Mein Nachhaltigkeitsversprechen an mich selbst

Ihr Lieben,

mein Start in den Tag war heut ein Start, der völlig anders war als sonst. Ich bin kurz nach fünf aufgestanden, hab mich schnell angezogen, mich ins Auto gesetzt und bin zur Domäne Fredeburg gefahren. Um viertel vor sechs stand ich, noch etwas müde, auf dem Hof und winkte meiner Freundin Susanne fröhlich zu. Mit ihr war ich zum fotografieren verabredet.

Kühe in der glitzernden Morgensonne. :-)

Die Kälber waren, zu dieser frühen Stunde, schon sehr aktiv. Das Frühstück bei Mutter Kuh stand ja an. (In der Demeter Landwirtschaft in Fredeburg ist es schon seit Jahren so, dass die Kälber so lange wie nötig und möglich bei der Mutter oder einer Amme trinken).  Und so muhte und hüpfte es munter in diesem offnen und großen Stall. 

Fredeburg 1 0001 Fredeburg 2 0002

Noch nie war ich in einem Kuhstall, in dem es so gut roch. Mehr als Stroh und ein minimaler Hauch nach frischen Kuhfladen war nicht zu riechen. Da fühlt Kuh sich wirklich wohl und tagsüber geht es eh raus auf die vielen Weiden nahe der Domäne.

Fredeburg 2 0005 Fredeburg 1 0005

Ich traf unter anderem die zauberhaft Kuh Else, die von der gestrigen Geburt ihres Kalbes noch etwas geschwächt war und viele Streicheleinheiten bekam. Außerdem eine „Ammen Kuh“, die gleich drei Kälber versorgte und mit ihren 14 Jahren so eine richtig Mutti war. Es war ein Erlebnis ihr zuzusehen. Mich überkam mehr als einmal eine Gänsehaut. Wie schön, dass die Kühe an so einem schönen Ort so alt werden können. 

Fredeburg 2 0001

Überhaupt fühlt es sich in diesem Stall so an, als wäre alles ein großes Miteinander. Natürlich, grundsätzlich sind es auch Nutztiere und der ethische Teil in mir mag dieses Wort einfach nicht. Aber eines finde ich schön und auch wichtig. In Fredeburg leben die Tiere sehr gut, sie dienen nicht allein dem Zweck des Essens. Ihr Arbeitseinsatz wird geschätzt, ist wertvoll und genau das wird ihnen auch vermittelt. Allein schon damit, dass dort jede Kuh ihren Namen trägt. Von Else bis Oregano über Nutella ist so ziemlich alles dabei. 

Fredeburg 1 0003

Als ich im Stall stand, ein Kalb streichelte, mir alles so ansah, da machte ich mir – wir sehr oft in der letzten Zeit – mächtig Gedanken. Über mich selbst, mein Leben und meine Einstellung zum großen Ganzen. 

Das Gemüseregal war früher einmal explizit ein Blog über Nachhaltigkeit, ökologisches Leben und vegetarisches Essen. Irgendwann beschloss ich das Gemüseregal komplett vegan zu betreiben und was ich nie verheimlicht habe, ich selbst war nur kurze Zeit wirklich komplett vegan und bin sonst „nur“ streng vegetarisch. 

Schon oft war ich etwas unglücklich über das Ganze, bloggte nicht weil das Rezept nicht komplett vegan war, blockierte mich ein wenig selbst und war unschlüssig „Was denken meine Leser eigentlich darüber.“ 

Heute Morgen wurde mir klar, dass mein Weg mit dem Gemüseregal wieder genau zu den Ursprüngen des Ganzen zurück kommen muss. Sonst blockiere ich mich persönlich weiterhin selbst und bin sehr sicher, dass ich irgendwann die Lust verlieren werde. 

