auch sein mögen.

    Liebe Grüße
    Carla

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  5. Isabella

    Liebe Franzi,

    wenn du gerne einmal über etwas schreiben möchtest, dass nicht zu 100 % deiner bisherigen Blog-Linie entsprochen hat, so ist das nicht schlimm. Im Gegenteil, wir Menschen leben von der Veränderung. Nur wer bereit ist, sich auf Neues einzulassen, kann besser als bisher werden. Ansonsten schwimmt man nur ewig im selben Wasser herum. Viele Blogs, die ich kenne, haben durch das Ansprechen verschiedener Themen nicht nur an Diversität gewonnen, sondern auch ein Alleinstellungsmerkmal erworben. Wenn du nicht zu 100% ethisch korrekt lebst, dann lass uns einfach an deinen Sorgen und Nöten teilhaben. Viele Leserinnen und Leser leben selbst nicht zu 100 % ethisch korrekt und können sehr gut mit dir mitfühlen. Letzten Endes muss und kann auch niemand zu 100 % ethisch korrekt sein, denn wer definiert das schon? Meistens nur du selbst.

    Also schreib auf, was dich bedrückt, teile es möglicherweise mit deiner Leserschaft, und dir wird es schon bald viel besser gehen und dein Blog wird für dich wieder die Sonne scheinen lassen!
    Isabella

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  6. Ayla

    Liebe Franzi,
    ich kann mich den ganzen anderen lieben Kommentaren nur anschließen.
    Ich liebe deinen Blog sehr, vor allem weil ich dich als Menschen sehr schätze! :-) Deswegen ist es mir auch nicht so wichtig worüber du jetzt genau schreibst, ich freue mich einfach sehr über jeden neuen Artikel von dir. Mach dir deshalb bitte nicht so viel Stress mit dem Inhalt deiner Posts. Ich bin mir sicher, dass du noch sehr viel zu sagen hast, auch wenn es dir manchmal nicht so vorkommt. Und Veränderung ist auch nichts schlechtes, wir entwickeln uns ja alle weiter, deshalb habe auch keine Angst davor, Sachen zu schreiben von denen du denkst, dass sie nicht 100% zum Gemüseregal passen. In dem Zusammenhang möchte ich dir auch sagen, dass du dir nicht zu viele Gedanken machen sollst wegen dem 100% Bio, nachhaltig einkaufen, kein Plastik, nichts kaufen usw usw. Kein Mensch ist „perfekt“ und ich glaube das ist auch nicht erstrebenswert. Es ist einfach authentisch und auch dein Recht mal etwas zu kaufen was nicht Bio ist, oder mit Plastik verpackt ist. Am Ende zählt jeder Schritt in die richtige Richtung und wenn 80% unseres Lebenstils nachhaltig sind, dann finde ich das schon enorm! :-) Du kannst dir ruhig auf die Schulter klopfen, du hast schon so viel erreicht und so viele Leser inspiriert. Ich glaube fest, dass es mehr bringt, wenn alle etwas verantwortungsvoller und nachhaltiger leben, als dass ein paar wenige „perfekte“ Leute überhaupt keinen Müll mehr produzieren.
    Denk also an alles, was du schon erreicht hast und mach dir selbst nicht so viel Druck und bitte bitte kein schlechtes Gewissen/Gefühl, weil du auch nur ein Mensch bist! :-)
    Das wichtigste ist doch, uns selbst auch gut zu behandeln – nicht nur körperlich (durch gutes Essen usw.) sondern vor allem auch mental (durch die Gedanken die wir uns selbst sagen).
    Alles Liebe
    Ayla

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  7. Tanja

    Oh liebe Franzi,

    es ist nicht schön, dass Du so durcheinander bist aber ich finde es toll, dass Du Mensch bist mit all den positiven und negativen Gedanken und Gefühlen und dies auch noch mit uns teilst. Kein oberflächliches Geschreibsel und kein Bussibussi Getue.
    Herzlichen Dank dafür 💜
    Wenn Du kein Thema zum Niederschreiben hast, dann lass die Tasten ruhen. Sie warten auf dich. Und wir auch 🌞
    Versuch den Druck rauszunehmen und mach keinen atemlosen Marathon draus. Das überlassen wir den Anderen.
    Früher habe ich immer nur schwarz /weiß denken können. Entweder hop oder top. Nix dazwischen – keine Gnade. Jetzt gibt’s da auch das ein oder andere Grautönchen dazwischen und das macht es um ein vieles leichter.
    Die Entscheidung muss nicht heute und nicht morgen getroffen werden. Vieles hat ganz viel Zeit. Nur Mut.
    Du bist toll!