Fredeburg 1 0004

Konkret heißt das, dass es hier weiterhin viele, viele vegane Rezepte geben wird. Aber nicht mehr ausschließlich. Es wird auch wieder vegetarisch (ausgewählt und bedacht) werden und es wird wieder um das gehen was mir wichtig ist. Die nachhaltige und ökologische Ernährung. DAS war immer mein Thema und ich persönlich schaffe es zum jetzigen Zeitpunkt nicht, weder mit Leidenschaft noch einem 100 % dahinterstehen, das Gemüseregal und mein Leben komplett vegan zu halten. 

Ich kann total nachvollziehen, dass sich einige von euch jetzt an den Kopf fassen, die Seite schließen und nie wieder kommen. Das ist völlig ok, ich schätze eure veganen Werte sehr und wünsche euch für euren Weg nur das Beste und bitte macht weiter, die vegane Bewegung ist so wichtig. Nur hat sich mein Weg wieder etwas anders entwickelt, mir geht die Nachhaltigkeit über eine 100 % vegane Ernährung.

Und ich bin eigentlich sehr froh, dass diesen Text hier schreibe, denn dieses Thema schlummerte so lange in mir und nahm mir so viel Kraft für schöne Dinge, die ich hier zeigen könnte, dass ich mich jetzt einfach nur sehr leicht und wohl fühle. Denn wenn ich ehrlich bin, dann nervt mich vor allem dieses – Kathrin schrieb es mal so schön – „Ene mene muh wie vegan bist du.“ Ding. Ich hab das Gefühl man kann es eh niemandem Recht machen, irgendwer wird es immer besser machen und das auch laut kundtun und damit all das Gute unterbinden, was man selbst vielleicht geschaffen hat und unterstützen will.

Fredeburg 1 0002

Zu meinen Gedanken der Nachhaltigkeit gehört z.B. auch, dass ich den Imker unterstützte, der seit gefühlt 100 Jahre in einem Naturschutzreservat hier in der Nähe lebt, dort wundervolle Bienen um sich herum hat, sie hegt und pflegt und den besten Honig herstellt, den ich je gegessen habe. Honig ist ein so gutes und wertvolles Produkt und komplett darauf zu verzichten ist in meinen Augen nicht die Lösung. Bewusst darauf schauen WOHER kommt er, was passiert dort mit den Bienen und wer steckt eigentlich dahinter…in meinen Augen ist dies ein Ansatz, der uns auf die Dauer mehr bringt. Trotzdem, ich überlasse da jedem seine eigenen Meinung. :-) 

Ihr Lieben, ich freue mich über jeden von euch, der bis hierhin gelesen hat und freue mich besonders auf den „neuen alten“ Weg und auf das, was hier noch so kommen mag. :-) 

All dies und der Wechsel zum „alten Thema“  ist daher mein ganz persönliches Nachhaltigkeitsversprechen an mich selbst und dieses Versprechen mach mich sehr froh! 

47 Gedanken zu „Mein Nachhaltigkeitsversprechen an mich selbst

44 Kommentare

  1. Arthurs Tochter

    Lieblingsfranzi,
    Deine Zeilen verstehe ich sehr gut und sie sind näher bei mir als es scheinen mag. Mein Weg ist seit geraumer Zeit genau anders herum. Von einer bedachten Ernährung, in der Fleisch immer seinen Platz hatte, zu einer mit klarem vegetarischen Schwerpunkt. Schubladen finde ich doof und daher habe ich keinen Namen für meine Form der Ernährung. Aber ich bemühe mich, mit ihr so wenig Leid wie möglich zu erzeugen, dabei hat Fleisch noch immer seinen Platz aber auch der wird kleiner und kleiner… Ich glaube nach wie vor, dass die leidlose Nutzung von Tieren möglich ist, dass ich dem „glücklichen“ Huhn nicht schade, wenn ich seine Eier esse, dass Butter gut sein kann und Käse auch. So eine Domäne haben wir hier in der Nähe (bei Wiesbaden) auch und auch dort werden die Tiere genutzt und am Ende auch geschlachtet und gegessen und dass das schlecht sein soll, das will mir nicht in den Kopf. Es gibt allerdings kaum eine Sache, mit der ich mich vom ethischen Standpunkt betrachtet in der letzten Zeit so sehr beschäftige wie mit dieser – dem Schlachten von Tieren.

    Antworten
    1. Franzi Beitragsautor

      Lieblingsastrid! Ich freu mich so, dass du all das schreibst, denn ich merke diesen „Wandel“ bei dir gerade so sehr und ja, ich freue mich ein wenig darüber. Aber nur aus dem Grund, dass ich das Gefühl habe, dass es dir gut tut. :) Ich umarm dich fest :)

      Antworten
  2. Petra M.

    Ich freue mich weiterhin über deine Beitrage und bin froh über deine offenen ehrlichen Worte.
    Ich sehe es übrigens genauso, auf das nachhaltige kommt es an und darauf, dass man sich Gedanken macht wo die Lebensmittel herkommen die wir zu uns nehmen.
    LG Petra M.

    Antworten
  3. Laura

    Liebe Franzi,
    schöne Worte, die mir sehr gefallen. So ist es mir ja auch gegangen: vegan, veganer am vegansten – das habe ich irgendwann nicht mehr ausgehalten. Und ja , ich bin sehr froh, dass ich mich nach einer Weile getraut habe, wieder vegetarisch zu sein. Da sieht man es auch schon wieder: „…mich getraut habe vegetarisch zu sein“. Als wäre das etwas schlimmes, als wäre man nur gut als korrektester veganster Veganer.

    Sich von alle diesen Zwängen, die sich leider mit dem Vegansein auch bei mir eingestellt hatten, zu befreien ist unglaublich gut. Ich habe an dem Moment zurückgerudert als klar war: Entweder bleibt es anstrengend und ich werde damit auch immer unentspannter, auch anderen gegenüber, oder ich kehre wieder um. Ich bin umgekehrt. Mir geht es damit sehr gut, sowohl körperlich als auch seelisch. Gerade in diesem Moment schlürfe ich meinen Milchkaffee (mit Sojamilch bin ich nie warmgeworden) und bin froh, dass ich mir nicht selbst zu viele Verbote mache. Wichtig ist, dass sich die eigene Ernährung und auch der Umgang damit gut anfühlt. Klingt so, als ist das bei dir nun auch so.

    Liebste Grüße,
    Laura

    Antworten
  4. DerSilberneLoeffel

    Ich selbst esse zwar immer bewusster, aber weder vegan noch auch nur vegetarisch. Ich habe bisher gelesen und werde es weiterhin tun. Auch als Fleischesser kann man ab und zu vegetarisch oder vegan kochen. Manchmal sogar ganz unbewusst. ;)

    LG, Holger

    Antworten
  5. Jessica

    hmm so ganz verstehe ich nicht wieso sich ökologisch-nachhaltig und vegan ausschließen soll ?! warum kann man nur das eine oder das andere, nicht aber beides haben? So klingt es zumindest in deinem Artikel. Nur weil du Honig von einem sehr ökologisch wertvoll wirtschaftenden Imker beziehst und auch isst würde ich dich nicht direkt als nicht-vegan bezeichnen (in Bezug auf Honig gehen die Meinungen unter Veganern oft auseinander). Der Besuch beim Milchhof allerdings lässt vermuten, dass du auch wieder Milchprodukte konsumieren willst und da geht mir der ökologisch-wertvolle Aspekt nicht ganz auf. Den Hof den du hier beschreibst klingt zwar vordergründig sehr idyllisch, jedoch werden die Kühe sicherlich wie in der konventionellen Milchwirtschaft künstlich befruchtet, die Milch geht sicherlich auch nicht komplett an das Kälbchen und die Tiere werden sicherlich eher selten so alt wie die Ammen-Kuh. Ich bin immer froh über Menschen die über ihren Tellerrand hinausschauen und versuchen die Welt ein bisschen besser zu machen. Den Rückschritt von vegan auf vegetarisch kann ich zwar nicht verstehen, denke aber dass du mit dem ökologisch-nachhaltigem Anspruch dir und auch den Tieren einen größeren Gefallen tust, als 98% der restlichen Wohlstandsbevölkerung.