    Liebe Grüße, Tanja 🌻

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    1. Franzi Beitragsautor

      Ach Tanja, ich bin so glücklich, dass ich so viele tolle Leser habe. Ich hab seit zwei Tagen regelmäßig Pipi in den Augen. <3

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  8. Jenni

    Liebe Franzi,

    ich kann deine Sorgen und Ängste gut nachvollziehen – vor allem, wenn es um den Blog geht.
    Du weißt ja vielleicht, dass ich auch so ein Kandidat bin dafür, alles fünfhundert Mal zu drehen und zu wenden und zu hinterfragen.
    Aber ich habe im Laufe der (ja im Vergleich zu dir kurzen) Zeit, in der ich blogge, eines gelernt: Mach. Dein. Ding.
    Das ist das Einzige, was am Ende des Tages zählt.
    Und das ist auch genau das, wofür dich deine Leser*innen schätzen und immer schätzen werden: Authentizität, Ehrlichkeit – genau die Dinge, die dich und deinen Blog bisher so sympathisch gemacht haben und aufgrund dessen beides sicherlich nicht nur mir ans Herz gewachsen ist. (Bitte, bitte – nicht zumachen!)

    Und wenn es derzeit nichts bis wenig zu sagen gibt, dann ist das halt so. Das darf man auch ruhig anders bezeichnen: kreative Auszeit. Und dass man die nach eifrigem Rezepteentwickeln, Reisen, Schreiben, Ideen-Kreieren und so weiter auch irgendwann einmal braucht, ist vollkommen normal. Niemand kann am Fließband kreativ sein – das ist der Unterschied zu anderen Berufsrichtungen und der Grund, warum die so viel angerufene Muse noch immer so populär und präsent ist.

    Lass‘ dir Zeit – wir lassen sie dir auf jeden Fall!

    P.S.: Auch, wenn es hier was anderes zu lesen gäbe – ich wäre immer dabei! :)

    Liebe Grüße
    Jenni

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  9. Nessa

    Liebe Franzi,
    ich kann Deine Gedanken auch nur zu gut verstehen. Selber bin ich auch jemand, dessen Gedanken oft nicht stillstehen wollen, sich damit aber auch gern selbst im Wege steht. :-/ Auch kann ich meinen Interessen nicht immer allen mit gleicher Intensität nachgehen, die Prioritäten verschieben sich immer mal wieder und das dürfen sie auch. So sollte das auch bei Dir sein. Wenn Du uns hier etwas mitteilen möchtest, sehr gern, wenn Du gerade meinst, Du hast nichts zu sagen, dann nicht, wir warten auf Dich. Nur tue eines bitte nicht, nämlich Dich unter Druck setzen zu lassen, okay?

    Selber solltest Du Dich aber auch nicht unter Druck setzen. Wer bestimmt denn, was zu Deinem Blog passt? Das bist allein Du! Und Dein Blog, Deine Themen dürfen sich genauso verändern, wie Du das auch tust, wäre doch schlimm, wenn wir alle auf der Stelle treten würden, was unsere menschliche Entwicklung angeht. 😉Ich schätze zum Beispiel Deine persönlichen Posts sehr, bewundere Dich sehr für Deinen Mut z.B. Deine frühere Essstörung zu thematisieren. Ich denke einfach, Deine Themen finden auch hier ihr Publikum, weil Du mit Deiner Art eben auch diese nachdenkliche Sorte Mensch anziehst. Die anderen bleiben eben weg. Punkt. Und natürlich darfst Du auch Zweifel äußern. Nicht immer 100 Prozent ökologisch/nachhaltig etc. sein. Du bist ein Mensch, Du arbeitest an Dir, nur das zählt. Und mal ehrlich, diese nach außen hin überperfekten Menschen (egal welscher Coleur) schüchtern doch eher ein, oder? 😉

    Mach einfach weiter Dein Ding, liebe Franzi, aber vergiss darüber nicht das Leben. Freu Dich auch an den kleinen Dingen, selbst wenn sie nicht immer hundertprozentig korrekt zu irgendeinem -selbstgesetzen- Standard passen. Das engt nur ein.

    Fühl Dich von Herzen ganz lieb umarmt!

    Nessa

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  10. Tabea

    So, liebe Franzi, jetzt komme ich auch zu diesem Beitrag – der Rest der Welt kann warten.

    Deinen Gefühlszustand von „Ich mache nichts, wie ich es sollte/will“ kenne ich nur zu gut. Ich würde auch gern konsequenter Bio kaufen oder besser bloggen oder mehr für die Schule tun oder mehr schlafen… aber ich schaffe es gerade einfach nicht.
    Dass es bei dir allerdings so schlimm wurde, dass du das Gemüseregal töten wolltest, ist ja schrecklich. Ich liebe doch deine Gedankenwelt, deine Posts, den Austausch mit dir! Gut, dass du Menschen gefunden hast, dir zugehört haben und dir dadurch Mut geben konnten!

    Es freut mich wirklich, dass du deinem Blog eine Chance gibst, obwohl du mit ihm haderst! Ich würde dich sonst sooo vermissen. Aber da ich selbst schon mehrfach früher an diesem Punkt des „Ich weiß irgendwie nicht weiter mit dem Blog“ war, weiß ich auch wie schwer das gerade für dich ist.

    Also – ich hoffe, dein Weg nach Rom ist ein halbwegs schöner. AUch wenn jetzt vielleicht das Aprilwetter mal ein paar blöde Tage brachte…

    Liebe Grüße

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  11. Christina

    Mach dir keinen Stress liebe Franzi! Tue immer das, was dir Spaß macht! Und wenn du was zu schreiben hast, dann schreibst du und wenn nicht, dann schweigst du😘

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