    Antworten
    1. Franzi Beitragsautor

      Liebe Jessica, da hast du was falsch verstanden. Ich werde weiterhin meine Pflanzenmilch trinken, so richtig ging es mir nie um Milchprodukte an sich. Klar, wenn ich unterwegs bin,ich streite es nicht ab, da kann es sein, dass ich eben mal ein Milchprodukt konsumiere. In meinem Beruf und mit meiner Arbeit lässt sich das auch nicht immer umgehen, wenn ich nach einem langen Arbeitstag nicht nur mit trocknem Gemüse und knurrendem Magen am Tisch sitzen will. Da bin ich aber sicher, dass es in den nächsten Jahren einfacher wird. Interessant finde ich, dass du das mit dem Honig ansprichst, ich hatte immer das Gefühl, dass es arg böse wäre Honig zu konsumieren. Und wichtig ist mir noch, ich hab NIE gesagt, dass sich vegan und ökologisch nachhaltig ausschließt, ich habe nur gesagt, dass es für mich (eben auch auf Grund des Honigs) nachhaltiger ist eben nicht immer so komplett auf tierische Produkte zu verzichten. :)

      Antworten
  6. Sandra Klimm

    Hallo Fanzi, habe dich eben erst „kennen gelernt“. Du spricht mir aus dem Munde. Ich ernähre mich seit ca. einem Jahr tiereiweißarm vollwertig, das heißt ich esse nahezu vegetarisch aber mit dem Schwerpunkt vollwertig. Also ich schränke raffinierten Zucker, Auszugsmehl (und eben was daraus hergestellt wird) ein. In der Praxis ist das erstmal nicht so leicht, aber jetzt komme ich gut klar. Ich koche frisch, wir essen viel Ost und Gemüse, benutzen hochwertige Fette, tierische Produkte wurden ziemlich zurück gefahren bei uns. Derzeit beschäftige ich mich auch mit dem Thema vegan, aber eben vollwertig. Ich möchte mir dabei auch keinen Stress machen und ich halte nichts davon Ersatzprodukte zu essen, die dann von Zusatzstoffen nur so wimmeln. Und das ist eigentlich die Herausforderung: Vegan oder auch „nur“ tiereiweißarm zu essen und dabei vollwertig zu essen. Ich taste mich weiter heran. Mein Fokus liegt auf die Vollwertigkeit der Lebensmittel und darauf ebenso wie du zu schauen wo ich und was ich einkaufe. Diese Woche habe ich mal ein Eiersatz für meine Reibekuchen gemacht. Sie schmeckten genauso lecker wie mit dem Ei, bröselten etwas mehr (das hätte ich aber mit etwas Öl im Teig, was ich später erst las *lach* verhindern können). Alles Liebe für dich und ich freue mich wieder von dir zu hören. Gruß Sandra

    Antworten
    1. Franzi Beitragsautor

      Liebe Sandra, hab vielen Dank und dir auch viel Erfolg auf deinem Weg. Ich würde mich freuen dich hier öfter zu lesen. :)

      Antworten
  7. Johannes Richter

    Liebe Franzi,
    mit Freude habe ich deinen Text gelesen. Auf der Domände Fredeburg habe ich vor längerer Zeit 3 Wochen lang gearbeitet und bin mit ihr natürlich auch räumlich immer verbunden geblieben. Es ist schön die einzelnen Ecken auf den Fotos wieder zu erkennen. Auch in deinen Worten kann ich mein eigenes Gefühl zu diesem Hof spüren. Was deine Ausrichtung des Gemüseregals angeht, bin ich total bei dir, auch mein persönlicher Weg verläuft entsprechend. Ich konsumiere viel, viel weniger Milchprodukte, esse kein Fleisch, erfreue mich pflanzlicher Alternativen, von „veganer Konsequenz“ bin ich aber weit entfernt. Doch wo es geht, greife ich gerne auf rein pflanzliche Varianten zurück (Schuhe, kosmetische Produkte, Haferdrinks etc.). Und es wird mehr, ich bin bewusster, schließe aber auch wissentlich Kompromisse zwischen Ethik und Bequemlichkeit.

    Mach genau so weiter, wie du es dir vorgenommen hast.
    Liebe Grüße

    Antworten
    1. Franzi Beitragsautor

      Danke mein Lieber! Und wie schön, dass du mal gearbeitet hast! Dann müssen wir ja dort mal einen Kaffee trinken gehen oder? :)

      Antworten
  8. Melanie

    Liebe Franzi,

    ich finde es vor allem toll, dass du zu dir selbst stehst und dich hier so zeigst wie du nunmal bist. Du stehst dahinter und das macht dich und was du machst so wertvoll und unglaublich authentisch! Danke dafür und ich werde natürlich deine Reise weiter verfolgen…das versteht sich ja wohl von selbst! ;-)

    Antworten
  9. Jutta K.

    Hallo Franzi,
    mit viel Interesse habe ich deinen Post aufmerksam gelesen.
    Ich finde es gut, wie du schreibst und ich glaube, die Ehrlichkeit aus deinen Zeilen lesen zu können .
    Ich bin derzeit auch dabei, meinen Essenstil zu ändern , aus vielerei Gründen.
    Hier kannst du mal schauen, wenn du magst.
    Jedenfalls finde ich deinen Blog klasse und und habe ihn in meine Blog-Groll-Liste aufgenommen.
    ♥liche Güße

    Antworten
  10. MamaMia

    Tiefe, ehrliche Worte von dir.
    DANKE dafür!
    Und natürlich bleib ich, ich mag Deinen Blog, Deine Ehrlichkeit, Deine Gedanken, wie das Leben eben so ist verändern sich Dinge, Einstellungen und Ansichten eben.
    Mir persönlich geht es ja so das ich auf meinen Blog z.B. nur rein vegane Rezepte schreibe, obwohl ich es nicht gänzlich bin. Vegetarisch schon 20Jahre, aber eben für mich ein gefühltes „nur“. Ich würde gerne ganz vegan leben, aber irgendwie findet diese Lebensweise auch nicht den kompletten Weg in mein Leben oder eben umgekehrt *g*, allerdings bin ich persönlich damit stets ein bisschen unglücklich.
    Daher find eich Deine so ehrlichen und wunderbar formulierten Worte mit diesen noch wunderschöneren Bildern wirklich toll.
    Schön wenn Du Deinen Weg für Dich findest.
    Das Bild mit der Frau und der Kuh ist einfach unsagbar ausdruckstark, ich liebe es!
    Wirklich tolle Bilder, auch das der schwarzen Kuh bei der Bürste, sie ist sooo wunderhübsch.
    Hach, zum Schwelgen.
    GLG, MamaMia

    Antworten
  11. die Sammlerin

    Ich bleibe dir und deinem Blog treu und freue mich, dass du zu Dir zurückkommst. Ich bin Fleischesserin, aber mit Bedacht. Ich trinke und esse Milch/Milchprodukte. Und nach dem Bericht beim ZDF über die billig MIlch tun deine Bilder der Seele und dem Auge gut. Ich versuche meinen Konsum ebenfalls in die Nachhaltigket zu führen. Mal gelingt es mal gelingt es nicht. Ich bin halt auch nur ein Mensch.

    Wir lesen uns .

    die Sammlerin

    Antworten
  12. Samira aus der Kochwelt

    Liebste Franzi, ich finde deine Ehrlichkeit super und hoffe das du mit deinem Weg für dich einfach den richtigen findest. Es ist dein Blog, dein Leben, deine Leidenschaft und das ist das Wichtigste! Ich hoffe das es dir mit der Entscheidung gut geht. Ganz liebe Grüße aus meiner Küche, Sam

    Antworten
  13. Melissa

    Ich freue mich sehr, in Zukunft von dir zu lernen in Sachen Nachhaltigkeit. Ein bisschen mache ich schon, aber vieles fehlt mit Sicherheit schon. Und da ich „nur“ vegetarisch lebe, freue ich mich, wenn es wieder mehr Rezepte davon gibt :-)

    Antworten
  14. Wuschuwa

    Liebe Franzi
    Du hast mir mit deinem Post aus der Seele gesprochen. Ich lebe zwar nicht vegan und auch nicht mehr vegetarisch aber für mich ist klar geworden, dass der Weg wieder dahin gehen soll. Für mich selber, für niemanden sonst. Und wenn Fleisch, dann ganz klar vom regionalen Bio-Bauern und nur selten. Das grössere Problem ist meine Familie, da hab ich eine grössere Nuss zu knacken.
    Danke für Deinen Post und dein Blog, ich bin Fan… :-)
    Herzliche Grüsse aus der Schweiz

    Antworten
  15. Vanessa

    ehrlich gesagt ist das auch bei mir ein thema. ich lebe ja schon lange vegetarisch und dabei auch teils vegan, aber letzter zeit habe ich das gefühl, dass das nicht genug ist. überall wird mir fast aufgezwungen den „nächsten schritt“ zu vegan zu machen und das verursacht bei mir stress und schuldgefühle. ich weiß noch nicht wohin das führen wird.

    Antworten
  16. Christina

    Liebe Franzi, hat ganz schön lange gedauert, sich bei all den Kommentaren hier runterzurollen;))
    Ich finde es richtig klasse, aber auch mutig. Klasse, weil du dir selber treu bleibst und dich nicht verbiegst, um anderen zu gefallen und auch ein Stück vom großen Kuchen abzubekommen. Mutig, weil du vorher nicht genau weißt, wie die Reaktionen sind.
    Ich bleib dir treu, weil ich deiner Meinung bin. Auch nach vielem probieren, habe ich noch keine vagere Quiche hinbekommen und der Käse von unserem Demeterhof um die Ecke ist auch einfach zu lecker.
    Die Bilder machen total Lust auf einen Besuch bei Else und ihren Freunden. Wenn nur alle Nutztierhalter so arbeiten würden…
    Ich freu mich auf mehr!! Liebe Grüße aus der Nordheide

    Antworten
  17. Ela

    Oh Franzi, ich kann dich sehr gut verstehen ! Als Blogger mit einem „öffentlichen“ Statement, wie man lebt, das man auch noch vor anderen rechtfertigen muss wenn nachfragen kommen, traut man sich ja kaum mehr seinen Ernährungsstil wieder zu ändern. Das geht wohl vielen so.. Ich kann dich gut verstehen, da ich selbst Vegetarierin und keine Veganerin bin – auf Honig oder guten Käse mag ich nicht ganz verzichten.. Aber ich bin mir sicher, dass du weiterhin auch supertolle vegane Rezepte posten wirst, die deine rein veganen LeserInnen toll finden werden! :)
    Liebe Grüße,
    Ela

    Antworten
  18. Kleiner Öko

    Hallo Franzi,

    Deine Gedanken und Gefühle erinnern mich an den Frühling diesen Jahres, als genau der gleiche „Zwist“ in mir hoch kam.

    Ich brauchte aber keinen idyllischen Kuhstall, sondern meinen Freund, dem es ähnlich ging. Und da wir merkten, dass wir mit dem verkrampft veganen Leben gleichzeitig mehr Energie und Motivation schluckten, als wir bekamen, entschieden wir einstimmig „nur noch“ so vegan wie möglich zu leben – und trotzdem weiterhin so bewusst und nachhaltig.

    Ich freue mich, dass ich damit irgendwie so ganz bei dir bin und sende besonders grüne Grüße.

    Mathias

    Antworten
  19. Sissy

    Hallo Franzi, ich habe deinen Blog gerade erst entdeckt und bin auf diesen Artikel gestoßen. Ich bin ganz neu in der veganen Welt und versuche mich gerade an der 30 Tage Vegan for fit Challenge. Für mich sind solche Artikel super spannend, da ich das Ganze so aus verschiedenen Sichtweisen kennenlerne und für mich schauen kann, welchen Weg ich mal für mich wählen möchte, obwohl sich das wahrscheinlich erst mit der Zeit zeigt.

    Danke für deinen spannenden Artikel!
    Liebe Grüße

    Antworten
  20. Bettina

    Hallo Franzi!
    Ich freue mich wirklich, solche ehrlichen Worte von einem Blogger zu hören. Bis Mai habe ich auch versucht, meine Ernährung auf „komplett vegan“ umzustellen – mit dem obligatorischen schlechten Gewissen, wenn man einen „Ausrutscher“ dabei hatte. Dann habe ich erfahren, dass ich schwanger bin. Ich weiß, dass einige kein Problem haben, schwanger und vegan zu vereinen. Für mich kam das nicht in Frage, schon allein, weil ich unter großem Stress zu leiden habe (das Kindchen ist aber nicht schuld). So entschied ich mich, der kleinen Kaulquappe zu liebe omnivor zu essen. Dabei wollte ich aber – wie du – die Nachhaltigkeit in den Vordergrund rücken: saisonal, regional, lieber meinen feschen Stoffbeutel zücken als Plastik zu verwenden. Für mich ist das eine enorme Erleichterung. Ich achte zwar bei Fleisch und Fisch auf die Herkunft, kann aber mittlerweile wieder alles guten Gewissens essen. Mein Ziel ist weiterhin, so vegan wie möglich zu leben, da dies mit meiner ethischen Einstellung besser vereinbar ist. Ich möchte mir aber nichts mehr auf Kosten meiner eigenen (psychischen) Gesundheit verbieten.
    Obwohl ich den veganen Weg für den für mich richtigen erachte, denke ich trotzdem, dass ein bewusster Umgang mit unseren Lebensmitteln und Lebewesen uns zukünftig weiter bringen wird – vor allem, wenn man bedenkt, dass manch ein schönes Tofuschnitzel 3x eingeschweißt wird…
    Vielen Dank für Deine Gedanken, den tollen Blog und die leckeren Rezepte (schon erprobt ^^)! Mach weiter so, geh Deinen Weg und tue, was für Dich gut und richtig ist!
    Viele Grüße, Bettina

    Antworten
    1. Franzi

      Liebste Bettina, hab Dank für deine lieben Worte und ich wünsche dir von Herzen alles Liebe für dich und das Zwergenkind unter deinem Herzen! <3 :-)

      Antworten
  21. Freya

    Liebe Franzi,
    ich bin heute Abend durch Zufall auf deinen Blog und diesen Post gestoßen. Es ist unglaublich, denn du schreibst mir einfach aus der Seele! Seit Monten versuche ich irgendwie meinen eigenen Weg zwischen, vegan, vegetarisch, nachhaltig, … zu finden und hatte immer wieder das Gefühl mich ein wenig im Kreis zu drehen. Es ist ein tolles Gefühl, zu lesen, dass es anderen so ähnlich geht! Vielen Dank!

    Viele liebe Grüße,
    Freya

    Antworten
  22. Jenni KuneCoco

    Liebe Franzi,
    ein ganz wundervoller Post mit wundervollen Fotos. Ich bin selbst auch Vegetarierin und esse häufig vegan – aber nicht ausschließlich. Ich lebe mit einem Allesesser zusammen, da wäre das einfach schwierig (für viele ist das kein Grund, für mich allerdings schon). Vegetarisch ist für ihn absolut okay und wenn er mal Fleisch essen will, brät er sich eben ein Schnitzel dazu. Aber bei vegan „hört der Spaß auf“. ;) Auch, wenn ich den veganen Gedanken als richtig empfinde. Ich muss eben auch noch meinen Weg finden!

    Liebe Grüße und bis morgen auf der Blogst!
    Jenni

    Antworten

3 Trackbacks/Pingbacks

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.